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Neuer Vertreter für die Behinderten im Ort

Oberkrämer Neuer Vertreter für die Behinderten im Ort

Bernd Ostwald (64) aus Schwante ist der neue Behindertenbeauftragte für Oberkrämer. Seit 1996 lebt er in der Gemeinde, seit Anfang März ist er Rentner. Er möchte behinderte Menschen unterstützen und sich für ihre Belange einsetzen. Ein wichtiger Punkt: Barrierefreiheit.

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Bernd Ostwald lebt seit 1996 in Schwante, seit Anfang März ist er Rentner.

Quelle: Robert Tiesler

Oberkrämer. Genaue Zahlen darüber, wie viele Menschen in Oberkrämer eine Behinderung haben, gibt es nicht. Es gibt nur Schätzungen, und die liegen bei 25 Prozent. Das klingt viel. „Aber es kommt auch darauf an, wie stark die Behinderung ist“, sagt Bernd Ostwald. „Es gibt auch Leute mit kleinen Behinderungen, die eigentlich noch ganz gut damit klarkommen.“

Der 64-Jährige aus Schwante wird sich in Zukunft näher damit befassen, denn er ist der neue ehrenamtliche Behindertenbeauftragte für Oberkrämer. „Ich selbst habe nur eine leichte Diabetes und den üblichen Bluthochdruck, aber ich habe Erfahrungen durch meinen Vater, der hatte ein Kriegsleiden, er war zu 80 Prozent behindert.“ Es sei auch immer gut, Probleme aus der Sicht von nicht-behinderten Menschen betrachten zu können. „Allerdings muss ich auch noch einiges an Wissen aufbauen“, gibt er zu. Das will er in den nächsten Wochen und Monaten tun.

Bernd Ostwald, der auch stark für die CDU in der Kommunalpolitik in Oberkrämer sowie in der Kirchengemeinde in Schwante-Vehlefanz aktiv ist, möchte sich nun auch für diese Belange einsetzen. „Ich sehe mich da als Kümmerer. Für Menschen da zu sein gehört zu meinem christlichen Weltbild“, sagt er.

Geboren im thüringischen Artern, aufgewachsen in Oberhausen, zog es ihn später nach Berlin und 1996 nach Schwante. Er ist seit 32 Jahren verheiratet und arbeitete zuletzt als Handels- und Industrievertreter für Elektrotechnik und Consulting. Seit Anfang März ist er Rentner. „Aber ich kann jetzt nicht nur acht Stunden am Tag Gartenarbeit machen und Zeitung lesen, ich möchte weiter öffentlich sinnvoll tätig sein“, sagt Bernd Ostwald.

An ihn können sich nun behinderte Menschen wenden, die zum Beispiel Hilfe brauchen bei speziellen Problemen oder Anträgen. Ein wichtiges Thema ist in diesem Zusammenhang die Barrierefreiheit. „Die Gemeinde Oberkrämer besitzt etwa 110 Wohnungen, und wir hatten beschlossen, dass, wenn eine Wohnung frei wird, sie dann zumindest senioren- oder sogar behindertengerecht zu sanieren.“Auch beim Straßen- und Wegebau werde er verstärkt darauf achten, dass sich die Schwierigkeiten für Geh- oder Sehbehinderte in Grenzen halten.

„Es ist ja so, dass, wenn wir unsere Umwelt seniorengerecht gestalten, dann ist die weitgehend auch behindertengerecht.“ So möchte er auch von den Menschen in Oberkrämer wissen, ob die Flächen rund um das Schwantener Ärztehaus oder am dortigen Bahnhof so begehbar sind, dass alles reibungslos funktioniert. Auch möchte sich Bernd Ostwald mit den Seniorenbeauftragten aus den einzelnen Ortsteilen treffen, um mit ihnen eventuelle Probleme zu erörtern.

Wer Kontakt aufnehmen will, kann das über die Verwaltung tun. Martina Wellnitz ist unter 03304/39 32 38 zu erreichen, sie stellt dann den Kontakt zu Bernd Ostwald her.

Von Robert Tiesler

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