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Oberhavel Neue Analyse: Ein Ort wächst rasant
Lokales Oberhavel Neue Analyse: Ein Ort wächst rasant
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03:01 25.03.2018
Allein in der Marwitzer Heide entstehen bis Ende 2019 bis 185 neue Wohneinheiten. Quelle: Ingo Pahl
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Oberkrämer

Oberkrämer wächst. Aber wie groß könnte die Gemeinde mal werden? Wie viele Leute werden mal in Oberkrämer wohnen? Und was bedeutet das für die Infrastruktur? Um das zu klären, hat Hauptamtsleiter Ronny Rücker in den vergangenen Wochen eine Analyse erarbeitet, die er am Mittwochabend im Sozialausschuss vorstellte. Hintergrund ist einerseits der 2015 veröffentlichte Kitabedarfsplan, der sich schon Monate später als falsch erwiesen hatte. Andererseits geht es um die Frage, ob es über Jahre hinweg genügend Kinder für eine mögliche weiterführende Schule in Oberkrämer gäbe.

„Die Zahlen sind so realistisch wie möglich“, erklärte Bürgermeister Peter Leys (BfO). Die Annahmen, die getroffen worden seien, seien alle relativ vorsichtig. „Wir wollen uns nicht großrechnen.“

12.797 Einwohner im Jahr 2024

Ende 2017 hatte Oberkrämer 11 486 Einwohner, bis 2024 könnte diese Zahl auf 12 797 steigen. Allein in Marwitz entstehen bis 2019 insgesamt 217 Wohneinheiten – in der Heide und in der Parkstadt. Für das Wohngebiet am Vehlefanzer Schäferweg gibt es eine Prognose, dass zwischen 2012 und 2024 dort bis zu 200 weitere Wohneinheiten entstehen könnten.

Die Zahl der Kinder unter sechs Jahren könnte von 597 bis 2024 auf 660 ansteigen. Bei den Sechs- bis Zwölfjährigen könnte die Zahl von 631 auf 815 im Jahr 2024 steigen. Das bedeutet, dass es in den Kitas und Grundschulen in Oberkrämer weiter eng wird. Allein im Bereich der Grundschule Bötzow wird sich die Zahl der Erstklässler von jetzt 48 auf 63 in zwei Jahren erhöhen. Im Bereich der Vehlefanzer Schule steigt die Zahl von 56 auf bis zu 71 in Jahr 2024.

Grundschule Bötzow an Kapazitätsgrenze

Die Bötzower stoßen damit an Kapazitätsgrenzen. Wie Bürgermeister Peter Leys sagte, könnte das Gelände an der Dorfaue 1 in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Das jetzige Gebäude werde abgerissen. Danach sei noch nicht klar, ob ein Wohnhaus entsteht oder Räume für den Hort gebaut werden. Auch zum Thema Schulsport müsse sich Gedanken gemacht werden, so Leys weiter.

Auch für die Vehlefanzer Grundschule müssten bald Entscheidungen getroffen werden. Wäre eine durchgängige Vierzügigkeit der Klassen nötig, müssten sieben neue Klassenräume geschaffen werden. Das könnte 2020/21 realisiert werden, so der Bürgermeister.

Oberschule: Schülerzahlen reichen

In der Analyse wies Hauptamtsleiter Ronny Rücker auch nach, dass die Schülerzahlen für eine mögliche erweiterte Oberschule in Oberkrämer ausreichen würden. Seitens des Landkreises wird dies bestritten. Nötig sind über mindestens fünf Jahre hinweg 50 Schüler pro Jahrgang.

Die Zahlen für das Ü7-Verfahren im Bereich der Oberschulen sehen laut der neuen Analyse so aus:

2018: 51 Schüler; 2019: 49; 2020: 56; 2021: 55; 2022: 54; 2023: 55; 2024: 58; 2025: 61; 2026: 64; 2027: 67 Schüler.

Der Bedarf sei also da, so Bürgermeister Peter Leys. Der Landkreis sei jedoch verantwortlich für einen möglichen Schulneubau. Die Kosten beziffert Leys auf zehn bis zwölf Millionen Euro – die Gemeinde könne das nicht stemmen. Ob Hennigsdorf und Velten das abfedern, sei fraglich.

Auf die Gemeindevertreter kommen nun eine Menge Hausaufgaben zu. Bis zum Sommer sollen konkrete Ideen und Vorschläge auf den Tisch, um für die Haushalt 2019 Weichenstellungen möglich zu machen.

Von Robert Tiesler

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