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Oberhavel OBI – was kommt danach?
Lokales Oberhavel OBI – was kommt danach?
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15:38 21.02.2018
Steht seit 2013 leer – der ehemalige OBI-Markt in Hohen Neuendorf. Quelle: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf

Das Handels- und Dienstleistungszentrum (HDZ) an der Schönfließer Straße erhält derzeit eine Frischzellenkur. Nachdem im Sommer bereits der neue Rewe-Markt in einem modernen Neubau eröffnet hat, sind jetzt im zweiten Bauabschnitt ein neuer Aldi sowie ein dm-Drogeriemarkt im Bau. Geplante Neueröffnung: Frühjahr 2017. Bauherr ist die GVG Projektentwicklungsgesellschaft mbH mit Sitz in Berlin-Mitte.

In Sichtweite: der alte Obi (r.) und der neue Rewe-Markt. Quelle: Helge Treichel

Längst ist jedoch ein dritter Bauabschnitt im Gespräch, der die rückwärtig gelegene Fläche des ehemaligen OBI-Baumarktes betrifft. Der Markt, der seit der HDZ-Eröffnung 1998 von einem Franchisepartner betrieben worden war, ist im April 2013 überraschend geschlossen worden. Im Gegensatz zu Rewe, Aldi und dm, hat sich OBI offenbar dauerhaft zurückgezogen. „In der Umgebung wird bereits ein OBI-Markt in Berlin-Reinickendorf betrieben, so dass es aktuell keine weiteren Planungen von OBI in dem aufgezeigten Wirtschaftsraum gibt“, beantwortete OBI-Marketingchefin Elena Ottaviano eine diesbezügliche MAZ-Anfrage.

Die Verkaufshalle soll samt gläsernem Anbau abgerissen beziehungsweise zurückgebaut werden. So lautet jedenfalls der Plan des Bauherren. „Ich bin sehr froh, dass sich da etwas tut“, sagt Baufachbereichsleiter Michael Oleck mit Blick auf das unansehnliche Gelände. Für eine Nachnutzung gebe es „viele gute Ideen“. Derzeit gehe es aber noch um die Frage, was davon rechtlich realisierbar ist und was nicht.

Die Baustelle des neuen Aldi-Marktes. Quelle: Helge Treichel

Die Entscheidung darüber, was konkret realisiert wird, „ist noch nicht spruchreif“, sagt GVG-Geschäftsführer Thomas Pietsch seinerseits. Ziel sei es jedoch, ebenfalls einen Neubau zu errichten und diesen nachhaltig mit Mietern zu belegen. Mehrere Partner seien bereits gefunden und „nur noch wenige Flächen offen“. Dabei gehe es um Handel, Dienstleistung sowie weitere Nutzer. Produzierendes Gewerbe sei jedoch nicht darunter, versichert Pietsch: „Das ist auf jeden Fall etwas, das da hinpasst.“

Rund 15 Millionen Euro investiere die GVG-Projektentwicklungsgesellschaft in das Gesamtprojekt. Je nach der Entscheidung zum dritten Bauabschnitt könnte es auch etwas mehr werden, sagt der Geschäftsführer. Ziel sei es, den dritten Bauabschnitt unmittelbar nach der Übergabe des zweiten in Angriff zu nehmen – also im Frühjahr 2017.

Einzelhandel seit 1998

Das Handels- und Dienstleistungszentrum (HDZ) eröffnete im Frühjahr 1998 auf einem ehemaligen Kasernengelände der DDR-Grenztruppen. Eines der Gebäude war sogar erhalten geblieben, ist inzwischen jedoch abgerissen worden. Dort steht jetzt ein Rewe-Markt. 

Projektentwickler und Bauherr ist die GVG Projektentwicklungsgesellschaft mbH mit Sitz in Berlin-Mitte. Das Unternehmen ist in den Geschäftsbereichen Generalübernehmer, Projektmanagement und Management engagiert.

Von Helge Treichel

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