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Oberkrämer Großes Unverständnis über Schulpläne des Landkreises
Lokales Oberhavel Oberkrämer Großes Unverständnis über Schulpläne des Landkreises
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01:16 15.07.2018
Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO) unterstützt Mandy Krenz und die Elterninitiative. Quelle: Bert Wittke
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Oberkrämer

Eine Oberschule in Lehnitz und mehr Klassenzüge für die Zürner-Oberschule in Velten. Das reicht nach Ansicht der Kreisverwaltung in Oberhavel auch, um den zukünftigen Bedarf an Oberschulplätzen in Oberkrämer zu decken. Wie berichtet, war das die Antwort auf die Fragen, die die Bötzower Mutter Mandy Krenz in der vergangenen Woche in der Bürgerfragestunde des Kreistages eingereicht hatte.

Mandy Krenz: Antworten sind fatal

Die Antworten findet Mandy Krenz fatal, wie sie am Donnerstag sagte. „Lehnitz wird nicht mal den Oranienburger Bedarf decken können“, glaubt die Sprecherin der Elterninitiative, die sich seit Monaten mit Zahlen und Statistiken befasst. Dass in den Zahlen der Kreisverwaltung auch weiterhin der Zuzug nach Oberhavel nicht berücksichtigt werde, sei für sie vollkommen unverständlich. Ihr Plan ist jetzt, sich von allen Städten und Gemeinden in Oberhavel die Kita- und Grundschulpläne geben zu lassen. „Der Landkreis muss einfach auf Fakten reagieren“, sagt Mandy Krenz. Am 4. Oktober, zur nächsten Kreistagssitzung, will sie wieder nach Oranienburg und wieder in der Bürgerfragestunde sprechen. „Da sitzen die Entscheider“, sagt sie.

Verwunderung in Eichstädt

Aber nicht nur in der Initiative zeigt man sich verwundert, sondern auch in der Verwaltung der Gemeinde Oberkrämer in Eichstädt. Bei der Kreistagssitzung war auch der stellvertretende Bürgermeister Peter Matschke (BfO). „Ich habe das getan, weil es Oberkrämer-Interessen berührt und weil die Verwaltung diesen Prozess unterstützt“, sagte er am Donnerstag. Er könne es „schlicht nicht nachvollziehen“, dass der Landkreis bei der Planung der Schülerplätze nur von den Meldedaten ausgehe. „Dann wären die Annahmen schon falsch, wenn nur ein Zuzug vorliegt“, so Peter Matschke. Er verweist auf den Ortsteil Marwitz, wo momentan kräftig gebaut werde – und nicht nur dort. „Diese Tatsache kann ich doch bei den Prognosen nicht ausblenden.“

Voraussichtlich im August soll es laut Peter Matschke einen weiteren Gesprächstermin zwischen Landrat Ludger Weskamp (SPD) und Bürgermeister Peter Leys (BfO) zur Schulsituation in Oberkrämer geben. Zudem plant Mandy Krenz eine weitere Podiumsdiskussion in der Marwitzer Turnhalle zu diesem Thema.

Von Robert Tiesler

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