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Nestwärme am Nachmittag gratis

Oranienburg Nestwärme am Nachmittag gratis

Der offene Treff „Kic Inn“ in der Julius-Leber-Straße ist eine feste Größe für viele Kinder am Nachmittag. Vor allem aus der Weißen Stadt. Sie werden von zwei jungen Sozialarbeiterinnen betreut. Die Finanzierung ihrer Arbeit steht auch weiterhin.

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Wiebke Müller (l.) und „ihre“ Kinder bei der gestrigen Faschingsparty im „Kic Inn“.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Der letzte Stuhl ist heiß umkämpft. Wie immer beim Spiel „Reise nach Jerusalem“. Es geht bunt und lustig zu am Donnerstagnachmittag im „Kic Inn“, dem offenen Kindertreff der „Kirche im Container“ an der Julius-Leber-Straße. Es ist Faschingszeit und alle haben sich verkleidet: als Polizist, Artist, Punker. Das „Kic Inn“ ist eine feste Größe geworden für viele Kinder am Nachmittag, vor allem aus der Weißen Stadt: „15 Kinder im Alter zwischen acht und 13 Jahren kommen im Durchschnitt täglich zu uns, zehn wirklich jeden Tag“, so Wiebke Müller.

Die 26-Jährige aus Berlin hat Erziehungswissenschaften studiert, ein Auslandsjahr in Neuseeland verbracht und anschließend in einer Kita gearbeitet. Seit einem Jahr betreut sie zusammen mit Marie-Christine Vierschilling den Kindertreff.

Bezahlt werden die beiden Sozialarbeiterinnen von der Stadt. „Die Wochenstunden waren 2017 von 30 auf 35 aufgestockt worden. Das war für 2018 etwas in der Schwebe“, so Wiebke Müller. Doch das ist aus der Welt, freut sie sich. Der Bildungsausschuss war jüngst bei ihnen zu Gast: „Wir haben die Zusage, dass es bei der Finanzierung von 35 Stunden für jede von uns bleibt.“

Diese Zeit werde auch gebraucht, die Zahlen sind gestiegen: Besuchten 2016 2400 Kinder den Treff, waren es 2017 2814.

Und das Angebot des Treffs ist vielschichtig: Zeit für Hausaufgaben und Hilfe ist täglich von 13 bis 14 Uhr. Zweimal in der Woche wird mit den Kindern gekocht. Rewe in der Lehnitzstraße stellt die Lebensmittel. „Nicht irgendwelche, sondern das, was wir brauchen, um gesund zu kochen.“

Es wird gemalt, gespielt, Gemüse in Hochbeeten gezüchtet. Höhepunkt im Jahresplan soll eine Fahrt an die Ostsee sein, „die haben viele noch nie gesehen.“ „Die Kinder haben hier eine Stimme, es ist ihr Treffpunkt“, findet Wiebke Müller, die hier ihre Berufung gefunden hat.

Von Heike Bergt

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