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Oberhavel Friedhofsgebühren in Bewegung
Lokales Oberhavel Friedhofsgebühren in Bewegung
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07:57 10.01.2014
Die letzte Ruhestätte - wie hier in Falkenthal - ist nicht überall gleich teuer. Quelle: Mischa Karth
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Gransee

Zuletzt hatte das Löwenberger Land zum 1. Januar eine Anpassung vorgenommen. Ein einzelnes Wahlgrab – hier wird die Grabstätte für den Sarg selbst ausgewählt –, das für den Zeitraum von 25 Jahren genutzt wird, schlägt beispielsweise in Fürstenberg mit 300 Euro zu Buche. In Gransee kostet es 700 Euro. Wie kommt dieser erhebliche Unterschied zustande?

Grundsätzlich sind die Kommunen dazu verpflichtet, kostendeckend zu arbeiten, ohne Gewinne zu erzielen. Kosten fallen an verschiedenen Stelle an: Der Baum- und Strauchbestand wird gehegt, Wege frei gehalten, Zäune repariert und Laternen instandgesetzt. Allerdings verfügen die Kommunen über unterschiedliche Strukturen bei der Bewirtschaftung der Friedhöfe, wie Jürgen Gröschl von der Bauverwaltung in Fürstenberg erklärt.

Viele Leistungen werden beispielsweise durch die Bauhöfe erbracht. Diese Leistungen sind aber bislang bei der Erstellung der Kalkulationen unterschiedlich berücksichtigt worden. Stellenweise werdem Aufträge auch an externe Firmen vergeben. Seitdem die Kommunen zu einer Buchhaltung angehalten sind, die sich an unternehmerischen Maßstäben orientiert, können solche versteckte Kosten, darunter auch Abschreibungen, besser einberechnet werden.

Die Kommunen und Ortsteile refinanzieren die Friedhofspflege jedoch nicht nur über die Grabgebühren, sondern auch durch Gebühren für Zusatzleistungen wie die Nutzung einer Trauerhalle, wodurch sich zeigt, dass ein Eins-zu-eins-Vergleich schwierig ist.

In die Friedhofsgebührensatzungen ist in den letzten zwei Jahren Bewegung gekommen. Die Kommunen sind verpflichtet, ihre Finanzen alle zwei Jahre auf den Prüfstand zu bringen. Im Löwenberger Land war vergangenes Jahr eine Finanzierungslücke sichtbar geworden, die mit der Anhebung der Gebühren zum 1.Januar dieses Jahres zunächst einmal behoben wurde. Zum Vergleich: Hier kostet ein Einzelwahlgrab nun 550 Euro. In Fürstenberg gab es die letzte Anhebung Anfang 2013. Ihr waren monatelange Diskussionen vorausgegangen. In Zehdenick (Einzelwahlgrab 635 Euro) hatte es 2012 eine Anpassung nach oben gegeben. Gerade die Debatte in der Havelstadt hatte verdeutlicht, was das Problem vieler Friedhöfe ist: Unverändert großen Flächen, die in Schuss gehalten werden müssen, steht eine abnehmende Anzahl an Grabflächen gegenüber, wodurch die Kosten für das einzelne Grab steigen. Dieses Jahr werden die Kosten in Zehdenick turnusmäßig erneut überprüft, mit einem Ergebnis ist Mitte des Jahres zu rechnen. Parallel arbeitet eine Arbeitsgruppe aus Stadtverordneten, Verwaltung und externen Experten an diesem Thema.

In Liebenwalde (letzte Anpassung 2011, Einzelwahlgrab 410 Euro) wird ebenfalls geprüft. Am längsten hat Gransee seine Preise beibehalten, die letzte Anpassung erfolgte 2007. Bei Urnengräbern sind die preislichen Unterschiede zwischen den Kommunen übrigens geringer. Urnengräber sind derzeit sehr gefragt, wohl auch, weil sie günstiger sind. Im Schnitt werden für 25 Jahre 250 Euro fällig.

Von Mischa Karth

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