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Dank Busschule sicher zum Unterricht

Oberhavel: Angebot für Erstklässler Dank Busschule sicher zum Unterricht

Mit der Einschulung im kommenden Monat beginnt für Kinder und Eltern in Oberhavel ein weiterer neuer Lebensabschnitt. Viel Neues strömt auf die Jungen und Mädchen ein. Doch neben all der Aufregung nun endlich Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen, ist die Sicherheit auf dem Weg zur Schule das Wichtigste.

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Axel Gottwald (l.) und Heiko Moormann von der Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG).

Quelle: juliane weser

Oranienburg. Mit der Einschulung im kommenden Monat beginnt für Kinder und Eltern in Oberhavel ein weiterer neuer Lebensabschnitt. Viel Neues strömt auf die Jungen und Mädchen ein. Doch neben all der Aufregung nun endlich Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen, ist die Sicherheit auf dem Weg zur Schule das Wichtigste.

Viele Kinder haben es nicht weit und können den Schulweg zu Fuß bestreiten. Andere hingegen sind auf den Bus angewiesen. Wie sie den neuen und zunächst unbekannten Weg zur Schule meistern, lernen die Erstklässler zumeist von den Eltern. Die Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH bietet zudem gemeinsam mit der Verkehrswacht Oranienburg und mit der Unterstützung der Unfallkasse Brandenburg in den Grundschulen im Landkreis Oberhavel zum Schuljahresbeginn eine Busschule für Erstklässler an.

1852 Schüler seit 2002 geschult

2002 wurde die Busschule gegründet. Im vergangenen Jahr hat die OVG mit der Verkehrswacht 1852 Schüler geschult. Die Busschule ist kostenlos und teilt sich einen theoretischen und einen praktischen Teil. Die Theorie vermittelt Klaus-Dieter Berndt. Für den praktischen Teil fährt die OVG mit einem ihrer Busse direkt vor die Schule. „Nachdem die Kinder die Theorie kennen, üben wir das Gelernte direkt im Bus“, erklärt Betriebsleiter Heiko Moormann. Die Erstklässler lernen alles zum Einsteigen, dem Verhalten im Bus und zum Ausstieg.

Begonnen wird mit dem richtigen Verhalten an der Haltestelle: „Wir zeigen den Kindern wie weit der Bus beim Halten nach vorn überschwenkt.“ Beim Einstieg sollen die Erstklässler ihr Busticket in der Hand halten, nicht drängeln und vor allem die Mappe abnehmen. Viele Kinder lernen von ihren Eltern genau das Gegenteil. Eltern wollen oftmals, dass ihre Kinder die Mappe aufbehalten, damit sie diese nicht verlieren, so Moormann: „Aber bei einer Gefahrenbremsung hat das Kind durch die Mappe noch mehr Gewicht zu tragen und fliegt durch den Bus. Die Gefahr ist deutlich höher, deshalb gehört die Mappe vor die Füße.“ In der Busschule bekommen die Mädchen und Jungen auch alle Notausgänge gezeigt und Sicherheitsmaßnahmen, wie Nothämmer, werden erklärt.

Busschule nimmt Ängste

Die Busschule nimmt auch Ängste. Es gibt viele Kinder, die Angst haben in der Bustür eingeklemmt zu werden: „Wir zeigen Ihnen, dass sie keine Angst haben brauchen, weil das einfach nicht passieren kann.“

Verkehrswächter

Die Busschule wurde von der OVG und der Verkehrswacht Oranienburg zum Schuljahr 2002/2003 ins Leben gerufen.

Im vergangenen Jahr wurden 42 Schulen im Landkreis angeschrieben und eingeladen. 34 Schulen nahmen schließlich teil.

Gruppengrößen von 20 bis 30 Schülern lernen in einem theoretischen und einem praktischen Teil, wie sie sich am besten auf dem Schulweg mit dem Bus verhalten sollen.

Eine Busschule für Eltern der Erstklässler wird ebenfalls angeboten und ist kostenlos.

Beim Aussteigen ist es sehr wichtig auf Fußgänger und Radfahrer zu achten. „Wer die Straße überqueren will, sollte das nie vor oder hinter dem Bus tun, weil der Busfahrer durch den toten Winkel die Kinder nicht sehen kann“, sagt Axel Gottwald von der OVG. Damit die Kinder auch Spaß an der Busschule haben, steht das Maskottchen Fridolin bereit. Fridolin sitzt mit im Bus. Bei einer Gefahrenbremsung wird so anschaulich gezeigt, wie man durch den Bus fliegen kann. Bei der Busschule dürfen die Kinder auch mal auf dem Platz des Busfahrers sitzen und die Knöpfe der Türen betätigen. So prägt sich das Gelernte sicher gut ein.

Von Juliane Weser

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