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Oberhavel Oberhaveler Mauerteile nach Washington
Lokales Oberhavel Oberhaveler Mauerteile nach Washington
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10:56 03.06.2017
Zwei der vier Mauerteile aus Oberhavel werden in die USA verschifft. Quelle: Robert Roeske
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Germendorf

Im kommenden Jahr werden zwei Segmente der Berliner Mauer, die zu DDR-Zeiten die Gemeinde Glienicke/Nordbahn vom Berliner Bezirk Reinickendorf trennten, im 6700 Kilometer Luftlinie entfernten und sich derzeit noch im Bau befindenden Internationalen Spionage-Museum in Washington D.C. zu sehen sein. Die Mauerteile lagerten auf dem Gelände des Recyclingbetriebes Grunske in Germendorf.

Es sind nicht die ersten Mauerteile aus Oberhavel, die weltweit an die friedliche Revolution 1989 erinnern. Weitere stehen im Variikki-Museumszentrum im finnischen Tampere, im polnischen Partnerkreis Biala Podlaskam im US-amerikanischen Partnerkreis Hudson County und in Taipeh (Taiwan).

Für die Presse gab es extra Fähnchen. Quelle: Robert Roeske

Alle historischen Stücke sind Geschenke des Landkreises. Auch die zwei mehr als 3,5 Meter hohen und 2800 Kilogramm schweren Mauerreste, die in Containern verschifft werden, verschenkt der Landkreis. Erworben hat er sie für einen symbolischen Preis von Grunske – einen Euro gab es für die Mauerteile. Seit dem Abbau der Grenzanlagen stehen sie in Germendorf.

„Nach dem Rückbau der Mauer sollten wir die Teile eigentlich schreddern.“, so Geschäftsführer Jörg Rauschenbach. Bei Grunske dachte man sich aber: die Zeitdokumente könnten noch einen Nutzen haben. „Deshalb blieben ein paar übrig.“ Insgesamt vier Objekte der Zeitgeschichte gab es bis Freitag auf dem Betriebsgelände von Grunske. „Die zwei, die in einem besseren Zustand waren, verschicken wir jetzt.“ Was mit den zwei letzten Mauerteilen bei Grunske passiert, ist noch unklar. „Erst einmal stellen wir sie zur Seite.“

Diese zwei Mauerteile werden bald im US-Museum stehen. Quelle: Robert Roeske

Peter Earnest, Direktor des Spionage-Museums, freut sich über diese Zeugnisse der deutschen Teilung „Die Mauerteile erinnern uns alle daran, wie kostbar Freiheit ist“, teilte Earnest der Kreisverwaltung in einem Dankesschreiben mit. Für die Verschiffung in Containern über Hamburg, den Atlantik und schließlich Baltimore übernimmt das Museum in Washington sämtliche Kosten.

Die Mauerteile aus Oberhavel werden zukünftig Teil einer Ausstellung sein, die sich kritisch mit der Arbeit von Nachrichtendiensten in den 1970er Jahren auseinander setzt. Das geteilte Berlin soll den zeitgeschichtlichen Hintergrund liefern. „Unsere Originalteile passen da sehr gut rein“, so Landrat Ludger Weskamp (SPD). Es sei eine große Ehre, dass die beiden Mauerteile aus Oberhavel künftig in der amerikanischen Hauptstadt zu sehen sein werden.

2800 Kilogramm bringen die Mauersegmente auf die Waage. Quelle: Robert Roeske

„Sie stehen damit stellvertretend für einen wichtigen Teil der deutsch-deutschen Geschichte“, so Weskamp. Die Segmente der ehemaligen Sperranlage würden an die Folgen des Zweiten Weltkriegs, Teilung, Gewalt sowie einen friedlichen Wandel erinnern. Den Anstoß für den Transfer der Mauerteile gab sein Vorgänger, der heutige Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD).

Als er 2013 noch Landrat in Oberhavel war, lief er als begeisterter Sportler nicht nur in Washington D.C. einen Marathon. Er nahm auch gleich an einer Besichtigungstour teil, bei der er mit dem Museum in Kontakt trat und sich austauschte. Es dauerte einige Jahre bis es zum jetzigen Deal kam.

Von Marco Winkler

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