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Oberhavel Oberhavel wehrt sich gegen Vorwürfe
Lokales Oberhavel Oberhavel wehrt sich gegen Vorwürfe
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18:36 19.12.2014
Quelle: dpa
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Hennigsdorf

Die Leute liefen ihr auf dem Flur hinterher. „Sie wollten mehr Geschenke für ihre Kinder“, sagt Marina Schneider. Mit etwa zehn Bürgern wollte die Hennigsdorferin am Dienstag Flüchtlinge im Heim in Stolpe-Süd beschenken. Für eine Weihnachtsaktion hatte ein Medienunternehmen rund 300 Päckchen mit gespendeten Dingen für Kinder und Erwachsene gesammelt. In den ersten beiden Häusern klappte die Aktion, danach warf der Wachschutz die Gruppe um Marina Schneider vom Gelände. „Das war eine Sauerei, es ist doch Weihnachten“, so die 57-Jährige von der Initaitive Hennigsdorfer Ratschlag.

Kreisverwaltung stellte kostenlos Räume zur Verfügung

Die Kreisverwaltung verwahrt sich dagegen, als Verhinderer der Aktion hingestellt zu werden. Man habe dem Veranstalter schon Wochen vorher klargemacht, dass die Geschenkaktion im Heim nicht möglich sei. Die Kreisverwaltung habe dem Organisator stattdessen kostenlos Räume außerhalb des Heimes für die Aktion angeboten, erklärt Kreis-Sprecherin Irina Schmidt. Zudem habe die Verwaltung vorgeschlagen, mit mehrsprachigen Aushängen im Heim auf die Aktion aufmerksam zu machen. Diese Angebote habe der Organisator nicht angenommen und die Aktion auf dem Gelände des Heims ohne Absprache mit dem Kreis veranstaltet.

Keine öffentliche Einrichtung

Irina Schmidt nennt auch Gründe, warum die Aktion in Stolpe-Süd nicht möglich war. Das Heim sei derzeit voll belegt, und es könne Bewohner geben, die eine solche Geschenkaktion nicht wollten, so die Kreis-Sprecherin. Grundsätzlich sei das Heim keine öffentlichen Einrichtung, also nicht für jedermann zugänglich. „Besuche sind mit Besucherschein ohne vorherige Anmeldung möglich. Ohne vorherige Anmeldung ist es jedoch nicht möglich, dass eine größere Besuchergruppe das Heim aufsucht.“ Dafür sei die personelle und die räumliche Ausstattung nicht vorhanden. Die vorhandenen Gruppenräume könnten auch nicht „gebucht“ werden, da sie für jeden Bewohner des Heimes offen stehen.

Leer ging trotzdem niemand aus. Die restlichen Geschenke holten sie die Asylbewerber vor dem Heimgelände ab.

Von Marco Paetzel

Am Donnerstag hatte der Flüchtlingsrat Brandenburg dem Landkreis Oberhavel vorgeworfen, die Geschenkaktionen ohne ersichtlichen Grund behindert zu haben.

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