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Oberhavel Neue Spielgeräte auf dem Schulhof
Lokales Oberhavel Neue Spielgeräte auf dem Schulhof
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15:17 21.02.2018
Der neue „Gurtsteg“ auf dem Schulhof der Grundschule in Glienicke/Nordbahn. Quelle: Enrico Kugler
Glienicke

Ein großes Gejohle setzte ein, als sich Bürgermeister Hans Günther Oberlack (FDP) mit auf den Gummigurt stellte und etliche Kinder durch die veränderte Gewichtsverteilung nach oben schnellten. Der Verwaltungschef genoss sichtlich das Bad in der Menge, als am Dienstag drei neue Spielgeräte auf dem Hof der Grundschule offiziell in Betrieb genommen wurden. Sehr zur Freude der Kinder hüpfte er einige Male mit.

Nach den Winterferien hatten die rund 700 Mädchen und Jungen drei neue Geräte vorgefunden: ein so genannter Gurtsteg, eine Balkenwippe sowie einen „Wackel-Balancier-Körper“ . Genau 11.991 Euro hat die Gemeinde in das Projekt investiert, das über den Bürgerhaushalt finanziert wurde. „Das war das Projekt, das für 2017 die meisten Stimmen erhalten hatte“, sagt Organisatorin Rosamond Harbich. Sie erinnert zugleich an die Vorschlagsphase für den Bürgerhaushalt 2019. Die laufe noch bis Ende August.

Die neu installierte Balkenwippe erfreut sich ebenfalls einer großen Beliebheit bei den Grundschulkindern. Quelle: Enrico Kugler

Es sei schön, dass durch den Bürgerhaushalt zusätzliche Spielgeräte für die Grundschule ermöglicht wurden, so Bürgermeister Oberlack. Am wichtigsten sei aber das Signal, wonach die Einwohner für weitere Geräte gestimmt „und die Grundschule so gewürdigt haben“, so der Verwaltungschef.

Als vor rund drei Jahren ein anderer Spielplatz gestaltet wurde, „gab es eine Prioritätenliste“, sagt Schulleiterin Antje Burmeister. Nicht alle Geräte hätten seinerzeit angeschafft werden können. Mit ganz oben standen die Kinderwünsche, die nun hätten erfüllt werden können. „Eine Wippe stand schon immer ganz hoch im Kurs“, so die Rektorin. Und ein Balancierbalken sei ohnehin kaputt gewesen.

Elternvertreter Sven Röglin hat schon wieder das nächste Projekt im Blick: Trinkbrunnen, die eine zuckerärmere Ernährung fördern sollen. Und die Ausbildung von Konfliktlotsen an der Grundschule. Die von ihm angeregte Schulsozialarbeit gehört schon zum Schulalltag. Quelle: Enrico Kugler

Über das ganze Gesicht strahlte am Dienstag auch Sven Röglin. Als damaliger Schulelternsprecher hatte er den Vorschlag für die Spielgeräte eingereicht. Der Familienvater freut sich allerdings noch über einen weiteren Erfolg: Die von ihm angeregten Trinkbrunnen sollen ebenfalls in diesem Jahr installiert werden. Drei Standorte gebe es, unter anderem in der Mensa und auf dem Schulhof. Dieses Vorhaben war zunächst auch über den Bürgerhaushalt beantragt, wurde aber wieder zurückgezogen und in den regulären Gemeindehaushalt für 2018 aufgenommen. Denn der Schulförderverein gewann damit von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) zweckgebundene Fördermittel für die Gesundheitsförderung in Höhe von 13.500 Euro. Jetzt gehe es nur noch darum, an den Standorten Strom und Wasser bereitzustellen und die Modalitäten für eine Übergabe der Trinkbrunnen an die Gemeinde zu klären. Ziel sei es, die Trinkwasserspender im kommenden Sommer am Netz zu haben, so Röglin.

Von Helge Treichel

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