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Oberkrämer Hortnerin Rosi Lasrich geht bald in den Ruhestand
Lokales Oberhavel Oberkrämer Hortnerin Rosi Lasrich geht bald in den Ruhestand
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21:23 12.02.2019
Rosemarie Lasrich wird bald in den Ruhestand verabschiedet. Im Hort Bötzow war die Pädagogin bei allen Kindern und Kollegen gleichermaßen beliebt. Quelle: Enrico Kugler
Bötzow

Ein bisschen wehmütig ist Rosi heute schon. Am Freitag, 22. Februar, hat sie im Bötzower Hort „Pippi Langstrumpf“ ihren letzten Arbeitstag. Rosemarie Lasrich (65) geht dann in den Ruhestand. „Wir werden sie sehr vermissen“, sagte Birgit Rosenthal, die stellvertretende Leiterin des Hortes am Dienstag. „Sie ist mit Leib und Seele Erzieherin. Sie hat immer einen Scherz auf der Lippe.“ Aber es sei ihr auch immer wichtig, den Kindern neue Wege aufzuzeigen. „Liebevoll-konsequent und herzlich“, so sagt sie über Rosemarie Lasrich.

Rosemarie Lasrich (l.) mit Birgit Rosenthal. Quelle: Enrico Kugler

„Ich liebe an diesem Beruf, dass ich jeden Tag auf Kinder treffe, auf die man sich nicht vorbereiten kann“, sagt Rosemarie Lasrich sichtlich gerührt. Jeder Tag sei anders, sagt die Veltenerin. „Ich bin hier sehr gerne, und ich kann es immer kaum abwarten, wenn die Kinder am Mittag in den Hort kommen.“ Ihre Einstellung zu den Kindern: „Ich nehme sie so, wie sie erst mal sind. Ich zeige ihnen Wege auf, wie sie besser durch das Leben kommen. Als Ratschlag, nicht als Forderung.“ Sie betreut gerade hauptsächlich eine Gruppe Viertklässler.

Rosemarie Lasrich. Quelle: Enrico Kugler

Ursprünglich kommt sie aus der Nähe von Perleberg, später zog sie „in die Kremmener Gegend“, wie sie erzählt. Sie besuchte die Oberschule in Hennigsdorf, begann später ein Studium an der pädagogischen Hochschule in Halle zur Pionierleiterin und Biologielehrerin. 1976 stieg sie dann in Velten in den Beruf ein.

Rosemarie Lasrich mit Kindern im Hort. Quelle: Enrico Kugler

Nach zehn Jahren wollte sie sich jedoch umorientieren und wechselte 1986 in den Veltener Hort. 1998 begann sie, in Oberkrämer zu arbeiten. Seit 2004 gehört sie zum Team des Bötzower Hortes „Pippi Langstrumpf“.

„Rosi wird geliebt von den Kindern“, erzählt Birgit Rosenthal. „Und auch ich habe immer gern ihren Rat angenommen, sie hat immer ein offenes Ohr und gibt Tipps.“ Wenn die Kinder gegen Mittag in den Hort kommen, dann werden erst mal die Hausaufgaben erledigt. „Dann überlegen wir uns gemeinsam was“, sagt Rosemarie Lasrich. Bei den Viertklässlern gehe es auch darum, sie darauf vorzubereiten, wie sie ohne Hort am Nachmittag klarkommen. Die vierte Klasse ist das letzte Jahr mit Hortbetreuung. „Hausaufgaben und viele andere Sachen müssen dann auch ohne uns klappen.“

Rosemarie Lasrich wird bald in den Ruhestand verabschiedet. Quelle: Enrico Kugler

Die Kinder haben sich in den vier Jahrzehnten durchaus stark verändert, sagt sie. „Das Zwischenmenschliche bleibt oft auf der Strecke. Die neuen Medien würden ihnen zwar viel mitgeben, aber sie würden auch ablenken und stressen. Oft nehmen sich Eltern auch zu wenig Zeit für die Kinder.“ Aber auch der Leistungsdruck steige, ein behütetes Kinderleben würden sie immer seltener erleben.

Wie wird sie ihren letzten Tag im Hort erleben? „Immer ein bisschen Heulland“, sagt sie und lächelt. „Aber ich werde auch zu Hause gut zu tun haben. Mein Mann ist schon drei Jahre zu Hause, der wartet schon.“ Mehr Reisen sollen dann drin sein, auch eine Nähmaschine möchte sie sich zulegen und wieder mehr Ordnung schaffen. „Außerdem habe ich eine Katze und einen Garten.“ Sie könne sich auch vorstellen, irgendwo ehrenamtlich einzusteigen. „Aber erst einmal: zu Hause sein und tief durchatmen.“ Sie sagt aber auch: „Ich habe keinen Schiss davor, zu Hause zu sein.“

Von Robert Tiesler

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