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Oberkrämer Gruseln für den guten Zweck
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19:26 29.10.2018
Kristin Werner und Manuel Schneider mit Sohn Noah in ihrem gruselig geschmückten Garten. Quelle: Enrico Kugler
Eichstädt

Manuel Schneider ist Anpacken gewohnt. Mit Lebensgefährtin Kristin Werner betreibt der gebürtige Veltener ein Umzugsunternehmen. Einmal im Jahr, wenn Halloween ansteht, legt der 35-Jährige auf seinem eigenen Hof Hand an. Dann sägt, hämmert, bastelt und baut der Gruselfan („Ich liebe Horrorfilme!“) nach Herzenslust und was sein Garten im Eichstädter Verbindungsweg an Platz hergibt.

Stundenlang tüftelt Manuel Schneider dann an grusligen Kostümen und Dekorationen. Ideen und Inspirationen kommen ihm „einfach so. Die Ideen wachsen dann in meinem Kopf und ich überlege mir, wie ich sie in die Praxis umsetzen kann.“ Manchmal holt er sich auch Inspirationen aus dem Internet, schaut, wie andere Halloween-Fans ihre Häuser dekorieren. Särge, Grabsteine, Skelette, eine Mumie, jede Menge Spinnen und Spinngewebe verteilen sich in diesem Jahr im Vorgarten der kleinen Familie. Auch Lebensgefährtin Kristin und den gemeinsamen Sohn Noah hat der 35-Jährige mit seiner Leidenschaft inzwischen angesteckt. Wenngleich die 29-Jährige ihren Freund mitunter gern etwas bremsen würde. Aber: „Im Großen und Ganzen ist das schon okay. Ich habe mich inzwischen mehr oder weniger daran gewöhnt“, schmunzelt sie. Befremdlich sei es für sie manchmal, wenn ihr Freund die im Keller eingelagerten Gruselfiguren beizeiten aus ihrem Dornröschenschlaf befreit und diese ohne Vorwarnung im Wohnhaus verteile, um sie für den Halloweeneinsatz vorzubereiten. „Das eine oder andere Mal habe ich mich dann schon mächtig erschrocken, wenn die Puppen plötzlich in unserem Büro oder mitten im Wohnzimmer auftauchen“, verrät sie.

„Wir wollen vor allem den Kindern eine Freude damit machen“

Am Ende zieht die dreiköpfige Familie jedoch an einem Strang. Auch, weil „wir vor allem den Kindern in der Gegend etwas bieten und ihnen eine Freude machen wollen. Ich würde mich freuen, wenn noch viel mehr Nachbarn ihre Gärten zu Halloween dekorieren würden“, bedauert Manuel Schneider, dass dieser Brauch in Eichstädt bislang kaum Anhänger gefunden hat.

In dieser Spendenbox Geldstücke von Besuchern, Passanten und Halloweenfans gesammelt, die der Kita „Zwergenland“ aus Eichstädt zu Gute kommen sollen. Quelle: Enrico Kugler

Von Schneiders Leidenschaft für Gruseleffekte und Halloween soll in diesem Jahr auch die Kita „Zwergenland“ aus Eichstädt profitieren. Denn Nachbarn, Besucher und Passanten können den ein oder anderen Euro in einer Spendenbox da lassen, die Manuel Schneider am Zaun seines Grundstückes verbaut hat. „Wir freuen uns über jeden, der sich an unserem Gruselspaß erfreut und eine kleine Spende da lässt“, meint er. Den Betrag, der bis zum Ende dieser Woche zusammengekommen ist, stiftet die Familie der örtlichen Kita. „Für Ausflüge oder wenn etwas angeschafft werden muss“, erklärt Kristin Werner, denn „Kitas haben immer eine Verwendung für Spenden“.

Auch Sohn Noah ist bereits Halloweenfan

Seit Dezember 2015 wohnt die kleine Familie in Eichstädt. Im vergangenen Jahr baute Manuel Schneider zum ersten Mal seinen Vorgarten zu einer umfangreichen Halloweenwelt um. Der gelernte Koch, der auch eine Ausbildung zum Mediengestalter absolvierte, hat sich inzwischen gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, die gelernte Immobilienkauffrau ist, sein Umzugsunternehmen aufgebaut. „Wir haben gut zu tun“, verrät er. Auf die Auszeiten vor allem mit seinem Sohn freut er sich daher ganz besonders. „Noah begeistert sich für das Halloweenbasteln fast schon genauso wie ich“, verrät der stolze Papa. „Es ist toll, wenn wir das zusammen machen. Angst hatte er bislang noch nie.“

Der dreijährige Noah hilft Papa Manuel beim Aufbauen der Deko. Quelle: Enrico Kugler

Bis zum Mittwochabend verfeinert der 35-Jährige seinen Gruselpark noch, tüftelt jeden Tag an Verbesserungen. „Der Wind macht uns gerade mächtig zu schaffen“, sagt er. Mittwochabend wird groß aufgefahren, wenn zusätzlich zu Puppen, Figuren und Deko auch noch Licht- und Nebeleffekte sowie ein Beamer für zusätzliche Gruselstimmung aufgebaut werden. Was genau die Besucher zu sehen bekommen, verrät Manuel Schneider noch nicht. Zu sehen ist das Spektakel am Halloweenabend mit Eintreten der Dämmerung im Verbindungsweg 3 in Eichstädt. Kristin Werner hat einen ordentlichen Süßigkeitenvorrat angelegt. Denn die Kinder, die sich auf den Hof trauen, bekommen natürlich dann auch Süßes statt Saures.

Von Nadine Bieneck

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