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Neuer Asphalt für die Marwitzer Straße

Sanierung in Hennigsdorf Neuer Asphalt für die Marwitzer Straße

Planer Alf Kalanke hat am Donnerstag im Bauausschuss die Vorplanung für den Ausbau der Marwitzer Straße präsentiert. Für Radfahrer soll es Schutzstreifen geben, die von den Ausschussmitglieder allerdings heftig kritisiert wurden. Sie seien zu gefährlich, hieß es.

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Auch die Kreuzung Marwitzer Straße / Fontanestraße / Fontanesiedlung soll saniert werden.

Quelle: Foto:Paetzel

Hennigsdorf. Die Marwitzer Straße ist in einem elenden Zustand. Der Asphalt ist marode und zigmal geflickt; Spurrillen verhindern, dass das Regenwasser abfließen kann. Zudem gibt es auf den Kreuzungen viele Unfälle.„Es ist Ziel des Landes, mit möglichst geringem Aufwand die Mängel zu beseitigen“, erklärte Planer Alf Kalanke am Donnerstag im Bauausschuss. Die geplante Sanierung im kommenden Jahr ist Bestandteil des Förderprogramms für Ortsdurchfahrten, damit ist sie vom Land gesichert. Die Stadt trägt ein Viertel der Kosten.

Im Rahmen der Vorplanung wurde für die Kreuzungen Marwitzer Straße /Rigaer Straße / Brandenburgische Straße sowie Marwitzer Straße / Fontanestraße / Fontanesiedlung die Idee von Kreisverkehren verworfen. Unter anderem, weil ihre Genehmigung zu lange dauern und sie Flächen beanspruchen würden. Stattdessen soll es Kreuzungen mit Ampel geben. Vom Abschnitt Höhe Alte Fontanestraße bis zur Kreuzung Marwitzer Straße / Rigaer Straße wird die Fahrbahn auf einer Breite von fünf Metern saniert, auf beiden Seiten wird es einen Schutzstreifen für Radler von je 1,50 Metern geben. Die meisten Bäume, so der Planer, sollen stehen bleiben. Zwischen ihnen soll es etwa 34 Parktaschen geben. Ein 1,50 Meter breiter Gehweg bleibt für Fußgänger.

„Der Radfahrer wird in den Kreuzungsbereichen mit dem Fahrzeugverkehr geführt“, erklärte Kalanke weiter. Für Linksabbiegende Radler ist dann das indirekte Linksabbiegen vorgesehen. Eine Abbiegeform, die in Berlin verbreitet ist: Dabei überqueren Radfahrer rechts neben dem geradeausfahrenden Verkehr die Kreuzung. Anschließend überqueren sie die Straße, aus der sie nach links abbiegen wollen.

Ab der Rigaer Straße stadtauswärts sollen Radler auf dem Gehweg weiterfahren, hier könnte die Beschilderung Gehweg „Radfahrer frei“ zum Einsatz kommen. Beim Ausbau sollen zwei Mittelinseln entstehen, eine westlich der Einmündung Waldstraße, die zweite anstatt des Fußgängerüberweges an der Kreuzung Marwitzer Straße / Waidmannsweg / Friedrich-Wolf-Straße zwischen den Bushaltestellen.

Kritik wurde an den Schutzstreifen laut. An Engstellen müssten Lkw und Busse im Fall der Begegnung auf die Streifen ausweichen. „Der Radfahrer kann dann Dank der Bäume nicht ausweichen, das ist ein hohes Sicherheitsrisiko“, so Ute Hahn (Linke). Auch Horst Brandenburg (Bürgerbündnis) findet die Streifen gefährlich. Straßenbäume seien etwas Wunderschönes, aber im Zweifel müssten sie weichen. „Die Straße ist eine Verkehrsanlage und kein Wald!“ Birgit Tornow-Wendland (CDU) hatte eher ein Problem mit dem indirekten Linksabbiegen, das gebe es ja im Umland nirgendwo. Gerade ältere Menschen könnten damit Probleme haben. „Man müsste ja vorher lernen, wie man über diese Kreuzung kommt“, unkte sie.

Möglichkeiten, die Planung zu ändern, gibt es in dem frühen Stadium durchaus noch. Es gebe dazu noch viel Beratungsbedarf in den Fraktionen, fasste der Ausschussvorsitzende Udo Buchholz (SPD) dann am Ende auch zusammen.

Von Marco Paetzel

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