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Oberkrämer Gemeindevertreter diskutieren über Schulstandort
Lokales Oberhavel Oberkrämer Gemeindevertreter diskutieren über Schulstandort
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01:05 28.09.2018
Die Barbara-Zürner-Oberschule in Velten bekommt einen Neubau –das soll auch Kindern aus Oberkrämer zugute kommen. Quelle: Marco Paetzel
Oberkrämer

Um 22.28 Uhr musste am Donnerstagabend die Sitzung der Gemeindevertreter von Oberkrämer abgebrochen werden. Nach 22 Uhr darf im Gemeindesaal in Eichstädt kein neuer Tagesordnungspunkt mehr aufgerufen werden. Die fehlenden Punkte – darunter die Forderung nach einer Tempo-30-Zone an der Schwantener Kita und die Bebauung an der Dorfaue in Bötzow –wurden in die Sitzung im November verschoben.

Sehr lange diskutiert worden ist über eine mögliche weiterführende Schule für Oberkrämer. Landrat Ludger Weskamp (SPD) hatte den Vorschlag ins Spiel gebracht, für die Veltener Barbara-Zürner-Oberschule einen Neubau zu errichten. In der Einwohnerfragestunde sagte Mandy Krenz, die Sprecherin der Elterninitiative „Gesamtschule für Oberkrämer“, dass man mit der Lösung leben könne. Man habe immer von einer wohnortnahen Lösung gesprochen.

Die Fraktion Bürger für Oberkrämer (BfO) hatte einen Antrag eingebracht, die Absichtserklärung des Landrates zu unterstützen. In einem Antrag der CDU wurde zudem darauf gedrängt, den öffentlichen Nahverkehr zu den Schulen zu stärken. Die Linken forderten, den Bau einer Schule in Oberkrämer selbst weiter zu forcieren.

Zu diesem Thema entwickelte sich eine längere Diskussion. Matthias Schreiber (BfO) wies auf die Podiumsdiskussion in Marwitz hin, bei der ein Fazit war, dass eine neue Schule nicht zwingend in Oberkrämer gebaut werden müsse – erneut fiel das Stichwort „wohnortnah“.

Bernd Ostwald (CDU) wollte das Thema dagegen noch mal in den Fachausschüssen besprechen. Dem schloss sich Carsten Schneider (parteilos) an. „Es sind unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen“, sagte er. Die Frage sei, ob man eine Schule für Oberkrämer oder in Oberkrämer haben wolle. Marwitz und Bötzow könnten sich gut mit Velten arrangieren, bei den nördlicheren Ortsteilen sei das aus seiner Sicht nicht so.

Bürgermeister Peter Leys (BfO) wies darauf hin, dass noch in diesem Jahr die Beschlüsse zum Oberhavel-Haushalt gefasst würden – die Rückstellung in die Fachausschüsse in Oberkrämer würde bedeuten, dass ein Beschluss noch länger dauern würde. So ist der CDU-Antrag dann auch knapp mit neun Ja-Stimmen und zehn Nein-Stimmen abgelehnt worden.

Patrick Zechel (Linke) sagte später, dass eine weiterführende Schule möglichst wohnortnah entstehen müsse. „Das ist für uns Oberkrämer.“ Velten sei für Marwitz oder Bötzow in Ordnung, nicht aber zum Beispiel für Neu-Vehlefanzer und Klein-Ziethener. Letztlich vertrat die Linke die Position, dass man später noch mal einen Standort Oberkrämer ins Spiel bringen wolle – das Thema sei für die Fraktion noch nicht vom Tisch.

Auch Uta Hoffmann (SPD) sagte, dass eine Entscheidung für Velten erst mal „Dampf aus dem Kessel“ nehmen würde. Dennoch solle man auf längere Sicht am Plan festhalten, in Oberkrämer zu bauen. Es gehe auch um die Gemeinschaft im Ort, die man den Kindern damit suggeriere.

Bürgermeister Peter Leys sagte, dass eine Schule in Oberkrämer ein Standortvorteil wäre. „Momentan ist das aber unrealistisch. Deshalb müsse die Absichtserklärung des Landrates unterstützt werden, dass er auch so umgesetzt werde –also dass der Kreistag der Idee folgt. Aber auch er ließ dann offen, dass man sich später noch mal direkt um einen Standort in Oberkrämer kümmern könne. Im Sinne der Kinder müsse man sich aber erst mal darum kümmern, dass in Velten der Anfang gemacht werde. So ähnlich hatten die Linken auch ihren Antrag zu diesem Thema formuliert.

Am Ende gab es besagte drei Anträge zu diesem Thema. Für den Antrag der Linken gab es zwölf Ja-Stimmen und drei Nein-Stimmen von der CDU. Allerdings nahm die Linke den Teil im Antrag zurück, in dem unter anderem der Bau einer Schule in Oberkrämer auf Gemeindekosten gefordert wird.

Der Antrag der CDU – in dem eigentlich auch die Velten-Variante befürwortet worden ist und zusätzlich Busanbindungen gefordert wurden – ist mit vier Ja-Stimmen und sieben Nein-Stimmen abgelehnt worden. Dem ursprünglichen Antrag der BfO – also die Unterstützung der Landratspläne in Velten – wurde mit 13 Ja-Stimmen und fünf Nein-Stimmen zugestimmt.

Von Robert Tiesler

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