Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Oberhavel in Tusche gemalt
Lokales Oberhavel Oberhavel in Tusche gemalt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:19 16.11.2016
Das Klubhaus in Kremmen ist eines der Motive im Kalender von Anja Theres Focking. Quelle: Robert Tiesler
Anzeige
Schwante

Am Anfang ist das weiße Blatt. Und ein Motiv. Zum Beispiel die alte Bockwindmühle in Vehlefanz. Anja Theres Focking setzt sich auf die Wiese davor und beginnt zu malen. Sie nimmt sich ihre Tauchfeder, tunkt sie in die Flasche mit der Tuschefarbe und fängt an.

Die 29-Jährige aus Schwante hat in den vergangenen Monaten viele solcher Motive gemalt, sie war in der ganzen Region unterwegs. Heraus kam ein Kalender für 2017: Oberhavel in schwarzer Tusche gemalt. Zu sehen sind auch das Klubhaus in Kremmen, das Oranienburger Schloss, die neuen Bauten am Veltener Bahnhof, der Holzbackofen in Schwante und vieles mehr.

Das Scheunenviertel in Kremmen Quelle: Anja Theres Focking

Dieser Kalender ist für Anja Theres Focking wie ein Stück Heimkehr. „Ich bin in Schwante aufgewachsen“, sagt sie, „war aber lange Zeit weg gewesen.“ In Pforzheim war sie in der Goldschmiedlehre. Bei einem „Tag der offenen Tür“ schaute sie sich in der Hochschule für Gestaltung um. „Dieser kreative Ort zog mich an.“ Sie studierte Design für Schmuck und Objekte der Alltagskultur. „Und das Zeichnen war während des Studiums immer eine spannende Sache.“

Oft bekommt sie zu hören, das sei doch brotlose Kunst. „Aber ich wünsche mir, dass ich damit leben kann“, sagt sie. Mit dem Kalender will sie sich ein Stück weit an das Kultur- und Kunstbusiness wagen. 250 Stück vom Kalender sind gedruckt, viele hat sie schon verkaufen können.

Aber wie ist das eigentlich mit der Tusche? Was passiert denn, wenn sie sich „vermalt“? „Ja, das ist ein Wagnis, aber das reizt mich auch so sehr“, sagt die Schwantenerin. Beim Zeichnen ist es, wie mit einem Stift zu schreiben. Wenn ein grober Fehler passiert, könne er entweder noch zeichnerisch behoben werden, oder sie muss radieren. „Aber einige der Bilder im Kalender sind tatsächlich sogenannte erste Versuche“, sagt Anja Theres Focking. „Das hängt ja auch immer davon ab, wie man drauf ist. Man muss sich wohlfühlen, wenn man loszeichnet.“

Wenn sie so da sitzt – wie an der Vehlefanzer Mühle – dann vergisst sie oft die Zeit. „Wenn ich im Flow bin, dann darf mich keiner stören. An der Mühle, da hatte mich zwischendrin jemand angerufen, aber zum Glück war ich da mit dem Bild schon fast fertig.“ Sie schmunzelt, überlegt und sagt: „Man unterbricht sonst den Moment. Man zeichnet etwas, was man gerade sieht und was man ständig abgleicht mit dem, was man schon auf dem Papier hat. Das ist ein wirklich spannender Moment.“

Der Bahnhof in Velten. Quelle: Anja Theres Focking

Für den Kalender hat sie sich erstmals auch mit Dingen beschäftigt, die sie noch nie gemalt hat. Natur, Büsche oder auch die ganz speziellen Kleinigkeiten am Oranienburger Schlossgebäude. „Geometrisch genau muss es nicht sein. Aber ich habe gemerkt, dass ich mich darauf mal einlassen muss.“

„Alles hat seine Zeit“ – so hat Anja Theres Focking ihren Kalender genannt. Ihre Bilder hat sie passend betitelt: „Riechen und schmecken“ im Oktober oder „Bewahren und loslassen“ im Dezember. Was als nächstes von ihr kommt, lässt sie noch völlig offen. Jetzt ist sie erst mal glücklich über das, was sie geschafft hat.

Wer Interesse an dem Kalender hat, kann eine E-Mail schreiben an ­anjatheres.focking@gmail.com.

Von Robert Tiesler

Die Kinder der Bärenklauer Kita „Zum lustigen Bärenvölkchen“ haben sich in den vergangenen Wochen mit dem Thema Wasser beschäftigt. Dazu gehörten verschiedene Tests und Experimente. Am Mittwochnachmittag wurde im Oberkrämer-Museum eine entsprechende Ausstellung eröffnet.

16.11.2016

Wie viele Jobs bei Bombardier in Hennigsdorf wegfallen werden, ist noch unklar. Klar ist aber, dass der Standort im Kreis Oberhavel erneut massiv betroffen sein wird. Gegen diese Pläne haben am Dienstag hunderte Mitarbeiter von der Zentrale in Hennigsdorf demonstriert.

16.11.2016

Der alte „Briesekrug“ soll nicht als Restaurant reaktiviert werden. Das sagte Eigentümer Henrik Lehmann. Nach 15 Jahren Leerstand sei fraglich, ob eine Sanierung des Bestandsgebäudes überhaupt noch lohne. Er konzentriere seine geschäftlichen Aktivitäten im Birkenwerderaner Ortsteil Briese deshalb ausschließlich auf den gleichnamigen Waldimbiss direkt gegenüber.

15.11.2016
Anzeige