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Oberhavel Nicks kleines Herz hat wenig Kraft
Lokales Oberhavel Nicks kleines Herz hat wenig Kraft
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18:26 09.03.2018
Der 13-jährige Nick (M.) im Kreise seiner Familie. Vater Nino (kleines Foto) weiß, dass schwere Wochen bevor stehen. Quelle: FOTO: privat
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Hohen Neuendorf

„Weihnachten sitzen wir gemeinsam um den Baum und holen Weihnachten 2017 nach. Das verspreche ich“, sagt Nick, der an Leukämie erkrankt ist – an einer besonders schweren Form. Die Augen von Mutter Stefanie und Vater Nino leuchten. Sie bewundern jeden Tag den Mut ihres 13-jährigen Sohnes. Nick ist todkrank und hat bereits drei schwere Chemoblöcke hinter sich.

„Uns ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen“

Am Mittwoch hatten die Eltern die erlösende Nachricht erhalten: Es wurde der genetische Zwilling für ihren Sohn gefunden. Einer Stammzellen-Transplantation steht nun nichts mehr im Wege. „Uns ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen“, erzählt Vater Nino im MAZ-Interview. Als die Ärztin der Familie präsentierte, dass ein Stammzellenspender gefunden sei, habe man in den Augen von Nick gesehen, wie glücklich er ist. Ansonsten spricht Nick kaum über seine Krankheit und die Schmerzen. „Er redet mit uns kein Wort darüber. Das macht er alles mit sich allein aus.“

Sein kleines Herz hat nur noch wenig Kraft. Und auch seine Lunge habe was abbekommen. „Das ist aber alles reparabel“, erklärt der 48-jährige Vater. „Nach dem ersten und dem dritten Chemoblock war es schlimm.“ Lungenentzündung, Blutvergiftung und Wasser in der Lunge – Nick ging es nicht gut. Auf der Intensivstation musste der Dribbelkönig, der bei Blau-Weiß Hohen Neuendorf Fußball spielt, beatmet werden.

Nick geht jeden Tag an seine Grenzen

„Er wurde dauerüberwacht. Nicht einfach für uns alle.“ Der Vater ist deshalb auch froh, dass Nick der vierte Chemo-Block erspart bleibt. „Er hat sehr gelitten. Es waren schwere Wochen.“ Doch Nick kämpft. Jeden Tag geht er an seine Grenzen, um das Unmögliche zu schaffen.

Nun der Hoffnungsschimmer. „Schon am Montag geht es zu einem vorbereitenden Gespräch ins Virchow.“ Dann werde die Familie auf die Transplantation eingeschworen. In vier bis sechs Wochen könne der Austausch starten. „Nick ist zurzeit zu Hause und muss alle drei Tage zur Kontrolle“, sagt Vater Nino. „Er wird ambulant behandelt. Mit Chemo-Spritzen.“

Familie und Freunde geben Nick Kraft

Die Familie will keinerlei Risiko eingehen. „Wir sollen raus gehen und Spaziergänge machen. Doch öffentliche Gebäude sollen wir meiden. Auch Freunde dürfen wir empfangen. Darauf freut sich Nick enorm.“ In den nächsten zwei,drei Tagen wird es aber keinen Besuch geben. „Nick ist noch zu schwach. Er braucht nun Ruhe.“ Oft sitzt der Stürmer in seinem Zimmer und zockt an der Playstation. Über das Internet spricht er mit den Kumpels. „Das tut ihm gut. Allein die Stimmen zu hören, ist wie Medizin für ihn.“

Auch, dass die Familie und Freunde immer für ihn da ist, stärkt den Jungen ungemein. „Wir möchten uns bei allen von Herzen bedanken. Es ist unglaublich, wie viele Menschen gerade für uns da sind und uns unterstützen“, so Nino. Alle wünschen sich, dass Nick wieder gesund wird und bald wieder Tore schießt – und davon Weihnachten stolz berichtet.

Von Sebastian Morgner

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