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Oberhavel Nächstes Duell: Oberlack und Klein
Lokales Oberhavel Nächstes Duell: Oberlack und Klein
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22:39 24.09.2017
Hans Günther Oberlack (l.) verfolgt die Stimmauszählung bei der Wahlparty der Kreis-FDP in Oranienburg. Die Parteikollegen drücken ihm die Daumen, dass er direkt gewählt wird. Dieses Ziel verpasste er knapp. Quelle: Robert Roeske
Glienicke

Wiederholt sich die Geschichte nach acht Jahren? Knapp verfehlte Amtsinhaber Hans Günther Oberlack, der für die FDP und die CDU ins Rennen geht, bei der Bürgermeisterwahl in Glienicke die Stimmenmehrheit. Nach den zuerst ausgezählten Briefwahl-Stimmbezirken hatte er die 50-Prozent-Marke zeitweise sogar überschritten. Eine Stichwahl wäre dann bei erfülltem Quorum nicht erforderlich, sagte Wahlleiterin Susanne Pankow.

Am Ende kam Oberlack auf 45,6 Prozent. 3769 Einwohner schenkten ihm ihr Vertrauen. Somit muss er sich am 8. Oktober doch noch einer zweiten Runde stellen. Gegner ist SPD-Herausforderer Uwe Klein, dessen Namen 2196 Glienicker Wahlberechtigte ankreuzten (26,6 Prozent). Einen Achtungserfolg konnte Steffi Elsner (parteilos) verbuchen. Die unabhängige Kandidatin erhielt 17,0 Prozent. Etwas abgeschlagen: Ernst-Günter Giessmann (Linke). Für ihn stimmten 893 Glienicker (10,8 Prozent). Die Wahlbeteiligung: 82,3 Prozent.

In der Gaststätte „Birkenwäldchen“ in Glienicke sitzen die SPD-Genossen am Sonntagabend gemütlich beisammen. Uwe Klein (r.) bekommt Schützenhilfe von Ex-Bürgermeister Joachim Bienert (2.v.r.). Quelle: privat

Bei vier Kandidaten habe er eine Stichwahl erwartet, sagte Hans G. Oberlack am Abend: „Ich hatte nicht mit einem Durchmarsch gerechnet.“ Mit einem Ergebnis von mehr als 40 Prozent zeigte sich der Amtsinhaber jedoch „zufrieden“. Insofern wiederhole sich tatsächlich die Geschichte – dass nämlich in Glienicke die Wiederwahl nicht im ersten Anlauf gelingt.

„Erwartungsgemäß wird es eine Stichwahl geben, und das in meiner Wunschkonstellation“, kommentiert Uwe Klein das vorläufige Wahlergebnis. Vor acht Jahren sei Ex-Bürgermeister Joachim Bienert (SPD) mit 48 Prozent der Stimmen in die Stichwahl gegangen. „Man trifft sich immer alle acht Jahre“, so der 52-Jährige. Die Entscheidung falle nun am 8. Oktober unabhängig von den Parteiwahlgängern und mit einem kommunalpolitischen Fokus. „Und dann werde ich gewinnen“, zeigte sich Klein sicher.

Steffi Elsner (parteilos) verbringt den Walsonntag zu Hause mit ihrem Mann und ihrem Sohn. „Ich habe gekocht“, erzählt sie: „Aubergine“. Eine Erkältung mache ihr derzeit zu schaffen. Quelle: privat

„Ganz klar: Viele Wählerinnen und Wähler wollen keinen Wechsel“, kommentiert Steffi Elsner. Ihre Kritikpunkte im Zusammenhang mit dem kommunalen Haushalt und der Bürgernähe würden offenbar nicht mehrheitlich nachvollzogen. Sie hoffe jedoch, dass dieses Wahlergebnis dennoch als „Dämpfer“ angesehen werde und zu einer Kurskorrektur führe, so die 47-Jährige.

Er werde darauf achten, dass die von ihm eingebrachten Ideen „im Gespräch bleiben“, kündigte Ernst-Günter Giessmann seinerseits an. Eine Wahlempfehlung werde es von ihm und den Linken nicht geben.

Ernst-Günter Giessmann (Die Linke) ist den Großteil des Wahlabends als Wahlhelfer im Einsatz – beim Auszählen der Briefwahlergebnisse für die Bundestagswahl. Quelle: Helge Treichel

Seit 2010 leitet Oberlack, Jahrgang 1956, die Gemeindeverwaltung Glienicke. Der Vater von vier Kindern ist Diplom-Volkswirt, war 20 Jahre in der Privatwirtschaft. Vor acht Jahren hatte er Joachim Bienert nach einer Stichwahl abgelöst.

Von Helge Treichel

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