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Nach der Flut: Gesundheitsamt prüft Badeseen

Oberhavel Nach der Flut: Gesundheitsamt prüft Badeseen

Nach dem Starkregen Ende Juni kann es sein, dass Badegewässer verunreinigt sind. Um dies zu prüfen, nimmt das Gesundheitsamt in den nächsten Tagen die Wasserqualität an 28 Badestellen in Oberhavel genau unter die Lupe. Am Montag machten die Gesundheitsaufseher am Lehnitzsee den Anfang.

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Cordula Glasow nimmt aus mindestens 30 Zentimeter tiefem Wasser eine Probe. In Bild und Ton festgehalten vom RBB.

Quelle: Ulrike Gawande

Oranienburg. Alle vier Wochen kontrolliert das Gesundheitsamt die Wasserqualität an 28 Badestellen in Oberhavel. Untersucht werden unter anderem Temperatur, Sichttiefe, pH-Wert und Sauerstoffsättigung des Wassers.

Gestern morgen waren die Gesundheitsaufseher Cordula Glasow und Martin Lentz an der Badestelle am Lehnitzsee im Einsatz. Die zusätzliche Beprobung außerhalb des üblichen Turnus war nötig geworden, nachdem es von Amtsarzt Christian Schulze wegen des Starkregens am 29. Juni, eine Badewarnung gegeben hatte.

Mit langen Watthosen ausgestattet stieg Cordula Glasow, die eine Ausbildung zum Hygieneinspektor hat, in den See und überprüfte die Sichttiefe. Vor vier Wochen hatte diese bei rund einem Meter gelegen. Auch gestern maß sie den gleichen Wert. Verfärbungen konnte Glasow ebenfalls nicht feststellen. Das Thermometer zeigte für die Luft eine Temperatur von 20, 3 Grad und für das Wasser des Lehnitzsees 22,3 Grad an. Der gemessene pH-Wert lag bei 7,82. Das sei im Rahmen, erklärte Martin Lentz, der am Ufer stehend die Werte auf dem Protokoll notierte. Auch die gemessene Sauerstoffsättigung im Wasser an der Lehnitzer Badestelle sei mit 103 Prozent im normalen Bereich, so Lentz. Insgesamt fünf Seen hatten die beiden Gesundheitsaufseher, die auch die Hygiene in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kitas kontrollieren, am Montag auf der Agenda. Nach Lehnitz standen Probenentnahmen am Grabowsee, am Waldsee in Germendorf, an der Briese und am Niederneuendorfer See an. Die Wasserproben werden in einem Eberswalder Labor auf die Bakterien Escherichia Coli und Enterokokken überprüft. Auf Blaualgen werde erst bei Verdacht und bei einer Sichttiefe von unter 50 Zentimetern geprüft, erklärte Glasow.

Bis die aktuellen Ergebnisse vom Landkreis bekannt gegeben werden, gilt weiterhin die Warnung, dass es durch den Starkregen zu einer Verschmutzung des Badewassers gekommen sein könnte. Infektionsrisiken und erhöhte Verletzungsgefahren seien daher nicht auszuschließen.

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Alle aktuellen Infos zur Situation in Leegebruch gibt es auf unserer Sonderseite: www.MAZ-online.de/leegebruch

Von Ulrike Gawande

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