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Oberhavel O’zapft is! Oktoberfest auf dem Spargelhof
Lokales Oberhavel O’zapft is! Oktoberfest auf dem Spargelhof
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06:12 03.10.2017
Zünftig! Sieben Ernteköniginnen begrüßte Bürgermeister Sebastian Busse im Festzelt. Quelle: Robert Tiesler
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Kremmen

Ein Prosit auf die Gemütlichkeit! Dieses Lied ist am Montagabend auf dem Kremmener Spargelhof immer wieder angestimmt worden. Rund 850 Menschen kamen in das große Festzelt – zum Oktoberfest. Wer meint, dass Tracht und Dirndl nur in Bayern angesagt ist, der wird in Kremmen gestaunt haben. Denn ein Großteil der Besucher hat sich zu diesem Ereignis – mitten in Brandenburg – zünftig in Schale geschmissen. Da fielen eher die fast auf, die auf Lederhosen und Co. verzichtet haben.

„Das Dirndl hatte ich noch vom letzten Jahr“, erzählte Kelly Bäker aus Staffelde. Da fand in Kremmen das erste Oktoberfest statt. Auch ihr Freund Tobias Goebel aus Schwante kam in bayerischer Tracht. „Letztes Jahr war die Stimmung echt gut, deshalb sind wir wieder hier“, erzählte er.

Gute Stimmung im Festzelt! Quelle: Robert Tiesler

„O’zapft is“ hieß es zu Beginn der Party. Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) sorgte für den Fassanstich. Drei Schläge brauchte er dafür. „Ich bin stolz es geschafft zu haben“, erzählte er mit einem Lächeln. „Ich bin aktiver Oktoberfestgänger“, so Busse weiter. Allerdings nicht auf der Münchner Wiesn, sondern auf der Stuttgarter Wasen. „Das hat er sehr souverän gemacht“, bekam Busse später ein lob von Malte Voigts, dem Geschäftsführer des Spargelhofes.

Für die Musik – erst volkstümlich, dann Schlagerhits zum Mitsingen – sorgten die Waidigel aus dem Ostallgäu. „Die wollte ich schon immer mal hier haben“, erzählte Malte Voigts. „Wir waren da sehr hartnäckig.“ Erstmals erlebt hatte er die Gruppe bei einem Oktoberfest in Niedersachsen. Dort stand in einem 500-Seelen-Dorf ein riesiges Festzelt. „Es hat wohl einen halben tag gedauert, bis die 1000 Tickets ausverkauft waren“, so Voigts. Ausverkauft war auch die Party in Kremmen – mehr als die 850 Menschen hätten nicht reingepasst, ohne dass es sehr eng geworden wäre.

Die Waidigel aus dem Ostallgäu. Quelle: Robert Tiesler

Die Waidigel machten gute Stimmung. Mit Erfolg, die Kremmener fanden es offenbar großartig. Viele sangen mit und tanzten – entweder vorn auf der Tanzfläche oder gleich auf den Bänken. „Die Band ist echt gut“, sagte Torsten Könnecke aus Sommerfeld. „Das macht Spaß hier!“

Vor Ort waren übrigens gleich sieben Ernteköniginnen aus Kremmen. Bürgermeister Busse und die aktuelle Erntekönigin Anja Mink nutzten die Chance, sie alle mal auf die Bühne zu holen. Sebastian Busse hatte sichtlichen Spaß, mit ihnen gemeinsam auf der Bühne zu stehen und launige Interviews zu führen.

Alle zwei Jahre soll das Oktoberfest in Kremmen nun wohl stattfinden, sagte Malte Voigts am Montag. „Änderungen vorbehalten“, ergänzte er mit einem Schmunzeln. Denn die Waidigel werde er wohl nicht jedes Jahr bekommen, und die legen die Latte recht hoch. Ob die Kremmener aber wirklich bis 2019 warten müssen, bleibt abzuwarten. Auch Bürgermeister Busse hat vom Zwei-Jahres-Plan schon gehört. „Vielleicht kann man ja im Gegenzug alle zwei Jahre ein Oktoberfest im Scheunenviertel feiern“, sagte er. Vielleicht als Gegenpol zur Bluesnacht im März. „Ich habe da ganz große Lust drauf“, so Busse. „Vielleicht wollen sich da ja auch noch andere dran beteiligen.“

Prost! Quelle: Robert Tiesler

Ob das Oktoberfest auf dem Spargelhof aber wirklich „nur“ alle zwei Jahre stattfinden wird, wird sich im Laufe der kommenden Monate zeigen. „So ein Fest hier auf die Beine zu stellen, dafür braucht man Mut“, so der Bürgermeister weiter. Und der habe sich gelohnt. „Das Zelt ist ausverkauft, und das macht viel Arbeit.“

Die Waidigel stimmen unterdessen das Lied vom Cowboy und Indianer an. Und hunderte Leute fangen an zu singen und zu tanzen. Und immer wieder zwischendurch: Ein Prosit auf die Gemütlichkeit!

Von Robert Tiesler

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