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Oberkrämer Plaudern mit dem Bürgermeister
Lokales Oberhavel Oberkrämer Plaudern mit dem Bürgermeister
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18:20 27.02.2019
Bürgermeister Peter Leys besucht das Frauenfrühstück in Vehlefanz. Quelle: Enrico Kugler
Vehlefanz

Weil die Frauen aus Oberkrämer sehr interessiert sind, was es Neues in ihrer Gemeinde gibt, haben sie zu ihrem legendären Frauenfrühstück Bürgermeister Peter Leys (BfO) eingeladen. Bei Hackepeterbrötchen und Kaffee wurde am Mittwoch im Haus der Generationen munter mit ihm geplaudert. „Bevor unser Bürgermeister das Wort hat, möchte ich erstmal unseren Geburtstagskindern gratulieren“, sagte Frauenfrühstücks-Organisatorin Kerstin Laatsch. Wie immer hatte die Chefin des Seniorenbeirates für die Jubilare eine Kleinigkeit gebastelt. Über eine Mini-Brieftasche mit Klettverschluss konnten sich Gisela Hübner (83) aus Vehlefanz, Christel Breuer (82) und Karin Hohmann (73) aus Bötzow freuen. Und weil die Frauen alle so vertieft im Plaudern waren, musste Kerstin Laatsch mit dem Glöckchen läuten, um so zur Ruhe zu mahnen.

Anwohner fordern, die Tempo-30-Zone auf der Lindenallee zeitlich und räumlich zu erweitern. Quelle: Enrico Kugler

Oberkrämer wächst – Ende 2019 werden es 12.000 Einwohner sein

Und dann kam Bürgermeister Peter Leys zu Wort: Oberkrämer wächst, ist zu erfahren. Während die Einwohnerzahl mit gut 10.000 Leuten bis 2013/14 noch stagnierte, begann danach der Zuzug. „Derzeit sind wir etwa 11.700 Einwohner, aber Ende des Jahres werden es wohl 12.000 Einwohner sein“, sagte Peter Leys. Grund seien neu entstandene Wohngebiete wie in Marwitz, wo schon bald die ersten Leute in 185 Häuser einziehen werden.

Der starke Zuzug nach Oberkrämer hat aber auch eine Kehrseite – Kita-, Schul- und Hortplätze seien Mangelware. „Wie es nach derzeitigem Stand der Anmeldungen aussieht, werden wir im Mai fast mit unseren Kitaplätzen am Ende sein“, sagt Leys. Die Kapazität von derzeit 628 Plätzen in sieben Einrichtungen soll aber zeitnah erweitert werden. Auch die 360 Hortplätze in Oberkrämer sollen um weitere 40 aufgestockt werden.

Kita-, Schul- und Hortplätze stoßen bereits an ihre Grenzen

Entlastung bezüglich der knappen Hortplätze soll das neue Gebäude in Bötzow bringen. „Wir hoffen, dass das Gebäude ab April fertig ist“, sagt Leys. 2,5 Millionen Euro wird der Bau kosten. 1,4 Millionen Euro davon sollen aber aus Fördermitteln kommen. Das Grundstück hatte die Gemeinde vom Landkreis per Erbpacht erworben. Peter Leys: „Auf diesem Grundstück planen wir für 1,6 Millionen Euro ein weiteres Hortgebäude zu errichten.“

Organisatorin Kerstin Laatsch zeigt, wann das nächste Frauenfrühstück startet – nämlich am 19. März. Quelle: Enrico Kugler

Auch die Schul-Turnhalle in Bötzow platze aus allen Nähten. „Wir überlegen, in Bötzow in den nächsten Jahren eine weitere Schul-Turnhalle zu errichten“, sagt Leys. Die alte Sporthalle könnte zu Unterrichtsräumen umgebaut werden. Auch die Schule samt Schulhof in Vehlefanz soll erweitert werden. „Ziel ist, dort zum Jahresende eine Baugenehmigung zu haben und im nächsten Jahr schon zu bauen“, sagt Leys. Dann meldet sich eine Frau und auf das freundliche Nicken vom Bürgermeister ergreift sie das Wort: „Es geht um den Sportplatz in Bötzow. In dem neu geschaffenen Raum gibt es keine Toiletten - das kann doch nicht sein.“ Dazu Peter Leys: „Wir als Gemeinde haben unsere Vereine allein 2018 mit 104.000 Euro unterstützt. Für den Sportplatz Bötzow haben wir die Bauunterlagen und die Kosten für den Bau übernommen. Die Raumaufteilung und die Toilettenerstellung wollte der Verein alleine übernehmen. Aber vielleicht übernehmen wir ja auch noch diese Kosten.“

Anwohner fordern die Tempo-30-Zone auf der Lindenallee zu erweitern

Gesprächsthema war auch wieder die vom Kreis abgelehnte Verkehrsinsel auf der Lindenallee. Lediglich eine 30er Zone zwischen der Tankstelle und Bärenklauer Straße gibt es jetzt, die aber nur von 6.30 bis 13 Uhr gilt. Ortsvorsteherin Erika Kaatsch: „Die Zone muss ganztägig gelten und ausgeweitet werden. Die rasenden Autos machen eine sicherere Überquerung der Straße unmöglich.“

Peter Leys sieht alle Möglichkeiten der Gemeinde erschöpft. „Alle Anträge wurden von der Straßenverkehrsbehörde abgelehnt. Jetzt hilft nur noch öffentlicher Druck.“ Erika Kaatsch überlegt nun, eine Demo zu starten: „Irgendwie müssen wir uns ja Gehör verschaffen.“

Von Jeannette Hix

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