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Oberkrämer Initiative: Zu wenig Plätze in der Mittelstufe
Lokales Oberhavel Oberkrämer Initiative: Zu wenig Plätze in der Mittelstufe
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00:47 30.04.2018
Mandy Krenz von der Initiative „Gesamtschule für Oberkrämer“ mit Bürgermeister Peter Leys. Quelle: Robert Tiesler
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Oberkrämer

Der Streit um die Schülerzahlen in Oberhavel geht weiter. Ausgangspunkt ist die Frage, ob in Oberkrämer eine weiterführende Schule gebaut werden soll, wie es dortige Eltern fordern. Die Gemeindeverwaltung hatte im März Zahlen vorgelegt, die diesen Bedarf aufzeigen.

In einem Interview mit der MAZ hatte Kreis-Bildungsdezernent Matthias Kahl gesagt, dass die Öffnung einer neuen Oberschule in Lehnitz auch Entspannung für Oberkrämer bringen könnte, in dem Leegebrucher Kinder künftig nach Oranienburg gehen und es dafür in Velten freie Oberschulplätze für Oberkrämer geben könnte.

Mandy Krenz von der Elterninitiative „Gesamtschule für Oberkrämer“ bezweifelt, dass das funktionieren wird. Denn allein der Bedarf der Kreisstadt Oranienburg mit ihren Ortsteilen besagt, dass bis 2020 dort etwa 2550 neue Wohnungen gebaut werden müssten. Außerdem steige alleine der Bedarf an Grundschulplätzen von jetzt 2506 auf bis 2973 im Jahr 2025.

Wohin mit den Kindern aus Leegebruch und Oberkrämer?

Mandy Krenz geht davon aus, dass es damit an der künftigen Lehnitzer Oberschule auch keine weiteren freien Kapazitäten geben werde. Dass Leegebrucher Kinder sich verstärkt nach Oranienburg statt nach Velten orientieren sollen, widerspreche außerdem der freien Schulwahl, so die Bötzowerin weiter. Angesichts der Worte von Matthias Kahl zieht sie diesen Schluss: „Die Lehnitzer Schule wird gerade mal für Oranienburg reichen, und in Velten sind die Leegebrucher nicht mehr gewünscht, weil die Kinder aus Oberkrämer dort hin sollen“ So oder so müsse gehandelt werden. „Die Zeit läuft uns davon“, sagt sie. „Und wir tappen immer noch im Dunkeln.“ Es seien nur noch vier Jahre, bis die geburtenstarken Jahrgänge die 7. Klassen erreichen, und der Bau einer neuen Schule nehme viel Zeit in Anspruch. Sie hat bereits Gespräche mit mehreren kleinen Parteien geführt. „Die größeren halten sich momentan noch bedeckt“, so Mandy Krenz.

Piraten melden sich zu Wort

Auch Mitglieder des Regionalverbandes Nordbrandenburg, der Piratenpartei, melden sich zu Wort. Die Lage habe sich jetzt derart verschärft, dass der Landkreis Oberhavel nach Informationen der Piraten bereits private Schulträger mit der Bitte um eine Kapazitätserhöhung kontaktiert habe. „Der Landkreis versucht sich hier aus der Verantwortung zu stehlen“, sagt Axel Heidkamp, Kreistagsabgeordneter der Piraten.

Bei der Planung neuer Schulen müssten auch die zu erwartenden Fahrtwege der Schülerinnen und Schüler – insbesondere aus den kleineren Gemeinden – berücksichtigt werden. So seien Fahrtwege von einer Stunde und mehr inakzeptabel. Statt das Problem endlich anzugehen, verliere der Landkreis wertvolle Zeit – so lautet der Vorwurf der Piraten. „Dabei ist das drohende Problem seit längerem bekannt“, sagt Axel Heidkamp. Bereits jetzt könne in diversen Fällen beim Wechsel in die Mittelstufe weder der Erstwunsch noch der Zweitwunsch der Kinder erfüllt werden – wie mehrfach in Bötzow geschehen.

Podiumsdiskussion am 24. Mai

Wie Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO) am Donnerstagabend in der Sitzung der Gemeindevertreter mitteilte, wird es am Donnerstag, 24. Mai, um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema geben. Sie findet in der Turnhalle in Marwitz statt. Alle Fraktionsvorsitzenden der Parteien aus dem Kreistag seien dazu eingeladen, außerdem Vertreter des Schulamtes. Organisiert wird die Veranstaltung von der Elterninitiative „Gesamtschule für Oberkrämer“.

Von Robert Tiesler

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