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Oberhavel Neue Spitze der Bürgerstiftung
Lokales Oberhavel Neue Spitze der Bürgerstiftung
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08:55 16.03.2018
Im neu gewählten Vorstand: Dieter Starke, Angela Pogoda und Verena Schluß (v. l.) mit dem scheidenden Vorstandsvorsitzenden Ronny Schmidt (r.). Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Es musste ohne den neuen Chef gehen. Hans-Joachim Laesicke, Oranienburgs langjähriger Bürgermeister, ist seit Montagabend neuer Vorstandsvorsitzender der „Bürgerstiftung“. Den wollte der ebenso neugewählte Vorstand am Dienstagmittag präsentieren, doch Laesicke ließ sich entschuldigen, lag mit 39 Grad Fieber im Bett.

Am Montag war fünf Jahre nach Gründung der Bürgerstiftung der Vorstand regulär neu gewählt worden. Bisher stand Ronny Schmidt an der Spitze „Ich habe bei der Gründung geholfen, mich mit Herzblut engagiert, aber für mich stand fest, dass ich das Ehrenamt nach fünf Jahren abgebe.“ Das habe er auch seiner Frau versprochen. Ronny Schmidt ist Zehdenicker und dienstlich viel unterwegs, „nur einen Tag in der Woche bin ich in Oranienburg“.

Er bleibt aber weiter in der Stiftung engagiert. Schon, um als Banker der Berliner Volksbank zu schauen, dass das Kapital Zinsen abwirft. „Drei Prozent haben wir leider nicht erreicht, aber 2,71 im vergangen Jahr. Wir haben uns von Anfang an breit aufgestellt, auch in Aktien investiert“, so Schmidt.

Hans-Joachim Laesicke habe nicht überzeugt werden müssen, das Amt zu übernehmen. Die Bürgerstiftung müsse bekannter werden, da sei Laesicke auf jeden Fall der richtig Mann. „Die Idee einer Bürgerstiftung stammt schon aus der Zeit vor der Laga“, so Laesicke vom Krankenbett. Überparteilich und überkonfessionell sollte sie wirken. „Für mich ist jetzt wichtig, dass wir mehr Stifter bekommen. Ideen gibt es viele, was wir unterstützen könnten. Das können wir aber nur, wenn Geld da ist.“ 400 Menschen zögen jedes Jahr in die Stadt. „Gerade die Neuzugezogenen sind hier noch nicht angekommen.“ Ihr Engagement in der Stiftung zu erreichen, sei eine Chance für beide Seiten, so Laesicke.

„Klar bleibt es mein Baby“, sagt Ronny Schmidt gestern, Däumchendrehen werde er deshalb künftig nicht, er will sich zum Beispiel im Karateverein seines Heimatortes stärker engagieren.

„Ich habe mich lange in Vereinen engagiert, jetzt wollte ich mal mitentscheiden, wo Geld hingeht. Das Langfristige hat mich gereizt“, begründete Angela Pogoda ihr Engagement im Vorstand.

„Ich sehe die Stiftung als Dach für die vielen Vereine“, so Verena Schluß und Dieter Starke findet wichtig, „dass in der Stiftung ganz unterschiedliche Menschen langfristig etwas fürs Gemeinwohl tun. Keiner macht damit Karriere.“ Es sei 2013 ein schwerer Start gewesen, „dass es die Stiftung gibt, ist ein Erfolg“.

Und auch Ronny Schmidt setzt auf langfristigen Erfolg: „Die allererste Bürgerstiftung in Cleveland besteht mehr als 100 Jahre und hat Millionen an Kapital. Da kann man was bewegen!“

Die Oranienburger Bürgerstiftung ist am 11. März 2013 im Sitzungssaal des Schlosses gegründet worden.

Das Anfangskapital betrug 63 000 Euro, heute ist das Stiftungskapital auf 100 371 Euro angewachsen. 2017 konnte eine Nettorendite von 2,15 Prozent erzielt werden.

Es gibt insgesamt 88 Stifter. Das 13-köpfige Stiftungskuratorium wird von ihnen gewählt. Das Kuratorium wiederum hat am Montagabend den neuen, vierköpfigen Vorstand bestimmt.

Zu ihm gehören: Verena Schluß, Angela Pogoda, Dieter Starke und als Vorsitzender Hans-Joachim Laesicke.

Seit ihrer Gründung hat die Bürgerstiftung zudem rund 50 000 Euro an Spenden gesammelt, davon sind 25 000 Euro für Vereine und Projekt, wie das der „Kinderträume“ ausgegeben worden.

Von Heike Bergt

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