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Neues Gesundheitszentrum ist eingeweiht

Schwante Neues Gesundheitszentrum ist eingeweiht

vom Schandfleck zum Leuchtturm: Dort, wo am Kreisverkehr in Schwante einst die Ruine „Zum Nussbaum“, eine alte Gaststätte, stand, ist am Sonnabend das neue Gesundheitszentrum eingeweiht worden. Darin befinden sich unter anderem eine Arztpraxis und eine Apotheke.

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Prost (v.l.): Mediziner Ulrich Schwantes, Bauunternehmer Jesus Comesaña und Peter Matschke, der stellvertretende Bürgermeister.

Quelle: Robert Tiesler

Schwante. Wo am Kreisel in Schwante vor einem Jahr noch die runtergekommene Gaststätten-Ruine stand, ist am Sonnabend das neue Gesundheitszentrum eingeweiht worden.

Darin befinden sich eine große Arztpraxis, eine Apotheke, eine Physiotherapie, der ambulante Pflegedienst und eine Präventionspraxis. Etwa 1,4 Millionen Euro sind dort investiert worden, sagte der Mediziner Ulrich Schwantes am Sonnabend. Er zog mit seinem Team aus der alten Praxis in der Dorfstraße in das neue Haus. „Es ist schön geworden und angenehm, nun in den luftigen Räumen zu arbeiten“, ergänzte er.

Zur Einweihung kamen viele Gäste

Zur Einweihung kamen viele Gäste.

Quelle: Robert Tiesler

„Dieses Haus ist außergewöhnlich“, sagte der Bauunternehmer Jesus Comesaña. Viele Menschen hätten dort gemeinsam was auf die Beine gestellt. 2013 ist das Objekt erworben worden. Für das neue Haus gab es Pläne, die wurden dann mehrfach verändert. Zwischendurch habe es noch ein Problem mit den Schwalben an der alten Gaststätten-Fassade gegeben – aber man habe sich einigen können. Im Dezember 2015 begann der Abriss der „Nussbaum“-Ruine.

„Keine drei Jahre haben wir gebraucht“, sagte Jesus Comesaña. „Das hätte schneller gehen können, aber manchmal braucht es seine Zeit.“ Er sei zunächst skeptisch gewesen, erzählte er. Aus reiner Höflichkeit habe er ein Gespräch in der Verwaltung geführt. Als aber klar wurde, dass da schon viele potenzielle Nutzer dahinterstehen, ging er das Projekt an. „Sie haben mich überzeugt.“ Dazu gehörten der Mediziner Ulrich Schwantes, aber auch Maximilian Krüger, der Chef des Ambulantes Pflegedienstes.

Prost

Prost!

Quelle: Robert Tiesler

Der stellvertretende Bürgermeister Peter Matschke brachte es auf den Punkt: „Vom Schandfleck zum Leuchtturm“ habe sich das Gelände gewandelt. Entstanden sei ein modernes Dienstleistungszentrum. Er dankte den Bauleuten, dass sie trotz aller Hindernisse durchgehalten haben. Das Projekt sei nicht nur für Oberkrämer einzigartig, es sei auch beispielhaft für die ganze Region.

„Der Weg dorthin war kein leichter“, berichtete auch Peter Matschke. „Zu oft musste der Zeitplan angepasst werden. Es wurden Probleme gesucht und schaffen.“ Das sei auf Kosten der Bauzeit, des Investors und der Mieter gegangen. So habe sich der Abriss der Ruine verzögert, weil erst ein Artenschutzgutachten vorgelegt werden musste.

Das neue Gesundheitszentrum

Das neue Gesundheitszentrum.

Quelle: Robert Tiesler

„Ich bin glücklich, dass wir so weit gekommen sind“, sagte der Mediziner Ulrich Schwantes. Seit 2003 betrieb er die Praxis in der Dorfstraße, und schnell sei klar gewesen, dass sie zu klein wird. Eigentlich sollte das Gesundheitszentrum ein Gemeindeprojekt sein – das ist aber aus verschiedenen Gründen verworfen worden.

In Vehlefanz ist stattdessen das altersgerechte Wohnheim mit Arztpraxis und Tagespflege gebaut worden. „Dort ist auch was Wunderbares entstanden“, sagt Ulrich Schwantes. „Aber wir haben auch nicht locker gelassen und miteinander gerungen.“ Er ist Maximilian Krüger sehr dankbar, dass er dazu gestoßen sei, aber auch der Physiotherapeutin Beate Pleger.

Die Praxen sind am Sonnabend schon unter die Lupe genommen worden

Die Praxen sind am Sonnabend schon unter die Lupe genommen worden.

Quelle: Robert Tiesler

Was aus der alten Praxis wird, ist momentan noch nicht klar. Entweder werden die Räume neu vermietet oder in Wohnraum umgewandelt. Am Sonnabend aber ist erst mal gefeiert worden. Die Gäste konnten sich in dem Haus mit einer 700 Quadratmeter großen vermieteten Fläche umschauen.

Von Robert Tiesler

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