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Nichtstun ist nicht ihr Ding

Ehrung vom Seniorenrat: Edda Schönberg engagiert sich in Vehlefanz Nichtstun ist nicht ihr Ding

Der Seniorenrat des Landes Brandenburg hat Edda Schönberg aus Vehlefanz ausgezeichnet. Die 76-Jährige engagiert sich für den örtlichen Heimatverein, für die Senioren, die Grundschüler und die Oberkrämer-Partnerschaft mit Kotun in Polen. Sie hilft gern und wo sie kann, sagt sie.

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Edda Schönberg in ihrem bunten Garten.

Quelle: FOTO: Robert Tiesler

Vehlefanz. Als Edda Schönberg vor nicht ganz 20 Jahren in Rente ging, da war für sie klar: Das kann noch nicht alles gewesen sein. Und das ist es bei ihr auch nicht. Der Seniorenrat des Landes Brandenburg hat sie kürzlich in Eberswalde für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet (MAZ berichtete). In der Tat ist es so, dass die 76-Jährige in Vehlefanz überall da ist, wo sie gebraucht wird.

„Hauptsächlich bei Veranstaltungen“, erzählt sie. Als in der vergangenen Woche in der Sporthalle die Seniorenwoche eröffnet worden ist, war Edda Schönberg schon lange vorher vor Ort. Wie sollen die Tische stehen? Wann wird womit eingedeckt? Vor allem bei den Veranstaltungen des Heimatvereins und der Senioren macht sie mit. „Es macht mir Spaß, zu organisieren“, sagt sie. Selbst wenn es viel Zeit in Anspruch nehme und es manchmal auch stressig zugehe. Edda Schönberg lächelt das weg.

Angefangen hat alles 1996 mit einem Kaffeenachmittag, bei dem sie eigentlich nur als Gast war. „Aber ich konnte mich da nicht nur einfach hinsetzen“, erinnert sie sich. „Habe ich da am Ende gleich geholfen, ab- und aufzuräumen.“

Auch Karl-Heinz Grollmisch vom Oberhavel-Seniorenbeirat ist begeistert: „Edda Schönberg trägt sehr viel bei zu einem kollegialen Miteinander und einer guten Dorfgemeinschaft.“ Er zählt auch auf, wo die Vehlefanzerin noch überall hilft: bei den Projekttagen in der Grundschule, sie koordiniert die Ausflüge der Senioren und kümmert sich um die Verbindungen zur polnischen Partnergemeinde Kotun. Auch bei den Aktivitäten rund um die Mühle in Vehlefanz ist sie dabei.

„Ja, das ist schon ein Lebensinhalt“, sagt sie. Zeit für andere Hobbys bleibt aber immerhin auch noch. „Mein Garten und die Blumen“, sagt Edda Schönberg mit einem Blick auf die bunte Pracht vor ihrer Terrassentür. Auch das Reisen mit ihrem Mann Helmut steht hoch im Kurs.

Schon ihr ganzes Leben lang wohnt Edda Schönberg in Vehlefanz. Acht Jahre ging sie in die Schule, die gerade zum altersgerechten Wohnheim umgebaut wird. Sie absolvierte ein Studium zur Agraringenieur-Ökonomin und arbeitete dann in der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft. Nach der Wende war sie Verkaufsstellenleiterin in einem Hohen Neuendorfer Baustoffhandel.

„Zu Hause sitzen war danach nicht mein Ding“, sagt sie. „Und im Moment fällt mir das alles auch noch nicht schwer.“ Sie bleibt also weiter am Ball – und das mit viel Freude.

Von Robert Tiesler

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