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OSZ: Friseure gehen, WLAN kommt

Oranienburg OSZ: Friseure gehen, WLAN kommt

1800 Schüler gehen ans Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum in Oranienburg und Zehdenick. In der Kreisstadt wurden Donnerstag die Türen geöffnet. Unter anderem gab es zu erfahren, dass die Friseurausbildung bald nach Potsdam wandert und freien WLAN angedacht ist.

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Bunt: Monique Zaretzke lässt sich von Nina Schmidt (links) und Janina Wollschläger die Haare färben. Alle lernen im zweiten Lehrjahr.

Quelle: Marco Winkler

Oranienburg. Trends: Sie kommen und gehen. Das weiß kaum jemand besser, als die Friseur-Azubis am Oranienburger Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum. Wie die Dauerwelle sind sie selbst ein Auslaufmodell. „In zwei Jahren läuft das Berufsangebot bei uns aus“, sagt Silvia Faustmann, Berufsschullehrerin im entsprechenden Fachbereich, auf dem Tag der offenen Tür.

Die Ausbildung wird im dualen System angeboten: Eine Woche Schule, zwei Wochen Praxiserfahrung. „Es gibt aber zu wenig Betriebe, die unsere Azubis wollen.“ Deshalb wird die Ausbildung bald in Potsdam zentralisiert. „Es gab einmal zehn solcher Standorte in Brandenburg“, so Silvia Faustmann. „Wenn wir weg sind, gibt es nur noch zwei – in Potsdam und Cottbus.“

Über Möglichkeiten informieren

„Wir wollen das nicht, müssen uns aber damit abfinden“, sagt der stellvertretende Schulleiter Jürgen Ganzer. Auch die kommissarische Schulleiterin Ulrike Neumann bedauert den Schritt, der jedoch ein notwendiger sei. Aber sie zählt lieber die Vorteile des Oberstufenzentrums auf. Das sei Sinn eines Tags der offenen Tür. „Wir wollen informieren, welche Möglichkeiten es gibt.“

Musikschüler demonstrierten, wie man mit Bechern Musik machen kann

Musikschüler demonstrierten, wie man mit Bechern Musik machen kann.

Quelle: Marco Winkler

Das Oberstufenzentrum (OSZ) biete so als einziger Standort für die neuen Bundesländer Bundesfachklassen für Milchtechnologen und milchwirtschaftliche Laboranten an. Es kann das Abitur in drei Jahren gemacht, die zweijährige Fachoberschule besucht oder der Betriebswirt absolviert werden. Von morgens bis abends ist Leben im Gebäude – genauer: von 7.30 Uhr, wenn die Schüler eintrudeln, bis 22 Uhr, wenn die Betriebswirte gehen.

Schulpartnerschaft mit Israel

Ulrike Neumann weiß: Dem Gebäude, vor allem den Klassenräumen, tut das nicht gut. Im vorigen Jahr wurde deshalb die dritte Etage renoviert. „Den Rest wollen wir auch noch machen.“ Was ebenfalls angedacht ist: freies WLAN. Auch um Schülerpartnerschaften zu pflegen. Eine neue ist schon am Start – mit einer Schule in Israel. „Via Skype haben sich die Schüler schon ausgetauscht. Sie haben keine Berührungsängste.“ Im März fahren sie nach Israel, im Oktober kommen Schüler von dort hierher. Ziel: Ein gemeinsamer Filmdreh über den Schulalltag in beiden Ländern.

Integration

Integration: Geflüchtete und OSZ-Schüler spielten Fußball. Ein Freundschaftsspiel.

Quelle: Marco Winkler

Stichwort: Integration. An der Schule gibt es seit diesem Schuljahr den „Zweiten Bildungsweg“. 150 Erwachsene machen so ihren Schulabschluss nach. „Die Möglichkeit besteht auch für Geflüchtete“, führt Ulrike Neumann den Integrationsgedanken weiter. Dieser stand gestern im Fokus.

Integration durch Sport

In der Sporthalle veranstaltete das OSZ in Kooperation mit dem Stadtsportverband Hennigsdorf (Projekt: Integration durch Sport) ein Freundschaftsfußballturnier mit Schülern und Geflüchteten. „Einmal die Woche trainieren wir“, so Hans-Dieter Werner. Mit Stadtsportverbandschef Hans-Jürgen Golisch hat er den integrativen Hut auf. „Wir sprechen nur Deutsch mit ihnen.“ Sprache sei wichtig. Es wird versucht, die Geflüchteten „in Ausbildung“ zu bringen. Am OSZ informierten sie sich – wie auf der „youlab“ einen Tag zuvor – schon einmal über entsprechende Angebote.

Das können auch alle anderen auf der www.gmosz.de. Fragen werden unter kontakt@gmosz.de beantwortet. Achtung: Die Bewerbungsfrist für die Bildungsangebote endet am 25. Februar. Wer zu spät kommt, landet auf einer Wartelist.

Von Marco Winkler

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