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Oberkrämer Pfingstmontag: Ein Besuch auf dem Mühlenhof
Lokales Oberhavel Oberkrämer Pfingstmontag: Ein Besuch auf dem Mühlenhof
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00:40 20.05.2018
Helmut Schönberg beim Einrichten des Museums auf dem Mühlenhof. Quelle: Enrico Kugler
Vehlefanz

Die große Bockwindmühle am Vehlefanzer Ortseingang ist weithin sichtbar und über Oberkrämer hinaus bekannt. Dass das Dorf aber noch eine zweite Mühle vorweisen kann, wissen bislang wenige. Wie berichtet, kaufte 2014 Dietmar Sturzbecher das mehr als 100 Jahre alte Anwesen der Müllerfamilie Bathe. Lange ist auf dem Hof gearbeitet worden. Der dort befindliche technische Schatz kann nun von den Besuchern angesehen werden. 2019 könnte die Mühle sogar wieder arbeiten, sagte Helmut Schönberg, der Ehrenvorsitzende des Vehlefanzer Heimatvereins. Die Motormühle von 1935 wurde wegen der besonderen geschichtlichen Bedeutung in das Verzeichnis der Denkmale des Landes Brandenburg eingetragen.

Der Mühlenhof in Vehlefanz. Quelle: Enrico Kugler

Am Pfingstmontag zum bundesweiten Mühlentag, können sich Besucher auf dem Hof in der Lindenallee 8 umschauen. Es handelt sich um einen Vierseithof. Rechts steht der dreistöckige Giebelbau mit der Motormühle. Daneben ist die alte Bäckerei. Außerdem gibt es dort eine Remise, Pferdeställe, Scheunen und Unterstände. Das niedrige Bauernhaus an der Straße ist kürzlich abgerissen worden, dort soll demnächst ein neues Haus entstehen, in dem sich auch Ferienwohnungen befinden könnten.

Am Pfingstmontag kommt gegen 10 Uhr zur Feier des Tages der Chor „Vehlefanzer Amseln“, um ein paar Ständchen zu singen. Außerdem wollen die Mitglieder des Heimatvereins auf dem Gelände einen Baum pflanzen – die Sorte heißt Cox Orange und ist ein Kulturapfel. Außerdem ist an diesem Tag die alte Postkutsche unterwegs – zwischen den beiden Mühlen in Vehlefanz.

Es wird aber noch ein besonderer besuch in Vehlefanz erwartet, wie Helmut Schönberg verrät. Manfred Bathe reist aus Nordrhein-Westfalen an. „Das ist der Enkel von Otto Bathe, der damals das Grundstück hier betrieben hat. Der Vehlefanzer hofft, dass er von dem Besuch etwas über die Bedienungsweise der Mühle erfahren kann, denn Manfred Bathe hat bis zum Alter von 14 Jahren auf dem Hof gelebt und später den Müllerberuf gelernt. Immerhin soll die alte Mühle auf dem Hof ja im kommenden Jahr auch zum Laufen gebracht werden.

Helmut Schönberg ist mit seinen Mitstreitern vom Heimatverein dabei, dort ein kleines Museum einzurichten. „Es gab mal im Ort 82 landwirtschaftliche Betriebe und 39 Handwerker“, erzählt er. „Die haben eine hervorragende Arbeit geleistet.“ Daran soll in der Ausstellung erinnert werden. „Wir wollen hier dokumentieren, wie vor 100 Jahren zum Beispiel ein Schmied gearbeitet hat.“ Es ist geplant, dass die Ausstellung immer mal wieder erneuert wird. „Ich habe noch ungefähr 250 Sachen bei mir zu Hause liegen, die sollen dann hier teilweise entsprechend gezeigt werden“, sagt Helmut Schönberg. Gezeigt werden soll die Schau vor allem immer dann, wenn Veranstaltungen geplant sind. Ob darüber hinaus die Möglichkeit besteht, sich das alles anzusehen, sei noch nicht klar, sagt Helmut Schönberg. Aber schon jetzt habe er eine Anfrage der Vehlefanzer Kita, ob er nicht mal eine Führung organisieren könne. Das wolle er gern tun, sagte er.

Von Robert Tiesler

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