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Oberkrämer Kitaleiterin Petra Heinicke feiert 40. Berufsjubiläum
Lokales Oberhavel Oberkrämer Kitaleiterin Petra Heinicke feiert 40. Berufsjubiläum
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11:37 15.09.2018
Petra Heinicke aus Häsen leitet seit 1999 die Kita in Vehlefanz. Quelle: Robert Tiesler
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Vehlefanz

Als am 1. August die sanierte Kita „Krämer Kids" in Vehlefanz wieder in Betrieb ging, da gab es eigentlich noch etwas anderes zu feiern. An diesem Tag beging Kitaleiterin Petra Heinicke ihr 40. Berufsjubiläum. „Die Liebe zum Kind“ sei das, was ihren Beruf ausmache, sagt sie. „Kinder sind das Kostbarste, was wir auf der Welt haben.“ Deshalb müsse man ihnen zeigen, wie man das Leben gestalten und wie man ihnen dafür den Weg ebnen könne.

Heute lebt Petra Heinicke in Häsen im Löwenberger Land. Ursprünglich kommt die 60-Jährige aber aus Bautzen in Sachsen. Sie besuchte das Sorbische Institut für Lehrerbildung und war danach ausgebildete Unterstufenlehrerin für Kunst und Sport. Am 1. August 1978 hatte sie ihren Dienstbeginn in Kirschau in Sachsen an der Ernst-Thälmann-Oberschule. „Ich war Sportlehrerin und Horterzieherin“, erzählt sie.

Der Liebe wegen zog es sie dann nach Brandenburg. Sie lebte mit ihrem Mann in Osterne, bekam ein Kind und begann 1984 an der Schule in Mildenberg zu arbeiten. Nachdem sie ihr zweites Kind geboren hatte, wechselte sie nach Gransee an die damalige Stadtschule II und war dort Horterzieherin. Von 1989 bis 1998 war sie Leiterin des Hortes II in Gransee. Nachdem die Einrichtung mit der Zusammenlegung der Stadtschulen geschlossen wurde, arbeitete sie noch ein Jahr in Großwoltersdorf. Als die Stelle als Kitaleiterin in Oberkrämers Ortsteil Vehlefanz ausgeschrieben war, bewarb sie sich – und bekam den Zuschlag. Seit November 1999 hat sie den Posten. „Vier Wochen bevor die Kita eröffnet wurde“, erinnert sie sich.

Die Kita „Krämer Kids“ in Vehlefanz Quelle: Robert Tiesler

Von Häsen aus hat sie nun immer eine Stunde Fahrtweg. „Aber ich bin das gewöhnt, und das macht mir nichts aus“, sagt sie. Sie ist 60, und will auf jeden Fall noch bis zur Rente weitermachen. „Das A und O sind die Kinder. Für mich ist der Beruf eine Berufung.“ Ihr mache es Spaß, mit Menschen zu arbeiten, „auch mit Erwachsenen“, wie sie hinzufügt. „Man muss immer ein offenes Herz haben.“ Sie könne jedem empfehlen, so einen Beruf zu ergreifen. „Mich hält er jung, gerade vom Geist her.“

Beim Personal in der Kita achte sie darauf, dass es eine gute Mischung zwischen jüngeren und älteren, erfahrenen Kollegen ist. „Es ist wichtig voneinander zu lernen."

Gelernt wird auch momentan in der Vehlefanzer Kita. Denn mit der Wiedereröffnung des sanierten Hauses gibt es auch ein neues Betreuungskonzept. Alle Gruppen sind mit Kindern im Alter von einem bis sechs Jahren durchgemischt. „Das funktioniert wie eine Großfamilie.“ Dennoch sei es möglich, auch individuell auf jedes Kind einzugehen. „Wir sind noch in der Findungsphase.“ Aber alle würden mitmachen, Probleme werden offen angesprochen.

In der Freizeit kümmert sich Petra Heinicke um ihren großen Garten in Häsen. „Das ist mein Hobby.“ Den Schwimmteich haben sie und ihr Mann per Hand geschippt. Sie brauche diesen Ausgleich, sagt sie und lächelt.

Von Robert Tiesler

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