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Oase für kleine Entdecker

Borgsdorf Oase für kleine Entdecker

Am Wolfsee im Hohen Neuendorfer Stadtteil Borgsdorf ist ein Spielplatz mit einem Holzschiff speziell für kleine Kinder errichtet worden. Zusätzlich hat die Stadt auf Anregung von Anwohnern eine wetterfeste Tischtennisplatte aufstellen lassen. Hortkinder nahmen die neuen Angebote gleich in Besitz.

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Polina (links) und Mia sind auf den großen Anker des Spielschiffes geklettert. Hortkinder aus Borgsdorf nahmen den neuen Platz in Besitz.

Quelle: Enrico Kugler

Borgsdorf. Sogar eine Schatztruhe gibt es im Rumpf des Schiffes. Wer sie entdecken will, muss allerdings durch den Sand unter das erste Podest des Holzschiffes kriechen. Kein Problem für kleine Entdecker, denn das Schiff ist speziell für Kleinkinder gebaut worden.

An der Breitscheidstraße in Borgsdorf in Höhe des Wolfsees ist gestern eine neue Attraktion für Kinder im Alter von null bis zwölf eröffnet worden: ein Spielplatz mit einem Holzspielschiff für Kinder und gleich daneben eine wetterfeste Tischtennisplatte mit einem fest installierten Netz aus Metall.

Die insbesondere bei Kindern beliebte Badestelle am Wolfsee in Borgsdorf sieht mit den Neuerungen viel einladender aus. „Eigentlich hatte ich für den Bürgerhaushalt nur die Tischtennisplatte vorgeschlagen, weil es die schon früher hier gegeben hatte. Doch mit dem Spielplatz ist das jetzt alles viel schöner.“ Das sagt Madeleine Roi, die im Umfeld des Wolfsees wohnt und gestern bei der Eröffnung der Spielplatzanlage an der Breitscheidstraße dabei war. Sie hat selber Kinder, die den Spielplatz nun erkunden können. Und sie freute sich gestern zu sehen, wie die Vorschulkinder der Kita „Waldwichtel und Kobolde“ auf dem Spielschiff herumtobten. Dieses ist von Planerin Verena von Löbbecke speziell für kleine und für Kinder mit Behinderungen entworfen worden. Die Gartenbaufirma Gerth aus Zehdenick hat es aufgebaut. Eine Rampe ermöglicht es, Kinder im Rollstuhl auf die untere Ebene des Spielgerätes zu bringen. Dieses bietet alles, was zu einem Piratenschiff gehört – Steuerrad, Ausguck, Kanonenrohr, Seile, Stangen zum Rutschen und Netze, einen großen Anker und sogar eine Sandstraße mit Schöpfeimer an einer Kette, Sandrutsche und Sandrad. Das Schiff ist weniger kompakt gestaltet, sodass von der Breitscheidstraße aus der Wolfsee durch das Spielgerät hindurch zu sehen ist. Überhaupt sei auch die gesamte Nachbarschaft dem Spielplatz sehr gewogen, berichtet Madeleine Roi. Ein Anwohner arbeite als Hausmeister in der Grundschule, eine Nachbarin sei Rektorin der Schule, eine weitere plane in Berlin Spielplätze.

Die Hortkinder werden jetzt wohl noch häufiger zum Wolfsee pilgern. „Im Sommer sind wir oft hier. Die Kinder können am Ufer plantschen und herummatschen und die Kaulquappen beobachten. Spielplatz und Tischtennisplatte bieten nun noch mehr Möglichkeiten“, sagt Almut Büttner, stellvertretende Hortleiterin. Damit kein Kind ungesehen vom Spielplatz verschwinden kann, ist dieser mit einem Zaun umgeben und mit speziellen Sicherheits-Türgriffen ausgestattet.

Die Stadt Hohen Neuendorf hat für Spielplatz und Tischtennisplatte mehr als 70 000 Euro aus ihrem Haushalt berappt. Zwar war der Spielplatz ursprünglich nicht vorgesehen gewesen, doch laut Spielplatzentwicklungsplan sollte einer im Wohngebiet am Wolfsee entstehen. Das erklärte Stadtplaner Kai John aus dem städtischen Bauamt.

Sorge bereitet den Anwohnern der niedrige Wasserstand im Wolfsee. Die Tongrube habe eben keinen Zufluss, erklärt John. Die Stadt erwäge deshalb, die Regenkanalisation nach dem Ausbau der Breitscheidstraße in den See zu leiten.

Von Marion Bergsdorf

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