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Nahwärmenetz: Mitmachen ist freiwillig

Hohen Neuendorf Nahwärmenetz: Mitmachen ist freiwillig

Im Zusammenhang mit der künftigen Bebauung des Wildbergplatzes hat das Ingenieurbüro seecon vier Varianten für eine effiziente und möglichst klimaneutrale Wärmeversorgung untersucht. Als besonders klimafreundlich stellte sich ein mit Biomasse und Erdgas betriebene Netz heraus. Einen Anschlusszwang werde es nicht geben, wird versichert.

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Als „sanierungswürdig“ beurteilte Ingmar Reichert das alte Rathaus: Die roten Stellen zeigen, wo viel Wärme verloren geht. Die Sanierung ist geplant, sobald der neue Rathausanbau fertig gestellt ist.

Quelle: Stadtverwaltung

Hohen Neuendorf. Im Zusammenhang mit der künftigen Bebauung des Wildbergplatzes hat das Ingenieurbüro seecon vier Varianten für eine effiziente und möglichst klimaneutrale Wärmeversorgung untersucht: Eine Einzelversorgung mit Erdgas und Solarthermie, eine Einzelversorgung mit Wärmepumpen, ein Nahwärmenetz mit Blockheizkraftwerk und Spitzenlastkessel unter Anschluss weiterer öffentlicher Gebäude sowie ein Nahwärmenetz ohne weitere öffentliche Gebäude, wobei die Energie aus Biomasse und Erdgas (Spitzenlastkessel) gewonnen werden soll.

Als besonders klimafreundlich stellte sich das mit Biomasse und Erdgas betriebene Netz heraus. Ob es sich hierbei allerdings auch um die wirtschaftlichste Variante handelt, wurde bei der öffentlichen Vorstellung des Nahwärmekonzepts am Mittwochabend im Ratssaal kritisch hinterfragt. Einige der 20 Teilnehmer trieb insbesondere die Befürchtung um, dass das eigene Gebäude an ein solches Netz angeschlossen werden könnte. „Einen Anschlusszwang wird es nicht geben“, sagte Roland Luchterhand, Fachdienstleiter für Planung und Hochbau in der Stadtverwaltung. Natürlich steige die Rentabilität mit jedem zusätzlichen Abnehmer. „Aber die Beteiligung am Netz ist eine freiwillige Sache, was bei den Wirtschaftlichkeitsberechnungen auch berücksichtigt wurde“, betonte der Planer.

Dass der Fokus eher auf kommunalen Gebäuden liegt, unterstrich Projektleiter Ingmar Reichert. Zu diesen „Ankerkunden“ könnten Rathaus, Stadthalle, Feuerwache, Gymnasium, Grundschule und Kita gehören, aber auch größere Privatunternehmen wie Kaufland oder Lidl. Mit diesen ins Gespräch zu kommen, gehöre zu den nächsten Schritten. Sollte sich ein Nahwärmenetz am Wildbergplatz nicht realisieren lassen, wird geprüft, welche andere Energieversorgung an dieser Stelle am effizientesten ist.

Um private Wohnungsbesitzer beim Thema „Klimaschutzquartier Wildbergplatz“ ins Boot zu holen, kommt der Sanierung von Gebäuden eine wesentlichere Bedeutung zu. Deshalb kartierten die seecon-ingenieure das Gebiet, das sich von den Ost-West-Bahngleisen zwischen der Karl-Marx-Allee bis zur Bahnbrücke in der Waldstraße und im Süden bis zum Kreisverkehr am Märchenhaus/Kistenplatz erstreckt. Baualter, Sanierungszustand und Anbausituation der Gebäude wurden erfasst. Das Sanierungspotenzial könnte auch bei der Beantragung möglicher Fördermittel eine Rolle spielen, so Reichert.

Teil der Veranstaltung war ein Vortrag des Borgsdorfer Energieberaters Sebastian Sandek. Er präsentierte Sanierungsbeispiele sowie Kostenkalkulationen für typische Maßnahmen und beantwortet individuelle Fragen. Danach konnten sich die Teilnehmer bei einem öffentlichen Thermografie-Rundgang von der Energie(un)effizienz einiger Gebäude ein Bild machen.

Im Sommer ist eine zweite Informationsveranstaltung über Konzeptergebnisse und Realisierungsansätze geplant.

Von MAZ-online

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