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Oberhavel 73-Jähriger von Modellhubschrauber getötet
Lokales Oberhavel 73-Jähriger von Modellhubschrauber getötet
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13:44 03.06.2014
Anthony F. war ein erfahrener Modellflieger. Quelle: MAZ Archiv
Liebenwalde

Der 73-jährige Modellhubschrauberpilot Anthony F. erlitt am Sonntagnachmittag auf dem Modellflugplatz an der Eismeerstraße in Neuholland bei einem tragischen Unfall tödliche Verletzungen. Beim Startmanöver verlor der US-Bürger vermutlich die Kontrolle über das Fluggerät. „Der Grund dafür ist noch ungeklärt“, sagte Polizeisprecher Toralf Reinhard.

Der Hauptrotor mit einem Durchmesser von rund 1,55 Metern traf den Kopf des Militärveteranen, der daraufhin mit schwersten Verletzungen zusammenbrach. Seine deutsche Frau, mit der zusammen er in Menz wohnte, wurde Zeugin des Geschehens. Außer dem Ehepaar befanden sich zwei weitere Modellpiloten und ein weiteres Klubmitglied auf dem Gelände, die sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiteten und den Rettungsdienst alarmierten. Ein Rettungswagen, ein Notarzt und ein Rettungshubschrauber kamen daraufhin zum Einsatz.

„Hinweise auf ein Fremdeinwirken liegen nicht vor“, sagte der Polizeisprecher. Die Leiche und der Hubschrauber seien beschlagnahmt, die Botschaft der USA informiert worden. Die Kripo Oberhavel habe ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

Der US-Bürger, der vor seiner Pensionierung in der Eifel stationiert war, habe als erfahrener Modellpilot gegolten, sagte Tom Wellmann, Pressesprecher des Deutschen Modellfliegerverbandes (DMFV). Als Gastpilot habe er bereits häufiger sein Modell auf der Wiese bei Neuholland gesteuert. Der Modellflugclub Neuholland benutzt das Privatgelände bereits seit mehreren Jahren für Fluggeräte bis zu fünf Kilogramm. Der elektrisch betriebene Hubschrauber vom Typ „Logo 600 SE“, der am Unfall beteiligt war, wiegt zirka vier Kilogramm und hat eine Rumpflänge von 1,3 Metern.

Das Modell

Der Hubschrauber LOGO 600 SE. Quelle: Hersteller

Der Hubschrauber LOGO 600 SE ist eine Spezialversion mit verlängerten Heck aus der LOGO-Reihe. Das ermöglicht den Einsatz von größeren, fast 70 Zentimetern langen Rotorblättern.
Die Rotorblätter drehen sich mit bis zu 2000 Umdrehungen pro Minute und besitzen eine entsprechend hohe Bewegungsenergie.
Dieses Modell ist je nach Ausstattung für 600 bis 1300 Euro im Versandhandel erhältlich.

Als Gastpiloten seien nur Personen zugelassen, die eine Modellflugversicherung besitzen. Diese habe der Verunglückte als Mitglied des Deutschen Aero Clubs vorweisen können, sagte Tom Wellmann. Jeder Helikopterpilot werde überdies von Anfang an mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut gemacht. Dazu zähle, dass der Sicherheitsabstand zu Personen und zum Piloten selbst mindestens fünf bis zehn Meter betragen muss.

Die Wahrscheinlichkeit für einen technischen Defekt hält der DMFV-Sprecher für „sehr gering“, da es sich um ein bewährtes Modell mit hohem Sicherheitsstandard handele. Ein potenzielles Risiko bestehe allerdings durch die hohe Bewegungsenergie insbesondere in den Rotorblättern. „Das ist meines Wissens der einzige Unfall mit Modellfluggeräten in Deutschland mit tödlichem Ausgang“, so der 55-Jährige, der in seiner Freizeit selbst Minihelikopter steuert. Er könne sich den Unfall nur durch eine „Verkettung unglücklicher Umstände“ erklären.

Von Helge Treichel

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