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Oberhavels Linke mit Doppelspitze

Oranienburg Oberhavels Linke mit Doppelspitze

Die Linken in Oberhavel haben sich am Sonnabend eine Doppelspitze gegeben: Es sind Stefanie Rose aus Leegebruch und Enrico Rossius aus Oranienburg. Zum Team gehören noch Ralf Wunderlich als Geschäftsführer und Regina Friedemann als Schatzmeisterin sowie acht weitere Frauen und Männer.

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Neue Doppelspitze: Enrico Rossius und Stefanie Roese ( v. l.) mit Regina Friedemann und Ralf Wunderlich (v. l.).

Oranienburg. Mit einer Doppelspitze geht der Kreisverband der Linken in die nächsten zwei Jahre. Stefanie Rose aus Leegebruch und Enrico Rossius aus Oranienburg haben bei der Mitgliederversammlung am Sonnabend in der Caritas-Werkstätten St. Johannisberg 62 von 63, beziehungsweis 56 von 63 Stimmen bei der Abstimmung erhalten. Geschäftsführer Ralf Wunderlich bekam 61 von 63 Stimmen, Schatzmeisterin Regina Friedemann alle 63 Stimmen.

Dem neuen Vorstand gehören zudem Ursel Degner, Simone Goertz, Gerrit Große und Karin Kockel bei den Frauen an, Michel Elte, Egbert Hahn, Toni Aschersleben und Vadim Reimer vertreten die Männern. Gewählt wurden zudem Delegierte für den Landesparteitag und den auf Bundesebene. Die Linke im Oberhavel zählt aktuell 410 Mitglieder, 27 konnten in der Legislatur seit 2015 dazugewonnen werden.

Enrico Rossius, der seinen Vorsitz im Stadtverband der Linken abgegeben hatte „und beim Kreis neue Herausforderungen sucht“, musste im Bürgermeisterwahlkampf im September eine Niederlage einstecken: „Wir hatten einen intensiven und emotionalen Wahlkampf“, bei dem Namen mehr gezählt hätten als Programmatik. Nun wolle man nach vorn sehen. 2019 sind Kommunalwahlen, und „Wahlkämpfe werden zwischen den Wahlen gewonnen“. Defizite seh er vor allem bei der Vernetzung, „und wir müssen auf der Straße sein, mit den Menschen reden. Unser Ziel ist es, die gute Arbeit der Genossen in den Parlamenten besser zu kommunizieren, damit die Leute davon erfahren.“ Das sei zu kurz gekommen, waren sich Rose und Rossius einig. Zudem werden „Die Idee der Solidarität werde derzeit von rechts abgeschöpft und nicht von links, das ist ein Problem“, zitierte Stefanie Rose Professor Heinz Bude von der Uni Kassel.

Die Doppelspitze ermögliche eine bessere Verteilung der Arbeit. Bei den Themen hielten sich die beiden noch bedeckt. Gesetzt sei aber die Verbesserung des ÖPNV: „Wir wollen langfristig ein kostenloses Oberhavel-Ticket, im ersten Schritt für die Schüler“, so Enrico Rossius.

Zu Gast war am Sonnabend die frisch gewählt Bundestagsabgeordnete für die Linke, Anke Domscheit-Berg, die den Wahlkreis mit betreut. Sie berichtete von ersten Eindrücken und, das sie es für falsch halte, dass derzeit 47 Abgeordnete des Hauptausschusses allein entscheiden. Sie erinnerte daran, dass ein Antrag der Linken, auch die Fachausschüsse arbeiten zu lassen, solange es noch keine neue Bundesregierung gibt, gescheitert ist. Sie berichtete von einer „eiskalten Partei der AfD“, deren Abgeordnete „höhnisch lachen, wenn Grüne von Integration von Flüchtlingskinder berichten“. Und, dass sie künftig als netzpolitische Sprecherin arbeiten wolle.

Von Heike Bergt

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