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Oberhavel „Nicht jeder muss jeden Fisch vor der eigenen Haustür haben“
Lokales Oberhavel „Nicht jeder muss jeden Fisch vor der eigenen Haustür haben“
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00:30 21.03.2018
Olaf Wusterbarth (r.) dankt Andreas Pompetzki von der Wasserschutzpolizei für die gute Zusammenarbeit. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Dass die Angler ein geduldiges Völkchen sind, beweisen sie jedes Mal, wenn sie mit der Angel in der Hand am Ufer oder auf dem Boot sitzen und auf ihren nächsten Fang warten. Am Sonnabend mussten die 100 Delegierten für den 28. Verbandstag des Kreisanglerverbandes drei Stunden lang ausharren. Kein Problem. Unter den Gästen weilte die Doppelspitze des Landesanglerverbandes Brandenburg, Gunter Fritsch und Klaus Piesker. „Das ehrt uns. Seit langem war niemand zu unserem Verbandstag – und jetzt gleich zwei“, freute sich der Vorsitzende des Kreisverbandes, Olaf Wusterbarth. Gunter Fritsch streifte einige Themen, die den Anglern unter den Nägeln brennen. Einen Appell richtete er an die Naturschützer, die es den Anglern schwer machten, ihrer Aufgabe – der Hege und Pflege von Gewässern – nachzukommen, da sie bestimmte Gewässer nicht einmal mit dem elektromotorbetriebenen Booten befahren dürften. „Wir wollen gleichgestellt werden mit den Fischern“, sagt Fritsch. Er verlor einige Sätze zur Bestandsregulierung: „Wir brauchen einen ausgewogenen Bestand, der den Gewässern entsprechen muss. Nicht jeder muss jeden Fisch vor der eigenen Haustür finden.“ Denn nicht jeder Fisch finde in jedem Gewässer die idealen Bedingungen vor.

100 Delegierte folgten der Einladung nach Oranienburg in den Takeda-Saal

Besatz von Fischen muss nicht überall erhöht werden

Das Thema Bestandsregulierung wies auch Parallelen zum Vortrag von Klaus Piesker auf: Bewirtschaftung von Seen. Ein Besatz von Fischen müsse zum Beispiel nicht erhöht werde, wenn gar nicht genug Nahrung vorhanden sei. Bei Fischen, die sich nicht allein fortpflanzten, müsse nachgeholfen werden. Jährlich würden 100 Tonnen Karpfen in Brandenburger Gewässer eingesetzt, das seien 20 Stück pro Hektar. Auch Aalbesatz müsse gemacht werden (Glasaale und Farmaale). Im Bereich des Kreisanglerverbandes Oberhavel (die gesamt Südregion) sieht das so aus. „Die Maßnahmen zur Bestandserhaltung des Aals sind bei uns erfolgreich. Elektrofänge belegen das“, sagte Olaf Wusterbarth in seinem Bericht. Problematisch sei der Fraßdruck der Kormorane, insbesondere im Oranienburger und Ruppiner Kanal. Die Naturschützer interessiere leider nur das, was sich oberhalb der Wasserfläche abspiele.

Mitgliederzahl wächst

Der Kreisanglerverband wächst und wächst. Die Mitgliederzahl steigt und liegt derzeit bei über 5500. In Kremmen schlossen sich jetzt mit dem AV Seerose und dem AV Kremmener See zwei Vereine zusammen. Der Leiter der Wasserschutzpolizei, Andreas Pompetzki, informierte über die Arbeit seiner Kollegen. Diebstähle seien nach wie vor zu verzeichnen. „Aber es gibt im Bereich Oranienburg gute Chancen, erwischt zu werden. Der Einbruchsdiebstahl ging zurück. Aufgrund von Einsparungen beim Personal seien flächendeckende Kontrollen nicht machbar, manche Boote seien gar nicht besetzt.

Thomas Gruhn vom Bewirtschaftungskollektiv, Manuela Kiepfer (Mühlenbecker AV), Kai Richter (Fischereibehörde), Andreas Pompetzki (Wasserschutzpolizei), Michael Fehlow (AV Ukelei Sachsenhausen), Bernd Kultau (AV Kremmener See) und Olaf Wusterbarth (seit 1982 im Kreisvorstand) wurden mit Ehrungen bedacht.

Von Stefan Blumberg

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