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Oberhavel Nein zum Ärzte-Hopping
Lokales Oberhavel Nein zum Ärzte-Hopping
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06:00 10.02.2016
Das Messen des Blutdrucks in einer Arztpraxis _ wer keinen Termin bei einem Facharzt erhält, kann sich telefonisch Unterstützung holen. Quelle: dpa
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Oberhavel

Wer einen Termin bei einem Facharzt haben will, der muss häufig stundenlang versuchen, überhaupt telefonisch in der Praxis jemanden zu sprechen. Und wenn ihm dann wirklich ein Termin angeboten wird, muss er meist wochenlang darauf warten.

Das soll seit 25. Januar behoben sein. Denn seit diesem Tag gilt das vom Bundestag beschlossene Versorgungsstärkungsgesetz in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kassenärztlichen Vereinigungen der Länder mussten zentrale Telefonservicestellen schaffen. Diese haben den Auftrag, Termine beim Facharzt innerhalb von vier Wochen zu vermitteln. Bedingung: Die Patienten benötigen eine „dringliche Überweisung“ von ihrem Arzt. Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen sind hiervon ausgenommen. Und: Der Patient hat keine freie Arztwahl. In Berlin-Brandenburg kann sich der Facharzt zudem im Umkreis von 30 bis 60 Kilometer vom Wohnort befinden. Das sagt Christian Wehry, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin-Brandenburg. So legt die KV Berlin-Brandenburg jedenfalls das Gesetz aus. Wehry erklärt: „Das Gesetz geht an der Versorgungsrealität vorbei. Denn darin ist die Rede davon, dass der Facharzt in 30 bis 60 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sein soll.“ In 60 Minuten komme man auf dem flachen Land nicht weit, so Wehry weiter. Wie der Sprecher informiert, gab es in den vergangenen zwei Wochen seit Inkrafttreten des Gesetzes 186 Anrufe bei der Servicestelle, die mit drei Mitarbeitern besetzt ist. 100 Anrufer hätten nicht die dringliche Überweisung und häufig allgemeine Fragen gehabt. 84 Patienten wurden an Fachärzte vermittelt, zwei waren selbst erfolgreich gewesen oder hatten Hilfe von ihrer Krankenkasse erhalten. Wehry hinterfragt den Nutzen der zentralen Terminvergabestelle. Denn die Kassenärztliche Vereinigung habe selbst eine Patientenhotline und helfe bei der Arztsuche. Auch die Krankenkassen böten ihren Versicherten solche Hotlines an. Das bestätigt Christiane Cranz, Servicestellenleiterin der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Oranienburg: „Unsere Hotline wird seit Jahren gut von unseren Versicherten angenommen. Auch ohne Überweisung vermitteln wir Termine bei Fachärzten.“

„Nichts“ hält der in Oranienburg praktizierende Kardiologe Hans-Peter Mieg vom zentralen Telefonservice. Er habe zwar Termine gemeldet, aber bisher sei keiner in Anspruch genommen worden. Der Patient werde heute zu irgendeinem Facharzt vermittelt und morgen zu einem anderen. Damit könne sich kein Facharzt auf den Patienten einstellen und werde ein „Ärztehopping“ begünstigt. Weil heutzutage jeder Patient ohne Überweisung zum Facharzt gehen könne, auch mit banalen Erkrankungen, so Mieg, könnten die Fachärzte sich weniger um dringliche Fälle kümmern. Er fordert deshalb die Überweisungspflicht durch den Hausarzt. „Damit kriegen wir alle dringenden Fälle unter. Auch die Hotline zwischen den Ärzten funktioniert gut. Wir brauchen keine zentrale Servicestelle.“

Telefonservicestelle: Im Land Brandenburg erreichbar unter 03 31/98 22 99 89 von 9 bis 11 Uhr und mittwochs von 12.30 bis 14.30 Uhr

Von Marion Bergsdorf

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