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Oberhavel will Asylunterkünfte bauen

3 Wohngebäude in Glienicke Oberhavel will Asylunterkünfte bauen

Der Landkreis Oberhavel will auf dem gemeindeeigenen Grundstück an der Gartenstraße in Glienicke drei Wohngebäude errichten lassen. Sie sollen ab dem zweiten Halbjahr zunächst als Gemeinschaftsunterkünfte für bis zu 120 Flüchtlinge dienen. Bauherr ist die kreiseigene Oberhavel Holding Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH.

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Entwurf der geplanten Flüchtlingsunterkunft an der Gartenstraße 11, die mittelfristig zu bezahlbaren Wohnungen umfunktioniert werden sollen.

Quelle: Planungsbüro

Glienicke. Der Landkreis möchte auf dem gemeindeeigenen Grundstück an der Gartenstraße 11 in Glienicke dreigeschossige Wohngebäude errichten lassen, die ab dem zweiten Halbjahr zunächst als Unterkünfte für bis zu 120  Flüchtlinge dienen sollen. Mittelfristig soll dort bezahlbarer Wohnraum für die Bevölkerung geschaffen werden.

Das geht aus der am Donnerstag vorgestellten Unterbringungskonzeption des Landkreises für das Jahr 2016 hervor. Die insgesamt 18 Wohnungen sollen im Auftrag der kreiseigenen Oberhavel Holding Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Germendorf gebaut werden. Die Gemeinde bleibt jedoch Eigentümer des Grundstücks. Nach Ablauf des Pachtvertrages soll das Gebäude der Kommune übereignet werden – für einen Preis laut zukünftigem Verkehrswert. Darüber informierte Bürgermeister Hans G. Oberlack auf Nachfrage.

Vom Bund geförderter Bau von Sozialwohnungen

Laut der fortgeschriebenen Konzeption sollen Bauvorhaben im Rahmen der Unterbringung von Asylsuchenden künftig grundsätzlich verstärkt in Form von Wohnungsverbünden konzipiert werden. Es handelt sich hierbei um kleinere Wohngruppen innerhalb eines angemieteten beziehungsweise neu errichteten Gebäudes. Diese sollen von einem Sozialarbeiter begleitet und betreut werden, wodurch der Betreuungsschlüssel verbessert werden kann. Diese Plätze können mittelfristig in regulären Wohnraum umgewandelt werden und stehen danach dem freien Wohnungsmarkt zur Verfügung. Für den Bürgermeister eine „clevere Idee“, da auf diese Weise mit Bundesförderung („Handlungsrichtlinie für die Übernahme der Kosten der Unterkunft und Heizung nach SGB II und SGB XII“) Sozialwohnungen errichtet werden und die Flüchtlinge nach Anerkennung ihres Asylstatus’ nicht den Wohnungsmarkt belasten. Dass ein ursprünglich geplanter Park nicht realisiert werden kann und insgesamt 80 Bäume gefällt werden müssen, sei zu verschmerzen. „Neue Zeiten verlangen neue Entscheidungen“, sagte Oberlack. Die Größe der Flächenversiegelung resultiere unter anderem aus den laut Satzung erforderlichen Stellplätzen. Es sei jedoch geplant, entlang der Straße neues Grün zu pflanzen.

Auf dem Glienicker Grundstück mit einer Gesamtgröße von 4421 Quadratmetern sind drei Einzelgebäude mit jeweils drei Geschossen und sechs Wohnungen vorgesehen. Der Pachtvertrag soll eine Laufzeit von zunächst 15 Jahren haben, jedoch mit Verlängerungsoption, erläuterte der Bürgermeister. Es sei festgestellt worden, dass die Vorgaben des Bebauungsplans sowie der von der Gemeindevertretung eigens beschlossenen Befreiungen erfüllt werden. Deshalb stünden als nächstes die Fällungen sowie die archäologischen Untersuchungen an. Letzteres sei erforderlich, weil der gesamte Ortskern als Bodendenkmal eingestuft ist.

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Von Helge Treichel

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