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Neuer Einsatzleitwagen für die Wehr

Hennigsdorf Neuer Einsatzleitwagen für die Wehr

Einen neuen Einsatzleitwagen hat die Hennigsdorfer Wehr gestern vorgestellt. Das Auto, rund 260 000 Euro teuer, soll bei Einsätzen in Zukunft der Dreh- und Angelpunkt werden. Bis zum Jahr 2021 soll die Flotte der Hennigsdorfer Feuerwehr komplett erneuert sein.

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Feuerwehrmann Frank Mewes im neuen Einsatzleitwagen. Von hier wird alles koordiniert.

Quelle: Foto: Paetzel

Hennigsdorf. Bei der Überschwemmung in Leegebruch war der Einsatzleitwagen schon im Einsatz, er war Dreh- und Angelpunkt für die Hennigsdorfer Wehr. „Es hat alles gut funktioniert, da haben wir ein schönes Fahrzeug bekommen“, sagt Hennigsdorfs Stadtbrandmeister Frank Dobratz. Gestern hatte seine Wehr zum Pressetermin geladen und das frisch polierte Fahrzeug der Marke GSF, Kostenpunkt: 260 000 Euro, auf den Innenhof gefahren.

Im vorderen Teil hinter der Fahrerkabine gibt es einen Arbeitsplatz für zwei Feuerwehrleute, sie schauen auf drei Monitore und Kontrollelemente. Es gibt Internet, zwei Telefonverbindungen und sechs Digitalfunkverbindungen. Hier werden die Einsätze koordiniert und protokolliert, via Beamer können alle Daten auf eine Leinwand im hinteren Teil des Fahrzeugs geworfen werden. Hier befindet sich der Besprechungsraum mit Bänken und Tischen. „Dort könnten dann etwa auch Vertreter von Technischem Hilfswerk oder Polizei mit uns gemeinsam beraten“, erklärt Frank Dobratz. Im alten Einsatzleitwagen, der schon 20 Jahre auf dem Buckel hat, gab es keine räumliche Trennung, von daher sei es manchmal sehr laut im Auto geworden. Das neue Fahrzeug sei technisch viel moderner und mache die Einsätze angenehmer. Ob der ausrangierte Vorgänger verkauft wird oder an die Wehr der polnischen Partnerstadt Sroda Wielkopolska geht, müsse man im Rathaus noch entscheiden, erklärte Bürgermeister Andreas Schulz. Jedes Jahr tauscht die Verwaltung Fahrzeuge der Wehr aus, bis 2021 soll die Flotte dann komplett erneuert sein. Im nächsten Jahr sind die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs und eines Logistik-Gerätewagens – etwa für Schläuche, Atemmasken oder Sandsäcke – geplant. Die Autos kosten jeweils zwischen 200 000 und 300 000 Euro.

Positiv hat sich die Mitgliederzahl der Wehr entwickelt,es gibt mit 67 Aktiven so viele wie nie nach der Wende. Noch vor zwei Jahren waren es nur 50 Feuerwehrleute. Verantwortlich dürfte vor allem die Imagekampagne sein, mit der die Hennigsdorfer Feuerwehr im Internet, auf ihren Autos oder an Bushaltestellen für sich wirbt. Die Kampagne, die vor etwa zwei Jahren begann, soll in auch in Zukunft fortgesetzt werden. Demnächst wird sie wieder etwas aufgefrischt.

Von Marco Paetzel

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