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Oberhavel Nur hauchdünn beschlussfähig
Lokales Oberhavel Nur hauchdünn beschlussfähig
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08:59 16.03.2018
Der neue Vizechef des Kirchenkreises Oberes Havelland, Pfarrer Peter Krause, vor der Kirche in Sachsenhausen. Quelle: Robert Roeske
Oberhavel

„Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist.“ Mit diesem Zitat von Dietrich Bonhoeffer begann Kerstin Frieboese (Pfarrsprengel Zehdenick) während der jüngsten Synode des Kirchenkreises Oberes Havelland in Neuendorf den Bericht über ihre Arbeit im Rahmen des Projektes „Kirche Mobil“. Ihre Stelle war auf der Herbstsynode 2017 in Liebenwalde neu geschaffen worden, um vor allem in den kleinen Dörfern kirchliche Angebote für Menschen zu schaffen, die nicht so mobil sind: Senioren, Kinder, Familien mit Kleinkindern.

Junger Syrer mit guten Ausbildungschancen

In dem Bemühen, Konflikte zwischen Geflüchteten und Einheimischen nicht eskalieren zu lassen, berichtete Marion Wuttke aus Oranienburg über einen jungen Syrer. Dieser durfte bei Gemeindegliedern Praktika machen und beherrscht die deutsche Sprache nun so gut, dass er eine Ausbildung beginnen kann. Marion Wuttke berichtete zudem über eine afghanische Mutter, die panische Angst hat, in ihrem Herkunftsland von den Taliban gesteinigt zu werden und die in der Kirchengemeinde neue Freunde gefunden hat. Marion Wuttke berät, koordiniert, lädt ein, klärt auf – zusammen mit der langjährigen Leiterin der Beratungsstelle für Geflüchtete, Simone Tetzlaff, deren Arbeit ebenfalls vom Kirchenkreis finanziert wird.

Kirchenkreis leistet sich einen Baubeauftragten

Der Kirchenkreis beschloss weiterhin die Einrichtung einer unbefristeten Stelle einer Baubeauftragten, welche die Gemeinden beim Erhalt der Kirchen unterstützt.

Letzte Andacht von Pfarrer Christoph Poldrack

Das sind die neuen Wege, die Pfarrer Christoph Poldrack aus Leegebruch in seiner Andacht zum Auftakt der Synode gefordert hatte. Es war zugleich seine letzte Andacht als stellvertretender Superintendent – am 22. April wird er in den Ruhestand verabschiedet. Damit war eine Neuwahl notwendig, die – wie alle Entscheidungen – fast an der Beschlussfähigkeit der Synode gescheitert wäre. Beim ersten Namensaufruf war die Synode mit nur 61 Anwesenden von 93 Synodalen nicht beschlussfähig. Erst als zwei weitere Synodale hinzukamen, war die Wahl möglich.

Beate Wolf aus Menz erklärt Amtsbereitschaft

Synodale, die auch bei dieser Wahl auf neue Wege und folglich erstmals in der Geschichte des Kirchenkreises auf eine Frau in einer Leitungsposition gehofft hatten, wurden jedoch enttäuscht. Der Superintendent, der als einziger das Vorschlagsrecht hat, schlug nur eine Person vor – Pfarrer Peter Krause aus Sachsenhausen. Als Pfarrerin Beate Wolf aus Menz erklärte, sie stünde für das Amt zur Verfügung, gab es kurzfristig Unmut und Unruhe unter den Synodalen. Mit dem Hinweis, dass eine solche Debatte nur den designierten Kandidaten beschädigen würde, wurde die Diskussion beendet und Peter Krause mit 48 von 62 Stimmen zum stellvertretenden Superintendent gewählt.

Von MAZonline

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