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Oberhavel Oase für Mensch und Pferd
Lokales Oberhavel Oase für Mensch und Pferd
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22:14 14.11.2016
Hofbetreiberin Anja Vortmann (l.) und Reittherapeutin Anneke Pilgrim. Quelle: Helge Treichel
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Stolpe

Wo die Dorfstraße in Stolpe mit einem Schlagbaum endet, befindet sich rechter Hand der unscheinbare Eingang zum Reitgut Stolpe. Betreiberin Anja Vortmann hat sich hier vor acht Jahren gemeinsam mit ihrem Mann und den beiden Töchtern einen Jugendtraum erfüllt. Als „Ein-Frau-Betrieb“ möchte sie einen Einsteller-Hof für anspruchsvolle Freizeitreiter und Familien etablieren. Die Philosophie beinhaltet den respektvollen und freundlichen Umgang mit dem Pferd, das als Partner und Familienmitglied gesehen wird.

„Da wir als langjährige Pferdebesitzer unseren Bedürfnissen der feinen Ausbildung nach klassisch-barocken Grundsätzen und Reiten als Familiensport nicht genügend nachkommen konnten, haben wir uns entschlossen, unsere eigene Anlage aufzubauen“, begründet die 41-Jährige ihr Projekt. Ihre jüngere Tochter war seinerzeit zwei Jahre alt. Zudem wollte sie eine Haltung schaffen, die dem natürlichen Lebensstil der Pferde als Dauerfresser, Klimawiderständler und Herden- und Lauftier entspreche. Herzstück des Hofes ist deshalb nach den Worten von Anja Vortmann ein Aktivstall, „der den Pferden eine nahezu perfekt nachgeahmte Lebenweise ermöglicht“.

Dieses Konzept habe ihre Familie überzeugt, sagt Emmi Pante. Um zu trinken oder zu fressen, müssten sich die Pferde ständig bewegen. Die 25-jährige Studentin aus Berlin sitzt dabei auf „Darling“, der seit anderthalb Jahren in Stolpe lebt. Gefallen hätten ihr und ihrer Mutter aber auch „die sehr schöne Anlage“ sowie die sehr gute Stallgemeinschaft.

Emmi Pante beim Training mit „Darling“. Quelle: Helge Treichel

Das gute Zusammenleben der Menschen hatte auch die Inhaberin von Anfang an im Blick. Und das funktioniere sehr gut, obwohl alle Pferdeeigentümer zum Beispiel bei der Stallreinigung mit anpacken müssen. „Ansonsten ist die Arbeit für derzeit 18 Pferde allein nicht zu bewältigen“, sagt Anja Vortmann. Sie könne eben nur Halbpension bieten. Dafür gibt es viel Platz für die drei Herden. Acht Hektar sind es insgesamt, auf denen drei Koppeln und zwei Reitplätze eingerichtet sind. Das Konzept sei über die Jahre gewachsen. „Wir haben sehr viel von den Pferden gelernt“, sagt Anja Vortmann. Um besser auf die Bedürfnisse der Tiere eingehen zu können, seien sogar Umbauten vorgenommen worden. Was als reine Pferdepension begann, sei jetzt auch ein Hof für Urlaubsbetreuung und Reha-Pferde. „Außerdem bieten wir eine Betriebsberatung für Pferdehaltungen“, so die Hofbetreiberin.

Anneke Pilgrim bei einer Therapiestunde in Stolpe. Sie hat auch mit Arne aus Hohen Neuendorf gearbeitet. Der Junge befindet sich im Wachkoma und hat inzwischen auch eine Delfintherapie absolviert.. Quelle: Helge Treichel

Seit vier Jahren gehören Anneke Pilgrim und ihr Therapiepferd „Juli“ zur Hofgemeinschaft. Das Reitgut komme ihr noch immer wie eine Oase vor, sagt die Pferdebesitzerin. Gleichzeitig bot es Gelegenheit, ein weiteres Angebot zu etablieren – das therapeutische Reiten. Ihre Zielgruppe seien vorrangig Kinder , sagt Anneke Pilgrim, die freiberuflich tätig ist. Das Tier diene ihr stets „als Türöffner“ zu den Kindern und Jugendlichen. Unter anderem biete sie auch Projekttage mit Kindergärten.

Anja Vortmann erlebte im Alter von zehn Jahren ihren ersten Ferienaufenthalt auf einem Ponyhof – auf Empfehlung von Freunden. Seitdem fuhr die Berlinerin jeden Sommer aufs Land und fand in den Pferden Begleiter fürs Leben. Auch ihre Töchter Emmi (13) und Luna (10) genießen das Zusammenleben auf dem Hof. Nach Schule und Hausaufgaben rauszugehen und zu reiten, „das gefällt mir am meisten“, sagt Luna. Für sie steht bereits fest: „Ich will das weitermachen“ – auch wenn Familienpony „Twister“ manchmal ein wenig zickig sei.

Anja Vortmanns Tochter Luna mit „Twister“. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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