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Oberhavel Neues Paradies für Angler in Vehlefanz
Lokales Oberhavel Neues Paradies für Angler in Vehlefanz
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14:23 29.05.2017
Vom Klotz in Schwante ins Schmuckstück nach Vehlefanz (v.l.): Uwe Rekittke, Herbert Tank und Helmut Wicke sind zufrieden. Quelle: FOTOS: Sebastian Morgner
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Vehlefanz

In der Mitte der riesigen Halle stehen die Angelrouten fein säuberlich aufgestellt. Links davon blinken die Angelposen. Auf der rechten Seite gibt es Angelhaken. Es ist schwer, die Übersicht zu behalten. Die Wand ist voll bestückt. An jenem Mittwoch ist der Laden gut besucht. Herrentag steht vor der Tür. Ein Tag, an dem die Väter gern mal den Angelhocker ausklappen und für ein paar Stunden die Ruhe am See genießen.

Wie auch Joachim Pudlitzke. Der Leegebrucher steht am Regal mit Fischfutter. „Ich werde am Leegebrucher See angeln gehen und suche Futter zum Anfüttern. Noch habe ich aber nichts richtiges gefunden“, so der 52-Jährige, der 20 bis 30-mal im Jahr die Angelroute ausklappt und gern auf Karpfen, Hecht und Zander geht. „Ich esse für mein Leben gern Fisch. Seit 20 Jahren bin ich nun schon dabei.“ Mit Mais wird er versuchen, die Karpfen anzulocken. Auch Herbert Tank ist Stammkunde bei „Fisherman’s Partner“. Der Angelshop hat seit letzte Woche eine neue Heimstätte. Nach 21 Jahren ist die Firma vom Klotz in Schwante in den Palast nach Vehlefanz gezogen. Herbert Tank, der auch ein guter Freund von Geschäftsführer Uwe Rekittke ist, hilft in diesen Tagen, den Laden einzurichten. „Ich komme gern her“, sagt der 55-jährige Tank, der an der Müritz groß geworden ist und vor einigen Jahren nach Canada und später nach Thailand ausgewandert ist.

Uwe Rekittke braucht in diesen Tagen jede helfende Hand. Seit Februar 1996 ist der gebürtige Berliner bei Fisherman’s Partner dabei. Die Anfänge im Gebäude in Schwante hat er miterlebt. „Wir hatten zu Beginn 600 Quadratmeter Verkaufsfläche“, erinnert er sich. „1997 haben wir dann ausgebaut. Das Obergeschoss mit 370 Quadratmetern kam dazu.“ Doch nun der Auszug. Das Gebäude sei marode, die Miete nicht mehr machbar. „Wir haben jetzt hier in Oberkrämer ein hochmodernes Gebäude und bieten auf fast 800 Quadratmetern alles rund ums Angeln an“, beschreibt Uwe Rekittke, der lange in Potsdam lebte und seit vier Jahren mit Ehefrau Grit (52) in Vehlefanz wohnt, wo ihn Sohn Finn (31) ihn oft besucht. „Ich habe derzeit fünf Mitarbeiter.“

Einer von ihnen ist Helmut Wicke. „Der Umzug wird sich positiv auswirken. Schon allein wegen der besseren Anbindung“, so Wicke. „Autobahn und Tankstelle - die Lage ist besser als in Schwante. Zudem ist der Laden viel schöner gestaltet.“

Das findet auch Uwe Rekittke. Er liebt das Angeln und isst gern Fisch. „Sehr, sehr gerne. Ich war im vergangenen Jahr 108-mal angeln. Davor 105-mal- Mir geht es nicht um die Größe der Fische, die ich fange“, erzählt. Uwe Rekittke, der es nicht gut findet, wenn sich Angler mit ihren Fängen brüsten. „Ja, ich habe auch schon große Hechte, Zander oder Barsche gefangen. Ich finde es aber nicht toll, wenn Leute angeln, um am Ende ein Foto mit einem 30-Pfund-Karpfen zu machen. Viele wissen doch gar nicht, wie wunderbar man den Fisch zu bereiten kann. Für mich zählt beim Angeln die Erholung. Die Ruhe.“ Im vergangenen Jahr hatte er es sogar geschafft, eine neue Fischart zu fangen. „Die Schwarzmund-Grundel“, erzählt er stolz. „Die hatte nur ein Maß von 16,5 Zentimeter. Mich hatte der Ehrgeiz gepackt, diesen eingeschleppten Fisch zu fangen. Dreimal ist mir das gelungen. Und ich habe den Fisch auch gegessen. Sehr lecker.“ Der Schreibtisch von Uwe Rekittke ist noch nicht eingerichtet. Das Schild an der Tür seines Büros fehlt noch. Provisorisch ist ein Klebeband angebracht mit der Aufschrift: „Büro Chef.“

Davon bekommt Joachim Pudlitzke nichts mit. Der Leegebrucher hat am Ende noch das richtige Futter gefunden. Er wird jetzt öfter nach Vehlefanz fahren, um sich Angel-Zubehör zu kaufen. Vielleicht soll es beim nächsten mal eine der fein säuberlich aufgestellten Angelrouten sein.

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Von Sebastian Morgner

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