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Oberhavel Nick Pötter gewinnt fünften Poetry Slam
Lokales Oberhavel Nick Pötter gewinnt fünften Poetry Slam
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18:08 28.02.2018
„Jedes Wort zählt" auf der Borgsdorfer Bühne: Lucas Schemenz, Gewinner Nick Pötter und Fabian Lindemann (v.l.). Quelle: Jacob Warneke
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Borgsdorf

Nick Pötter ist der Sieger der fünften Ausgabe der Poetry-Slam-Show „Jedes Wort zählt!“. Der 24-jährige Berliner konnte sich am Freitagabend auf der Bühne im „Weißen Hirsch“ in Borgsdorf gegen sieben weitere Wortpoeten durchsetzen.

Der Poetry Slam funktioniert so: Acht Kandidaten stellen ihre selbst geschriebenen Texte vor, sie dürfen keine Hilfsmittel verwenden. Am Ende ihres Vortrages darf das Borgsdorfer Publikum mit Hilfe einer Smartphone-App zwischen einem und zehn Punkte vergeben. Die vier Kandidaten mit dem höchsten Punktedurchschnitt kommen ins Finale, in dem sie einen weiteren Text vorstellten.

„Ich habe eine Figur erschaffen, und ich will die Geschichte dieser Figur erzählen“, sagte Nick Pötter zu Beginn seines Vortrages im Finale. Er erzählte eine Lebensgeschichte, ohne aber die Figur, um die es geht, selbst zu nennen. Die Geschichte wurde stattdessen aus der Sicht anderer Menschen erzählt – immer sprechen andere zu dieser Figur. Und meckern das Kleinkind voll, weil das Essen oben wieder raus kommt. Oder mosern mit dem eingeschulten Kind, weil es zu viele Süßigkeiten isst – ein ganzes Leben in fünf Minuten. Das hat dem Publikum am Freitagabend am besten gefallen.

Die Zweitplatzierte, Jessy James LaFleur, machte aus dem Elternzitat „So lange du die Füße unter meinen Tisch stellst ...“ eine ganze Geschichte und schob hinterher, dass es ja da draußen so verdammt viele Tische gebe, bei denen es lohne, dort die Füße drunter abzustellen.

Es war sehr eng zwischen Jessy und Nick: Die Durchschnittspunktzahl lag bei der Zweiten bei 9,03, der Sieger lag bei 9,06 Punkten. „Ich freue mich, dass es hier funktioniert hat“, sagte Nick Pötter, als sein Sieg feststand. Seit sechs Jahren ist er Poetry Slamer und nimmt an etwa 100 Veranstaltungen im Jahr teil, wie er danach erzählte. „Das hier ist sehr anders“, sagte er zu der Frage, wie er die Show in Borgsdorf findet. „Das hier wird mit viel Liebe und Herz gemacht.“

Das sieht das Publikum offenbar ähnlich: „Das ist sehr gut“, sagte Sabine Warneke aus Bergfelde. „Ich finde es toll, zu sehen, was junge Leute auf die Beine stellen und wie sie einen überraschen.“ Sie war mit der Familie das zweite mal dabei und werde sicherlich wiederkommen, wie sie weiter erzählte.

Moderiert wird „Jedes Wort zählt!“ von Fabian Lindemann und Lucas Schemenz. Letzterer ist selbst ein Poet. Er ist es auch, der dafür zuständig ist, die Kandidaten nach Borgsdorf zu holen. Das sei auch mal Überzeugungsarbeit, der Weg von Berlin raus sei für viele immer noch weit. „Aber ich bin mit vielen gut befreundet“, erzählte Lucas Schemenz.

Etwa 100 Gäste waren am Freitagabend im „Weißen Hirsch“. Die nächste Show, organisiert vom Hohen Neuendorfer Hyperion-Kulturverein ist voraussichtlich im März. Die vielen Helfer sorgten nach dem Ende der Show auch in einer rasanten Geschwindigkeit dafür, dass die Stühle im Saal weggeräumt und die Technik wieder abgebaut worden ist.

Von Robert Tiesler

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