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Oberhavel "Willi" feiert Jubiläum
Lokales Oberhavel "Willi" feiert Jubiläum
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15:44 16.01.2014
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Karen Grunow (1997–1999) 

„Es war eine tolle Chance, die die damalige Redaktionsleiterin Ina Nehls mir 1997 offerierte: eine neu zu gründende Jugendredaktion zu leiten. Höhepunkt des ersten „Willi“-Jahres: unser Auftritt beim Radiosender Fritz als Bollmann-Büroteam. Als Robert Tiesler, der sich im Gespräch mit den Fritz-Moderatoren als entspannter Plauderer erwies, mir den Hörer weiterreichte, passierte das, wovor alle Radioleute sich immer fürchten. Große Stille im Äther. War am Ende trotzdem lustig.

Dem Schreiben bin ich treu geblieben, auch neben meinem Kunstwissenschaftsstudium, lange als freie Journalistin, auch immer wieder für die MAZ. Derzeit arbeite ich mit anderen Forschern an einem Buch über den Architekten Jean Krämer, der auch in Hennigsdorf in den 1920er-Jahren so einiges gebaut hat, (noch) zu den großen Unbekannten der Berliner Architekturgeschichte gehört und über den ich überdies meine Doktorarbeit schreibe. 

Sebastian Jannasch (2005–2012)

„Angefangen hat alles in der 10. Klasse mit Detlef D! Soost, eine Kritik über seine Biografie. Ich plante das Projekt mit Akribie: Las jede Seite gründlich, vermerkte Einfälle im Notizblock und markierte Textstellen mit Aufklebern. Am Tag, als der Artikel erschien, hatte ich den Briefkasten schon dreimal auf bedrucktes Papier überprüft, bis schließlich der Austräger herbeiradelte. Willi war mein Einstieg ins schreibende Gewerbe. Nach dem Abi führte mich das Studium der Internationalen Beziehungen nach Frankreich, England und bald in die USA, aber dem Journalismus bin ich seither auch bei anderen Zeitungen und Magazinen treu geblieben. Nun wird Willi also 1000 und sieht frischer aus denn je. „D!“ wäre froh, wenn er das von sich behaupten könnte.“ 

Friedhelm Weinberg (2005–2008)

„Ein Anruf und schon wieder ein bekloppter Artikel in der Zeitung. Eine Zeitung, die ich, zugegeben, nicht einmal selbst las, als ich anfing für Willi zu schreiben. Aber Willi – die beste Seite der MAZ, sagten wir immer, unbeeindruckt vom eigenen Schaffen – war immer offen. Für neue Schreiber und blöde Ideen, ergreifende Themen und Tests zu wichtigen Fragen: Wie dreist kann man sein? Wo gibt es die salzigsten Pommes? Durch Willi traf ich Menschen, die sonst an mir vorübergegangen wären. Ich öffnete meine Augen und sah die Oranienburger Mittelstadt, Alkohol an Schulen und jede Menge Bands. Daraus wurden dann Texte, und ich verdiente mein erstes Geld. Ich wollte nichts anderes mehr tun und Journalist werden. Aber es kam alles anders, aber es lag nicht an Willi. Heute arbeite ich bei einer Nichtregierungsorganisation in Genf und mit Aktivisten aus der ganzen Welt daran, Technologie für Menschenrechte einzusetzen.

Lieber Willi, 1000-mal, das sind ziemlich viele tote Bäume. Sie starben nicht umsonst, sondern für die beste Seite der MAZ und junge Journalisten. Und für Leser, denen das hoffentlich gefällt.“ 

Rico Scholz (1998–2006)

