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Oberhavel Mit Sieb und Schaufel im Roggen
Lokales Oberhavel Mit Sieb und Schaufel im Roggen
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07:28 05.06.2014
Goldgräber: Bernd Helbing siebt die Muttererde. Quelle: Cindy Lüderitz
Nassenheide

Dass sie mit den späteren Bauarbeiten und der Trassenführung für die neue B96 nichts zu tun hat, sagt Andrea Moser lieber dazu, wenn sie in Nassenheide mit Anwohnern ins Gespräch kommt. Die Protest-Plakate entlang der Bundesstraße vermitteln auch ihr einen Eindruck davon, wie das Vorhaben hier ankommt. Die Grabungsleiterin und ihr Team vom Landesamt für Denkmalpflege sind die Vorhut und auf der Suche nach archäologischen Funden auf dem späteren Baufeld.

17 Kilometer misst die geplante Umfahrung zwischen Nassenheide und dem vorläufigen Endpunkt hinter Löwenberg. Innerhalb von vier Wochen wollen sich Moser und ihre Kollegen nordwärts hocharbeiten. Ein GPS-Gerät gibt dabei die Route vor. Am Mittwoch führte sie direkt durch den Roggen. Zwischen den Halmen sind Bernd Naschwitz und zwei weitere Mitarbeiter nur dank der orangefarbenen Westen zu entdecken. „Material“, ruft Bernd Helbing seinen Kollegen zu und hat schon den nächsten Schwung Sand im Sieb, das er leicht hin und her schwenkt, bis die Muttererde durch das Raster gefallen ist. Die Probe ist ohne Auffälligkeiten, sagt Helbing. An diesem Verdachtspunkt sind keine Funde zu vermelden. Kleinere Artefakte haben die Grabungshelfer in den ersten Tagen aber schon gefunden. Eine vorgeschichtliche Scherbe steckt in einer beschrifteten Tüte. Andrea Moser vermutet, der Fund stammt aus der Bronze- beziehungsweise Eisenzeit.

Knapp 50 Verdachtsflächen reihen sich entlang der künftigen Trasse der Bundesstraße aneinander und jede einzelne muss vom Grabungsteam untersucht werden. 50mal 50 Zentimeter messen die Löcher, die Bernd Naschwitz und seine Kollegen zwischen den Roggenhalmen nacheinander ausheben. Mit der Schaufel wird die Muttererde abgetragen – bis Siegmar Engel auf die Sandschicht oder, wie die Fachleute sagen, den „anstehenden Boden“ stößt. Dann kann er aufhören zu buddeln.

Die Voruntersuchung geht nicht so in die Tiefe. Sollte das Grabungsteam um Andrea Moser aber tatsächlich auf Keramik oder andere archäologisch wertvolle Spuren stoßen, wird später intensiver sondiert – dann aber mit Bagger. „Wir finden eigentlich immer was“, sagt Moser. Die Verdachtsflächen sind im Kataster des Landesamtes aufgeführt, weil dort bereits zu einem früheren Zeitpunkt Funde gemeldet wurden.

Von Cindy Lüderitz

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