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Nikolaikirche im Zentrum der 800-Jahr-Feier

Kremmen Nikolaikirche im Zentrum der 800-Jahr-Feier

Die Kremmener 800-Jahr-Feier ist am Sonnabendabend und am Sonntagvormittag in der Nikolaikirche fortgesetzt worden. Am Abend gab es ein faszinierendes Konzert mit Orgel und Dudelsack. Zum großen Festgottesdienst am Sonntag kam auch Manfred Stolpe. Und an die Kremmener Politik ist ein Wunsch geäußert worden.

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Stoßen auf Kremmen an (v.l.): Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke, Manfred Stolpe, Birgit Neumann-Hannebauer, Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse,Pfarrer Thomas Triebler und Jacek Świrski, Bürgermeister der polnischen Partnergemeinde Suchozebry.

Quelle: Robert Roeske

Kremmen. Mit einem großen Festgottesdienst ist am Sonntagvormittag die 800-Jahr-Feier in Kremmen fortgesetzt worden. Zu Gast waren dort auch der ehemalige Ministerpräsident Manfred Stolpe und Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (beide SPD), der kürzlich in seiner Stadt ebenfalls das 800. Jubiläum gefeiert hatte. Auch Vertreter von Kremmens Partnergemeinde Suchozebry kamen zur Feier.

Pfarrer Thomas Triebler erinnerte an Kremmens wechselvolle Geschichte mit Leid und Entbehrungen, „die die Menschen aus Kremmen durch die Zeit erlebten.“ Sie hätten hart arbeiten gemusst, „und trotzdem reichte das Geld oft nicht aus“, so Triebler weiter. Der Wohlstand sei oft ungerecht verteilt gewesen. Immer wieder habe es große Brände gegeben, und immer wieder mussten die Kremmener ganz von vorn beginnen.

Pfarrer Thomas Triebler erteilt den Segen

Pfarrer Thomas Triebler erteilt den Segen.

Quelle: Robert Roeske

Manfred Stolpe gratulierte ganz herzlich zum 800.Jahrestag der Ersterwähnung Kremmens. „Ich freue mich, gemeinsam mit Ihnen dieses Datum zu nutzen, um auf Kremmen aufmerksam zu machen“, sagte er am Sonntagvormittag in der voll besetzten Nikolaikirche. Stolpe würdigte den Großen Kurfürsten, der nach dem Dreißigjährigen Krieg die Idee hatte, neue Leute ins Land zu holen. Er erließ ein Toleranzedikt, das habe er mühsam durchsetzen müssen, so Stolpe weiter. Flüchtlinge unter anderem aus Frankreich seien gekommen, das Land sei wieder aufgeblüht.

Manfred Stolpe bei seiner Ansprache in der Nikolaikirche

Manfred Stolpe bei seiner Ansprache in der Nikolaikirche.

Quelle: Robert Roeske

In den nachfolgenden Gebeten wurde die Bitte ausgesprochen, dass die „Menschen dieser Stadt offen, ehrlich und achtsam miteinander umgehen“, dass die Stadt auch für Flüchtlinge mehr und mehr ein Zuhause werde. Auch ist der Wunsch ausgesprochen worden, dass die Politiker der Stadt wieder mehr auf Ziele hinarbeiten und Kompromisse eingehen – anstatt zu streiten.

Die Nikolaikirche stand auch schon am Abend des Sonnabends im Zentrum der Feiern. Nach 22 Uhr endete draußen auf dem Kirchplatz das Bühnenprogramm. Zuvor spielte dort MTS, am Sonnabendnachmittag fand dort das Programm „800 Jahre Kremmen in lebendigen Bildern“ statt. Dennoch saßen am Abend viele Gäste noch auf den Bänken, bis Mitternacht hatten die meisten der Buden noch geöffnet. Es gab mehrere Lagerfeuer – eine gemütliche Atmosphäre. Wie es hieß, sollen einige bis zum frühen Morgen geblieben sein.

Der Posaunenchor spielte im Gottesdienst

Der Posaunenchor spielte im Gottesdienst.

Quelle: Robert Roeske

Am Sonnabendabend fanden die Programmhöhepunkte dann in der Nikolaikirche statt. Die Besucher erfuhren etwas über Kremmener Legenden. Danach spielte Matthias Eisenberg auf der Orgel. Zunächst die „Toccata“, was gleich für Gänsehaut sorgte. Als er dann noch eine etwas wildere Version der „Märkischen Heide“ spielte, gab es am Ende tosenden Applaus. Aber damit nicht genug. Danach spielten Matthias Eisenberg an der Orgel und Roman Streisand von „Spilwut“ gemeinsam. Orgel und Dudelsack erwiesen sich als perfekt ergänzend.

Unter der Regie von Ben Fehlow ist am späten Abend dann doch das Schwarzlicht-Theaterstück „Rotkäppchen“ gezeigt worden.

„Rotkäppchen“ als Schwarzlichttheater

„Rotkäppchen“ als Schwarzlichttheater

Quelle: Robert Tiesler

Etwa 15 Personen blieben in der Nacht in der Kirche. Sie konnten dort übernachten, wenn sie beispielsweise einen Schlafsack mitbrachten.

Auf dem Kirchplatz fand unterdessen auch am Sonntag noch mal der Mittelaltermarkt statt. Die Gruppe Spilwut spielte, und auch altes Handwerk konnten sich die Besucher des Festes noch mal ansehen.

Organisator Matthias Dill zeigte sich am Sonntag hochzufrieden, wenn auch etwas müde. „Jetzt muss ich erst mal ausschlafen“, sagte er. Er und seine Mitstreiter sorgten jedenfalls für ein rundum gelungenes Fest zum 800. Geburtstag von Kremmen.

Altes Handwerk auf dem Kirchplatz

Altes Handwerk auf dem Kirchplatz.

Quelle: Bert Wittke

Von Robert Tiesler

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