„Ein schöner Medieneinstieg war das damals Ende der 90er mit Willi und der MAZ. Aber nicht nur kreative, auch kritische Statements waren immer mit dabei und sogar gefragt. Das zeichnet Willi neben dem lokalen Bezug besonders aus. Während des Studiums immer noch Zeit, die eine oder andere Comicfolge von „Jimmy & Jonny“ zu zeichnen. Beruflich ging es in eine andere Richtung. Als Labelmanager bei den Bauer-Studios in Ludwigsburg ist Kreativität auch jeden Tag gefragt. Immer wieder müssen Ideen her, um eine Produktion in der Flut der Veröffentlichungen hervorstechen zu lassen. Unser Jazz-Label Neuklang feiert dieses Jahr sein Zehnjähriges. Hier kommen wieder die Medien ins Spiel, um unsere Arbeit in die Öffentlichkeit zu tragen. Na dann, Willi, berichte weiterhin über Interessantes, Skurriles und Wissenswertes auf dem Weg zur zweiten Mille.“ 

Florian Büttner (2001–2007)

„Als Willi-Schreiber habe ich unter anderem heißes Insiderwissen aus dem Louise-Henriette-Gymnasium ausgeplaudert. Musik-Reviews haben mich manchmal an meine eigenen Schmerzgrenzen gebracht, wenn ich wieder 100 Zeilen über ein Deathmetal-Album schreiben musste. Inzwischen arbeite ich beim Kochhaus, einem jungen Unternehmen in der Lebensmittelbranche mit einer spannenden Idee: In unseren Geschäften sind Lebensmittel nicht mehr nach Warengruppen, sondern nach Rezepten sortiert. Mittlerweile gibt es elf Kochhäuser in sechs Städten. Ich bin verantwortlich für die Rezeptentwicklung sowie für alles rund ums Thema Online und IT.“ 

Michael Wudick (2007–2008)

„Fast sieben Jahre lang lebe ich jetzt schon fern der Grüneberger Heimat. Mein Studium zum Biochemiker absolvierte ich in Potsdam. Von dort aus zog es mich im Zuge meiner Doktorarbeit ins südfranzösische Montpellier. Über meine Zeit dort schrieb ich ein Jahr lang für Willi. Seit drei Jahren lebe und arbeite ich nun in Lissabon, wo ich eine Stelle als post-Doc inne habe und im Bereich Molekularbiologie/Pflanzengenetik arbeite. Mein Draht in die Heimat ist über den ständigen Kontakt zu Familie und Freunden seit all der Zeit fest etabliert. Darüber hinaus bekomme ich meine Updates größtenteils aus online-Medien. Dazu gehört auch nach wie vor der wöchentliche Blick auf die Willi-Seite. So erfahre ich dann so manche Neuigkeit über ehemalige Wegbegleiter, alte Bekannte oder neue Projekte aus der Region, die sonst sicherlich unbemerkt an mir vorbeigegangen wären. Das hoffentlich auch noch bei der 2000. Ausgabe!“

Moritz Marbach (2004–2007)

„Vier Jahre war ich einer der Willi-Schreiber. Im Juni 2007, als Willi das 10. Jubiläum feierte, begann ich mein Politikstudium an der Uni Mannheim. Journalist wollte ich werden. Willi wäre meine Einstiegsdroge gewesen. Heute bin ich Wissenschaftlicher Mitarbeiter und forsche zu Entscheidungsprozessen in Internationalen Organisationen. Aus meiner Zeit bei Willi sind mir die vielen spannenden Menschen im Gedächtnis geblieben, über die ich berichten konnte. Der Auftritt von Politcomedian Serdar Somuncu im Louise-Henriette-Gymnasium zum Beispiel, der samt Hitler-Imitation aus „Mein Kampf" las.“  

Konrad Litschko (2001–2009)

„Los ging’s mit Zahnspange und Bubigesicht. 2001, ein Jahr High School in den USA. Alle paar Wochen schrieb ich für Willi über Besuche im Baseball-Stadion, Halloween oder Schnorcheln in Honolulu. Meine ersten Artikel habe ich bis heute abgeheftet. Später landete ich auch auf den lokalpolitischen Seiten. Ich studierte Publizistik, arbeitete als freier Journalist. Seit vier Jahren bin ich bei der taz in Berlin, inzwischen als Inlandsredakteur, wo ich mich um bundesdeutsche Sicherheitsfragen kümmere. Das alles wohl nicht ohne Willi. Danke!“

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