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Oberkrämer Brandenburger will auf dem Nürburgring den Pokal holen
Lokales Oberhavel Oberkrämer Brandenburger will auf dem Nürburgring den Pokal holen
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01:16 20.04.2019
Robert Schröder aus Bärenklau startet am Nürburgring – Freundin Louisa freut sich für ihn. Quelle: Enrico Kugler
Bärenklau

Wenn die Reifen quietschen und qualmen, wenn der Motor röhrt und am Ende nach einer Mega-Tour unter Lebensgefahr die Champagnerkorken knallen und der Pokal in die Höhe gerissen wird – das und viel mehr ist es, was Robert Schröder (29) aus Bärenklau am Rennsport fasziniert. Ende April geht er am Nürburgring an den Start. Und vielleicht hat er dann schon wieder einen Pokal abgesahnt - 200 Pokale hat er schon.

Mit dem Rennfahrer-Virus hat ihn sein Vater infiziert. Schon als Knirps hat er Robert in ein Kart gesteckt. „Mein Vater ist selbst lange große Autorennen wie die Rallye Monte-Carlo gefahren, hat das aber wegen der Familie aufgegeben. Er wollte sehen, ob auch mir das Spaß macht“, sagt Robert Schröder. Und es machte dem Knirps Spaß. Er war nicht mehr zu bremsen. „Die ganze Atmosphäre beim Rennen ist für mich heute noch faszinierend“, sagt Robert Schröder, der hauptberuflich Projektentwickler für Mehrfamilienhäuser ist.

Hoch konzentriert sitzt Robert Schröder in seinem Prototypen-Rennwagen KTM X-Bow GT4. Quelle: PRIVAT

Schon damals trainiert Robert dreimal die Woche in einem Berliner Sportverein, düst als Sechsjähriger mit „50 Sachen“ über die Bahn. „Der Junge hat Talent“, soll der Trainer damals gesagt haben. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man als Sechsjähriger plötzlich schneller fährt, als die acht- bis zehnjährigen Jungen“, sagt Robert. Damit die Chanchen damals gleich waren, wurde Roberts Kart mit Gewichten beschwert.

Mit zehn bekommt er sein eigenes Kart, startet bei der Ostdeutschen Kart-Meisterschaft, bei der man auch von Rennen zu Rennen fährt und Punkte sammeln kann. „Wer am Ende des Jahres die meisten Punkte gesammelt hat, hat gewonnen“, sagt Robert, der schon damals erste Siege einfuhr. Mit zwölf Jahren steigt er in die Deutsche Kartmeisterschaft auf. „Dort ist der Anspruch schon deutlich höher“, meint Robert. „Denn man fährt auf internationalen Rennstrecken wie in Kerpen, wo Michael Schumacher groß geworden ist.“ Auch gegen Sebastian Vettel tritt er an. „Doch der hatte ein super Know-how – wir hatten keine Chance“, meint Robert.

Ein gutes Team: Robert Schröder mit seinem Vater Wolfgang. Er coacht seinen Sohn von Anfang an. Foto: PRIVAT

Andere Gegner waren aber nicht so stark. Wieder hat Robert am Ende der Saison einen Pokal im Gepäck. Zweimal wird Robert Schröder Berlin- und Brandenburgmeister. Und dann wollte er mehr. Er stellte das Kart in die Ecke und stieg mit 15 Jahren aufs Auto um. „Auf einem abgesperrten Flugfeld hat mir mein Vater im tiefsten Winter bei hohem Schnee das Autofahren beigebracht. Es war sein alter Twingo“, sagt Robert. Und wieder gibt er richtig Gas.

Der ADAC verleiht ihm den Berlin-Brandenburger Autoslalom-Meister-Titel, wird sogar Roberts Förderer. „Von dem Geld habe ich mir neue Rennkleidung gekauft. Der Sport ist sehr teuer, weil man von Rennen zu Rennen reist und jedes Mal ein sogenanntes Nenngeld bezahlen muss. Diese Startgebühr kann schon mehrere Tausend Euro betragen“, sagt Robert, der mit 17 in den Dacia-Logan-Cup eingestiegen ist. „Die Autos waren in den Kurven genauso schnell wie ein Porsche, verloren aber auf der geraden Strecke an Geschwindigkeit“, sagt Robert.

Autorennen sind auch beim Publikum der Renner. Quelle: PRIVAT

Und während er damals noch mit 90 PS unterwegs war, sind es jetzt um die 400 PS. Ende April auf dem Nürburgring ist die sogenannte Grüne Hölle angesagt. Auf der 25 Kilometer langen Strecke starten 24 Stunden lang 150 Rennwagen und über 600 Teilnehmer und Robert ist sich sicher, dass er mit seinem Prototypen-Rennwagen KTM X-Bow GT4 das Rennen rockt und den nächsten Pokal nach Hause trägt.

Von Jeannette Hix

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