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Oberhavel Noch keine Idee, welcher Beruf der richtige ist?
Lokales Oberhavel Noch keine Idee, welcher Beruf der richtige ist?
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15:18 26.02.2018
Der Pharmariese Takeda aus Oranienburg wird auch 2018 mit Azubis auf der Ausbildungsmesse präsent sein.  Quelle: MAZ-Archiv
Oranienburg

 „530 junge Leute machen sich jeden Morgen von Oberhavel aus auf den Weg zu ihrem Ausbildungsplatz in Berlin. Die fehlen uns hier natürlich“, sagt Philipp Gall.

Der Wettbewerb um den Nachwuchs ist entbrannt und gerade im Hotel- und Gaststättengewerbe könnten längst nicht mehr alle Ausbildungsplätze besetzt werden. Dass der Nachwuchs hier lernt und später arbeitet und Schüler rechtzeitig erfahren, welche Möglichkeiten der Ausbildung es vor Ort gibt, das ist Aufgabe der Ausbildungsmesse „Youlab“, die am Mittwoch in den beiden Hallen der Turm-Erlebniscity stattfindet.

 111 Aussteller sind vor Ort. 20 mehr als 2017. „So viele wie noch nie“, so der IHK-Regionalleiter Gall: „Das zeigt einerseits die Nachfrage der Unternehmen nach Fachkräften, aber auch die Ausbildungsmöglichkeiten. 200 gibt es im Kammerbezirk, 350 verschiedene Berufe kann man hier erlernen.“ Und mit der Digitalisierung kommen neue hinzu: Der E-Commerce-Kaufmann wird ab Herbst ausgebildet.

Obwohl Philipp Gall selbst Staatswissenschaften an der Uni Tübingen studiert hat, bricht der 33-Jährige eine Lanze für die Ausbildung. „So ein IHK-Abschluss ist überall gleich, ob man den Einzelhandelskaufmann in Aachen oder Görlitz gemacht hat.“ Und ein Studium könne man jederzeit draufsatteln. „Beides ist gleichwertig.“

Schüler ab Klasse 9 mit Freunden und Eltern werden am Mittwoch im Turm erwartet. Im Durchschnitt verlassen 1800 junge Leute pro Jahr die 20 Schulen der Sekundarstufe II in Oberhavel. „Das erste Mal haben sich Schüler aus Barnim angemeldet.“

 Auch die Breite an Ausstellern der Messe ist groß, reicht von der Friseurinnung über die Bundeswehr bis zum Energieunternehmen. Gerade beim Wissen, welche Unternehmen in Oberhavel ansässig sind, sieht Philipp Gall Nachholbedarf. Mancher Schüler habe noch nie etwas vom Folien-Giganten Orafol gehört.

 Auf der „Youlab“ können sie nicht nur erste Kontakte knüpfen, sondern schon Bewerbungsgespräche führen oder sich von den Profis der Wirtschaftsjunioren erklären lassen, ob ihre Bewerbungsmappe etwas taugt oder wie man sie verbessern kann. „Da bekommt man ein ehrliches Feedback.“

 Und man könne sich im Gespräch auch von so manchem überholten Berufsbild verabschieden: „Hausmeister kehren heute nicht mehr den Hof, sondern bedienen digital gesteuerte Anlagen.“

Dass die Youlab für beide Seiten der richtige Weg sein kann, beweisen Firmen wie „Zimt & Zucker“, MBS oder das Steuerbüro Onigkeit: „Sie alle haben auf der Youlab Azubis gefunden“, so Philipp Gall.

Von Heike Bergt

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