Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Nach dem Anschlag: „Wir haben Angst“
Lokales Oberhavel Nach dem Anschlag: „Wir haben Angst“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:39 16.04.2017
Marie Tsafack Tenekeu lebt seit drei Jahren in Deutschland. Quelle: Sebastian Morgner
Anzeige
Kremmen

„Wie sollen wir nun nachts ruhig schlafen?“ Marie Tsafack Tenekeu, die seit vier Monaten in der Flüchtlingsunterkunft in Kremmen (Oberhavel) lebt, ist in großer Sorge. Auch wenn in der Nacht zum Karfreitag niemand verletzt wurde: Nach dem missglückten Brandanschlag leben die Bewohner in Angst. Unbekannte hatten am frühen Freitagmorgen zwei Molotow-Cocktails auf das Gelände an der Berliner Straße geworfen.

„Es ist etwas Schreckliches passiert“, erzählt Tenekeu. Die 26-Jährige hatte in der Nacht nichts mitbekommen, obwohl es einen lauten Knall gegeben hatte. Erst am Morgen bemerkte sie den beißenden Geruch und sah die Glasscherben vor ihrem Wohnhaus liegen.

„Wir haben Angst, dass morgen oder übermorgen dasselbe passiert“, fasst sie die Stimmung nach dem Anschlag zusammen. Einige fühlten sich so unsicher, dass sie nicht mehr in der Unterkunft bleiben wollen.

Polizei prüft fremdenfeindliches Motiv

Noch ist unklar, wer hinter der Tat steckt. Es gebe noch keinen dringenden Tatverdacht, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Eine Ermittlungsgruppe beim Staatsschutz prüft, ob hinter der Tat ein fremdenfeindliches Motiv steckt

Tenekeu erwartet vom Betreiber, dass nun die Sicherheit der Bewohner im Vordergrund steht. Sie wünscht sich, dass an den Häusern Kameras installiert werden. Und dass sie dann vielleicht nachts wieder ruhig schlafen kann.

Von MAZonline

Die Oranienburger Genossen habe sich auf ihrer diesjährigen Frühjahrsklausur auf drei wichtige Themen verständigt, die sie als Fraktion voranbringen wollen: den Wohnungsbau in der Stadt, einen Bürgerbus und einen Etat über dessen Verwendung der Jugendbeirat entscheidet.

15.04.2017
Oberhavel Brandsätze auf Flüchtlingsunterkunft geworfen - „Das war ein Anschlag auf die Stadt Kremmen“

In der Nacht zum Samstag haben Unbekannte in Kremmen (Oberhavel) zwei Brandsätze auf eine Asylunterkunft geworfen. Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) verurteilt die Tat aufs Schärfste. Die Bewohner leben nun in Angst vor weiteren Vorfällen.

19.04.2018

Rund 600 Keramik-Ostereier haben die Mitarbeiter der Marwitzer Bollhagen-Werkstätten seit vergangenem Herbst bemalt. Sie tragen zehn Dekors, darunter solche, die Hedwig Bollhagen eigens für Ostereier vorgesehen hat. Am Sonnabend können sich Besucher einen Eindruck von der Arbeit in den Werkstätten machen.

18.04.2017
Anzeige