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Oberhavel Neue Brücke über den Welsengraben zu teuer
Lokales Oberhavel Neue Brücke über den Welsengraben zu teuer
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23:33 26.02.2018
Die Brücke über den Welsengraben in Mildenberg muss saniert werden. Quelle: UWE Halling
Mildenberg

Erheblich teurer als vorgesehen wird der Neubau der Geh- und Radwegbrücke über den Welsengraben in Mildenberg. Die Zehdenicker Stadtverordneten wurden darüber in den Ausschüssen informiert, zuletzt im Hauptausschuss vergangene Woche. Die endgültige Entscheidung über den Bau sollte jetzt fallen, wurde aber von der Tagesordnung genommen. Der Planer, der Rede und Antwort stehen sollte, war deshalb ausgeladen.

Zweifel an dem Gutachten, das die Baumängel beschreibt, hat Bürgermeister Arno Dahlenburg (SPD) nicht. Anerkannte Fachleute hätten sich damit beschäftigt.„Die Verwaltung verlässt sich darauf“, sagte er und erklärte, dass eine Erneuerung dringend erforderlich sei. „Die Brücke ist die schlechteste im Vergleich zu den anderen im Stadtgebiet“, so der Bürgermeister.

Etwa 200 000 Euro Kosten werden entstehen

Die Kosten für die Erneuerung der Brücke waren zunächst mit weniger als 200 000 Euro veranschlagt worden. Bei einer Ausschreibung für den Neubau im vergangenen Jahr lag das günstigste Angebot bei 343 000 Euro. Inklusive Planungskosten wären das 405 000 Euro, wie im Hauptausschuss vorgerechnet wurde. Die Baufirmen sind derzeit gut beschäftigt, deshalb können sie höhere Preise verlangen, wie es die Stadt zurzeit auch bei anderen Ausschreibungen zu spüren bekommt.

„Im Stadtentwicklungsausschuss haben wir uns verständigt“, so Bernd Reinicke (Bürger für Zehdenick), der in beiden Ausschüssen mitarbeitet, „dass wir so eine teure Brücke nicht wollen.“ Weder seien 400 000 noch 300 000 Euro akzeptabel.

Vorhaben wird auf den Prüfstand gestellt

Die Verwaltung habe den „Auftrag aus dem politischen Raum“, dieses Vorhaben noch einmal auf den Prüfstand zu stellen“, so Arno Dahlenburg. Im Zehdenicker Rathaus will man sich nicht allein darauf verlassen, dass es bei einer zweiten Ausschreibung günstiger für die Stadt wird. Deshalb soll nun geprüft werden, ob ein anderes Verfahren zur Brückensanierung angewendet werden kann. „Wir wollen uns die Zeit nehmen, das ordentlich vorzubereiten“, so der Bürgermeister. Zu den Akten wird der Brückenbau dennoch nicht gelegt. Denn die Stadt ist dafür zuständig, dass dort niemand zu Schaden kommt; formell heißt das Verkehrssicherungspflicht.

Die Brücke über den Welsengraben wird von Fußgängern und Radfahrern genutzt und hat auch touristische Bedeutung, denn sie befindet sich auf dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen. Rettungswagen dürfen im Notfall ebenfalls dort entlangfahren. Für andere Fahrzeuge ist die baufällige Brücke schon seit etlichen Jahren gesperrt.

Brücke soll Stahlkonstruktion erhalten

Die Brückenkonstruktion steht auf einem Mauerwerk. Das soll nach der aktuellen Planung durch eine Stahlkonstruktion ersetzt werden. Statt wie bisher mit Asphalt soll die Brücke mit witterungsbeständigem Holz belegt werden. Bei der Planung war außerdem zu berücksichtigen, dass das Bauwerk nicht die Entkrautung behindert.

Noch vor einem Jahr war die Verwaltung davon ausgegangen, dass der Ersatzbau schon Ende 2017 oder Anfang 2018 steht. Einen Zeitplan gibt es im Moment jedenfalls nicht.

Von Martina Burghardt

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