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Oberhavel Oberhavel-Kliniken bitten zur Kasse
Lokales Oberhavel Oberhavel-Kliniken bitten zur Kasse
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00:45 23.08.2014
Monika Schubert am eigenen Fernseher in Leegebruch. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Für Fernsehen und Telefon müssen die Patienten in den Oberhavel-Kliniken in Oranienburg und Gransee seit diesem Jahr eine Pauschale von 2,50 Euro pro Tag entrichten.

„Das ist schon fast Ausbeutung“, sagt Monika Schubert. Die 62 Jahre alte Frau aus Leegebruch ist schwerbehindert und von der GEZ-Gebühr freigestellt. Mehrmals im Jahr muss sie zu Untersuchungen und chirurgischen Eingriffen ins Krankenhaus. Wegen eines urologischen Check-ups verbrachte sie zuletzt im Juli zwei Tage in der Klinik Oranienburg. „Ich habe gedacht, ich fall’ vom Glauben ab, als die Schwestern mich über die Gebühr informierten. Ich will ja nicht den ganzen Tag fernsehen, aber wenn man so viel liegen muss, ist das die einzige Ablenkung“, so Schubert.

Bislang war das Fernsehen für die Patienten auch in den Oberhavel-Kliniken kostenlos. Lediglich ein Pfandgeld in Höhe von zehn Euro musste für die Nutzung des Fernsehgeräts auf dem Zimmer hinterlegt werden. Die Kaution für die TV-Karte wurde den Patienten am Ende ihres Klinik aufenthalts zurückerstattet.

„Es kann doch nicht sein, dass Fernsehen nur noch für die Reichen ist. Von 2,50 Euro kann ich sonst zwei Tage leben“, klagt Monika Schubert. Um wenigstens die Nachrichten schauen zu können, zahlte sie die Gebühr schließlich doch – und das, obwohl sie sehbehindert ist. „Ich höre das Programm wie ein Hörspiel, weil ich auf den kleinen Bildschirmen kaum etwas erkennen kann.“ Nach ihrem Klinikaufenthalt beschwerte sie sich schriftlich bei der Krankenhausverwaltung über die neu eingeführte Gebühr. Kliniksprecherin Heike Wittstock erklärte gestern gegenüber der MAZ, dass in den Krankenhäusern Oranienburg und Gransee für 300.000 Euro eine neue Telefon- und Fernsehanlage installiert wurde. Statt der Gemeinschaftsgeräte in den Zimmern habe jetzt jeder Patient an seinem Bett einen eigenen kleinen Fernseher. Zur Refinanzierung der Investition als auch zur Wartung der Anlage werde die Servicepauschale von 2,50 Euro pro Tag erhoben.

Davon wusste Lutz Michael Tornow, der als SPD-Kreistagsabgeordneter im Aufsichtsrat der Oberhavel Kliniken GmbH sitzt, gestern nichts. „Ich finde das nicht prickelnd und muss mal mit dem Geschäftsführer reden,“ so Tornow.

Die Kliniken in Birkenwerder und Sommerfeld teilten indes mit, dass das Fernsehen für Patienten in ihren Häusern kostenfrei sei. „Fernsehen und Radio sind Grundbedürfnisse während des Krankenhausaufenthaltes, die nichts kosten sollten“, sagte Asklepios-Sprecher Sebastian Eckert auf MAZ-Anfrage.

Von Josefine Sack und Marion Bergsdorf

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