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Oberhavel Neue Kita-Streiks in Oberhavel wahrscheinlich
Lokales Oberhavel Neue Kita-Streiks in Oberhavel wahrscheinlich
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12:15 17.08.2015
Erzieherinnen finden den Schlichterspruch indiskutabel. Quelle: dpa-Zentralbild
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Oberhavel

Mit einer Aufwertung der Arbeit von Kita-Erzieherinnen habe der Schlichterspruch von Ende Juni nichts zu tun. Das sagt Erzieherin Gabriele Piepkorn, die in der Kita „Pusteblume“ in Germendorf arbeitet und der Gewerkschaft Verdi angehört. Sie selber, die schon etliche Jahre als Erzieherin tätig ist, könne mit dem Ergebnis der Verhandlungen leben. Doch da die meisten Kolleginnen keine Vollbeschäftigung haben könnten, bliebe nicht viel mehr Geld übrig. „Wir sind aber solidarisch. Die Sozialarbeiter sind so gut wie gar nicht bedacht worden“, so Piepkorn.

Das bestätigt auch die Sachsenhausener Kita-Erzieherin und Verdi-Funktionärin Marina Risse. Heilpädagoginnen, die mit behinderten Kindern arbeiteten, würden gerade mal 5,30 Euro im Monat mehr Lohn erhalten. Das sei „völlig indiskutabel“, sagt Risse.

Wie berichtet, hatte Verdi mit der Einordnung in höhere Lohngruppen von Erziehern und Sozialpädagogen eine Aufwertung der Arbeit und Lohnerhöhungen bis zu zehn Prozent gefordert. Der Schlichterspruch sieht jedoch nur zwischen zwei und 4,5 Prozent mehr Geld vor. Durch eine Neudefinierung von Lohngruppen, berichtet Marina Risse, seien sogar Kürzungen in diese Eingruppierungen eingebracht worden. „Es war vorauszusehen, dass dieser Schlichterspruch abgelehnt wird“, so Risse. Sie ist sich sicher, dass erneut gestreikt wird. Aber wie und wann, dass soll nun kommende Woche beraten werden. Risse schlägt vor, dass sich alle Erzieher aus Oberhavel treffen und darüber beraten, wie es weitergehen soll. Eine entsprechende Rückmeldung werde es dann an den Verdi-Bundesverband geben.

Von den zwölf Gewerkschaftsmitgliedern unter den Erzieherin in der Kita „Bäkestrolche“ in Schmachtenhagen hat sich eine Mehrheit bereits dafür ausgesprochen, auch bei der Fortsetzung der Streiks dabei zu sein.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht Oranienburgs Kämmerin Kerstin Kausche den Kita-Streit. Sie habe Verständnis für die Erzieher, die ihren nicht leichten Job anerkannt wissen wollen. Auf der anderen Seite müsse die Stadt eine halbe Million Euro mehr für Personalkosten einplanen, wenn sie den Schlichterspruch von vier Prozent mehr Geld erfüllen wolle. „Von allen Enden wird an den Kommunen gezogen“, sagt Kausche. Die höheren Ausgaben in Form von steigenden Kitagebühren an die Eltern weiterzugeben, das würden die Eltern auch nicht wollen, sagt Kausche.

Von Marion Bergsdorf

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