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Oberkrämer Krämer Forst platzt aus allen Nähten
Lokales Oberhavel Oberkrämer Krämer Forst platzt aus allen Nähten
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16:18 09.07.2018
Die Baumkletterstation war ein Renner. Auch die zehnjährige Lia Sophie aus Birkenwerder war begeistert. Quelle: Robert Roeske
Wolfslake

 Ein Fest für die Sinne, zum Mitmachen, Nachmachen und Lernen. Das Krämerwaldfest bot in seiner 16. Auflage am Sonnabend mehreren tausend Besuchern bei herrlichem Sonnenwetter im Krämer Forst ein regelrechtes Überangebot an Unterhaltung, Attraktionen und Gaumenschmaus: Ob Kienapfelzielwurf oder Baumstammziehen bei den Waldmeisterschaften, Bogenschießen oder Waldwanderungen, Wildnispädagogik, Märchentheater oder Voltigieren, Hundeschule, Waldbaden oder Kaminholzauktion – das Programm platzte ebenso wie die Veranstaltung aus allen Nähten. In Scharen strömten ganze Familien, Groß und Klein, Jung und Alt auf das Gelände der Waldbegegnungsstätte.

Groß und Klein enterte das Krämerwaldfest. Quelle: Robert Roeske

Viele Besucher besuchen das Fest seit Jahren

Die Leegebrucherin Bärbel Beust erkundete mit ihren Enkeln das Areal. Nicht zum ersten Mal: „Wir besuchen das Fest seit sieben Jahren. Das Flair hier ist ganz wunderbar, es gibt viel zu gucken, vor allem für die Kinder.“

Tausende Besucher erkundeten beim der 16. Auflage des Krämerwaldfestes am Sonnabend, den 28. April 2018, ein regelrechtes Überangebot an Attraktionen. Vor allem für Kinder wurde mächtig viel geboten.

Den Wald erlebbar machen – genau das war einst der Anstoß für das Krämerwaldfest, das sich längst etabliert hat und nicht nur Besucher aus Oberhavel, sondern auch dem Havelland, Potsdam und zahlreich auch aus Berlin ins Grüne lockt. „Es ist ein schönes Gefühl, zu sehen, dass es das Fest bis heute gibt und was daraus geworden ist“, ging Uwe Voigt bei dem Trubel rund um die Waldbegegnungsstätte regelrecht das Herz auf. Der inzwischen 60-Jährige war von 1999 bis 2004 in der Region als Oberförster tätig. „Das vorher militärisch genutzte Gelände ging vor 16 Jahren mit seinen riesigen Waldflächen als Eigentum an das Land. Wir haben es Schritt für Schritt zurückgebaut und unser Herzensanliegen war dabei, einen zentralen Ort für Menschen zu schaffen, die sich für den Wald interessieren und begeistern. So wurde die Idee des Krämerwaldfestes geboren“, erinnert sich der Veltener. „Die Leute kommen hier ins Gespräch, können Fragen loswerden: Wie ist das nun mit dem Wolf in der Region? Warum haben wir die Wildschweine in Hennigsdorf? Und – sie finden hier Natur zum Anfassen“, resümiert der einstige Oberförster, der inzwischen im Landesbetrieb Forst Brandenburg tätig ist und vorwiegend Schreibtischarbeit verrichtet. Von dort aus gibt es gute Nachrichten: „Der Forst in Brandenburg entwickelt sich positiv. Die Kollegen in den Wäldern sind sehr fleißig.“

Uwe Voigt gehört vor 16 Jahren zu den Gründungsvätern des Krämerwaldfestes. Quelle: Robert Roeske

Baumkletterstation heiß begehrt

Viel Betrieb gab es den ganzen Tag lang auch an der Baumkletterstation. Zahlreiche Kinder nutzten die Möglichkeit, sich gut abgesichert und unter den wachsamen Augen ausgebildeter Baumkletterer an einer der hoch gewachsenen Kiefern empor zu hangeln. „Das Interesse ist groß, die Kletterstationen sind durchgängig belegt und die Leute haben großen Spaß daran“, freute sich Carsten Schern. Der 38-jährige, selbstständige Baumpfleger betreute mit seinen Kollegen die Station und berichtete Spannendes aus seinem vielseitigen Berufsalltag: „Verkehrssicherung, Totholzbeseitigung, Ast- und Kroneneinkürzung, wenn nötig auch Baumfällungen – für uns gibt es immer etwas zu tun.“ Vor allem die Monate nach Herbststurm Xavier seien kräftezehrend gewesen: „Das war der blanke Wahnsinn.“

Fahrradsternfahrt zum Krämerwaldfest

Mit einer Sternfahrt zum Krämerwaldfest wurde am Sonnabend (28. April) auch die Fahrradsaison in Oberhavel offiziell eröffnet.

Zweiradfahrer wurden auf vier Touren zum Anradeln im Landkreis eingeladen.

In Oranienburg startete eine 18 Kilometer lange Route vom Bahnhofsvorplatz.

Startpunkt in Birkenwerder war das Rathaus. Mit 22 Kilometern war dies die längste der insgesamt vier Fahrten.

Vom Hohen Neuendorfer Rathaus aus machten sich die Radler auf eine 20 Kilometer lange Strecke.

Die Tour von Hennigsdorf zum Krämerwaldfest war mit 14 Kilometern die kürzeste.

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Von Nadine Bieneck

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