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Flüchtlingsunterkunft in Borgsdorf Neubau kann beginnen

Die Planungen zum Bau einer Gemeinschaftsunterkunft für 240 Asylbewerber und Flüchtlinge in Borgsdorf sind komplettiert, die Baugenehmigung liegt vor. Als nächstes werde auf dem Grundstück an der Margeritenstraße Baufreiheit geschaffen, kündigte Sozialdezernent Matthias Rink an. Eine Belegung sei im ersten Halbjahr vorgesehen.

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Auf dem Grundstück neben der Margeriten-Schule in Borgsdorf soll die neue Unterkunft für Flüchtlinge entstehen.

Quelle: Helge Treichel

Borgsdorf. Als der Landrat Ende Juni vergangenen Jahres seine Pläne zum Errichten einer Sammelunterkunft für 240 Asylbewerber und Flüchtlinge an der Margeritenstraße 3 in Borgsdorf vorstellte, sorgte das für viel Unruhe im Ort. Seit einigen Wochen jedoch ist es still geworden um dieses Projekt. Zu still, als dass die ursprüngliche Planung zum Beziehen des in Modulbauweise errichteten Objektes ab Februar 2016 noch zu schaffen wäre.

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Im Hintergrund jedoch liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren, versicherte Sozialdezernent Matthias Rink auf Nachfrage. Die Baugenehmigung liege vor, die Hohen Neuendorfer Stadtverwaltung habe den Antrag sehr zügig bearbeitet, so der Dezernent, der unter anderem zuständig ist für die Gewährung verschiedener Sozialleistungen, für die Unterbringung, Versorgung und Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen sowie für ausländerrechtliche Angelegenheiten. „Demnächst schaffen wir Baufreiheit“, kündigte er an. Das bedeutet, dass ein Waldstück neben der Förderschule entlang der Margeritenstraße gerodet werden muss. Rink: „Die Grundlagen sind geschaffen, jetzt sind die Oberhavel Holding Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH beziehungsweise der Containerhersteller am Zug.“

Überarbeitete Pläne sehen vier statt zwei Gebäude vor

Im Laufe des Genehmigungsverfahrens haben sich auch die Pläne grundlegend geändert. Sollten ursprünglich zwei dreigeschossige Wohnblocks längsseits entlang der Margeritenstraße errichtet werden, so seien nunmehr vier zweigeschossige Gebäude geplant, sagte Matthias Rink. Dies sei auf die Besonderheit der Brandenburgischen Bauordnung zurückzuführen, wonach für dreigeschossige Gebäude in Containerbauweise besonders hohe Brandschutzanforderungen gelten. Sowohl am Standort direkt an der Straße sowie an der Größe der beanspruchten Fläche ändere sich jedoch nichts, versicherte der Dezernent. Von den insgesamt rund 20 000 Quadratmetern des kreiseigenen Grundstücks seien 12 000 bewaldet. Davon würden rund 5000 Quadratmeter beansprucht, um die Gemeinschaftsunterkunft einzurichten. Die Module würden übrigens von einem Granseer Unternehmen hergestellt.

Koordinatorenstelle für Kommunikation mit Kommunen geplant

Für die Eröffnung und Belegung wird ein Termin im ersten Halbjahr 2016 angestrebt. Bereits jetzt werde dafür der Kontakt mit den Willkommensinitiativen hergestellt, sagte Rink. Zudem werde in der Kreisverwaltung eine Koordinatorin eingestellt, „die für die Zusammenarbeit mit den Kommunen und Initiativen zuständig ist“. Allerdings müssten auch im Sachbearbeiterbereich Kräfte eingestellt werden. Denn das Bereitstellen der Leistungen für allein jene 2068 zusätzlichen Flüchtlinge und Asylbewerber, die im vergangenen Jahr nach Oberhavel kamen, „ist eine Menge Arbeit“, so der Dezernent. Der lobt in diesem Zusammenhang seine Mitarbeiter, „die maximal mitziehen“. „Der Fachbereich macht einen tollen Job.“

Weitere Plätze im Stadtgebiet benötigt

Zusätzlich zu den in Borgsdorf geplanten 240 Plätzen werden in diesem Jahr noch zusätzlich gut 200 Plätze für die Unterbringung von Flüchtlingen im Hohen Neuendorfer Stadtgebiet benötigt, weitere 350 in der Folgezeit. Insgesamt 808 Plätze müssten in den vier Ortsteilen geschaffen werden, um im Bezug zur Einwohnerzahl an das Hennigsdorfer Level aufzuschließen (3,22 Prozent). Das bestätigte Kreissprecher Ronny Wappler.

Perspektivisch sei geplant, in den zunächst als Sammelunterkunft genutzten Immobilien bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sagte Wappler. Schließlich handele es sich zumeist um „hochwertige Immobilien in attraktiven Lagen“. Dieses Ziel könnte durch weitere Wohnungsbauprojekte ergänzt werden.

Von Helge Treichel

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